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Veranstaltungen in der Villa Brahms

Aktuelle Termine

Marie-Luise Zenker, Violine
Sonntag, 05.12.2021 | 11:00 Uhr
Un, deux, trois: Saint-Saëns
Matinée

Info

Drei Konzerte mit je drei Werken: Am 5. Dezember dreht sich in der Villa Brahms alles um Camille Saint-Saëns. Anlässlich seines 100. Todestages (16.12.) haben zwanzig Studierende der Musikhochschule Lübeck ein Programm mit Raritäten und bekannteren Werken des französischen Komponisten erarbeitet.

Camille Saint-Saëns ist vor allem für seine »große zoologische Fantasie«, den »Karneval der Tiere«, bekannt. In der Villa Brahms steht jedoch sein kammermusikalisches Schaffen – vom Streichquartett bis zur Barcarolle mit Violine, Violoncello, Klavier und Harmonium – im Mittelpunkt. Die MHL-Professores Konstanze Eickhorst (Klavier), Heime Müller (Violine) und Ulf Tischbirek (Violoncello) haben die Programme zusammengestellt und mit ihren Klassen einstudiert. Moderiert werden die Konzerte von Studierenden aus dem Seminar »Sprechen über Musik« von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL.

Saint-Saëns bewegte sich auf ungewohntem Terrain, als er seine späten Bläsersonaten schrieb, war er doch zeitlebens eher mit den Tasten- und Streichinstrumenten vertraut. Die Oboensonate bezaubert jedoch durch eine gesangliche Solostimme und ihren pastoral-idyllischen Charakter. Auf kubanischem Habanera-Rhythmus basiert die virtuose Havanaise für Violine und Klavier. Sie gehört zum Standard des klassischen Konzertrepertoires. Eine kammermusikalische Perle ist das Klaviertrio Nr. 2 aus dem Jahr 1892 – ein beinahe elegisches Werk, mit virtuosen fünf Sätzen statt der üblichen vier.

Der Komponist hat ein umfangreiches Werk geschaffen, das neben dem berühmten »Karneval der Tiere« unter anderem auch fünf Sinfonien und elf Opern, die bekannteste »Samson et Dalila«, umfasst. 1835 in Paris geboren, starb er am 16. Dezember 1921 auf einer Reise in Algier. In den 1880er Jahren galt der Zeitgenosse von Johannes Brahms als größter Musiker Frankreichs. Zwischen dem deutschen und dem französischen Komponisten herrschte jedoch ein eher distanziertes Verhältnis aufgrund gegensätzlicher ästhetischer Ansichten. In seinem einzigen Schreiben an Brahms setzte Saint-Saens seine eigene »vivacité gauloise« (gallische Lebendigkeit) in Gegensatz zur »calme olympien« (olympischen Ruhe) des Adressaten.

Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung). Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel), Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, 0451-702320.Restkarten eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es erhalten nur Personen Zutritt, die einen »2G«-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen. Das tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes ist für den gesamten Aufenthalt in der Villa Brahms vorgeschrieben. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über ggf. aktualisierte Hygieneauflagen unter www.brahms-institut.de.


Programm:

Camille Saint-Saëns

Sonate für Oboe und Klavier D-Dur op. 166

Charlotte Roß Oboe

Barbara Dietrich Klavier


Havanaise op. 83

Marie Luise Zenker Violine

Julian Lentz Klavier


Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 92

Sofia Semenina Klavier

Inês Marques Violine

Zuzanna Sosnowska Violoncello


Weitere Informationen:

Barbara Dietrich, 2001 in Lutherstadt Wittenberg geboren, erhält seit ihrem vierten Lebensjahr Klavierunterricht. Sie wurde u.a. von Prof. Albrecht Hartmann an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unterrichtet. Aktuell studiert sie in der Klavierklasse von Prof. Manfred Aust an der Musikhochschule Lübeck. Neben mehreren erfolgreichen Teilnahmen am Bundeswettbewerb »Jugend Musiziert« in den Kategorien Klavier solo und Klavierduo, erhielt sie unter anderem den ersten Preis beim nationalen Bachwettbewerb Köthen.

Julian Lentz wurde 1998 in Schwendt an der Oder geboren. Mit fünf Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht an der Musik- und Kunstschule in Schwedt. Nach seinem Abitur begann er ein Studium an der Dresdner Musikhochschule bei Prof. Dr. Florian Uhlig und setzt es seit 2019 bei diesem an der MHL fort. Zudem nahm er an Meisterkursen von Sir Colin Davis, Leonel Morales, Prof. Yuri Didenko, Prof. Matthias Kirschnereit, Prof, Antti Siirala und Prof. Florian Uhlig teil. Musikalische Höhepunkte waren ein 3. Preis beim internationalen Klavierwettbewerb in Mailand sowie zahlreiche Preise bei »Jugend Musiziert«.

Inês Marques wurde 1997 in Portugal geboren. Im Alter von vier Jahren begann sie, Geige zu spielen. Ihr Bachelorstudium nahm sie zunächst bei Prof. Ilya Grubert an der Universität Minho in Portugal auf und wechselte später zu Prof. Thomas Christian an die Hochschule für Musik Detmold. Ihren Bachelor erhielt sie schließlich an Musikhochschule Lübeck, wo sie inzwischen ihr Masterstudium bei Prof. Daniel Sepec verfolgt. Ihr Studium ergänzen zahlreiche Meisterkurse. Inês Marques gewann schon mehrere Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben wie etwa der »Santa Cecília International Competition« oder der »Paços Premium Competition«.

Charlotte Roß, 2001 in Achern geboren, begann im Alter von zwölf Jahren, Oboe zu spielen und Unterricht bei Matthias Rabe und Alexander Ott zu nehmen. Sie spielte in mehreren Projekten des Landesjugendorchesters und des sinfonischen Jugendblasorchesters Baden-Württembergs mit. 2017 und 2018 erhielt sie Bundespreise bei »Jugend musiziert«. Im Wintersemester 2020 nahm sie ihr Bachelorstudium bei Prof. Diethelm Jonas an der Musikhochschule Lübeck auf.

Die Pianistin Sofia Semenina wurde 1997 in St. Petersburg, Russland geboren. Mit vier Jahren erhielt sie ersten Unterricht im Klavierspiel. 2012 begann sie ihr Studium bei Prof. Oleg Malov am staatlichen Konservatorium »N. A. Rimsky-Korsakov« in St. Petersburg, das sie 2021 abschloss. Zu ihren musikalischen Höhepunkten gehört bisher u.a. ihre Aufführung des Klavierkonzerts Nr. 1 von Mendelssohn unter der Leitung von Mikhail Golikov. Sie nahm bereits an zahlreichen international en Musikwettbewerben statt, etwa dem »S.-Sawschinski-Wettbewerb«. Seit 2021 studiert Sofia Semenina auf Master in der Klasse von Prof. Konstanze Eickhorst an der Musikhochschule Lübeck.

Die Cellistin Zuzanna Sosnowska wurde 1993 in Białystok, Polen geboren. 2018 schloss sie ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik Weimar bei Prof. Wolfgang E. Schmidt ab. Sie nahm international erfolgreich an diversen Wettbewerben teil, belegte etwa den 1. Platz bei der »Witold Lutoslawski International Cello Competition« in Warschau. Jüngst erhielt sie den ersten Preis bei der »Bach Solo Competition« in Posen. Zuzanna Sosnowska ist Stipendiatin zahlreicher Stiftungen, u. a. des Deutschlandstipendiums oder des polnischen Kulturministeriums. Derzeit studiert sie an der Musikhochschule Lübeck mit dem Ziel des Konzertexamens.

Marie-Luise Zenker nahm bereits mit zwölf Jahren als Jungstudentin an der Hochschule für Musik Würzburg Geigenunterricht bei Prof. Max Speermann. Ihr Bachelorstudium begann sie 2017 bei Prof. Erik Schumann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und setzte dieses bei Prof. Maria Egelhof an der Musikhochschule Lübeck fort. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse und nahm vielerorts erfolgreich an Wettbewerben teil. Marie-Luise Zenker ist Stipendiatin u. a. des DAAD; dieses Jahr zeichnete man sie außerdem für ihre Leistungen mit einem Stipendium der Possehl-Stiftung sowie des Kiwanis-Clubs aus.


Es erhalten nur Personen Zutritt, die einen 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen. Es gilt Maskenpflicht für die gesamte Dauer des Aufenthalts in der Villa Brahms. Eintritt: 10 / 7 € (keine Ermäßigung)
Restkarten und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (10:00 Uhr)
Vorverkauf:
»Die Konzertkasse«​ (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a | 23552 Lübeck | Tel. 0451- 70 23 20
Sebastian Chong, Violoncello
Sonntag, 05.12.2021 | 15:00 Uhr
Un, deux, trois: Saint-Saëns
Après-midi

Info

Drei Konzerte mit je drei Werken: Am 5. Dezember dreht sich in der Villa Brahms alles um Camille Saint-Saëns. Anlässlich seines 100. Todestages (16.12.) haben zwanzig Studierende der Musikhochschule Lübeck ein Programm mit Raritäten und bekannteren Werken des französischen Komponisten erarbeitet.

Camille Saint-Saëns ist vor allem für seine »große zoologische Fantasie«, den »Karneval der Tiere«, bekannt. In der Villa Brahms steht jedoch sein kammermusikalisches Schaffen – vom Streichquartett bis zur Barcarolle mit Violine, Violoncello, Klavier und Harmonium – im Mittelpunkt. Die MHL-Professores Konstanze Eickhorst (Klavier), Heime Müller (Violine) und Ulf Tischbirek (Violoncello) haben die Programme zusammengestellt und mit ihren Klassen einstudiert. Moderiert werden die Konzerte von Studierenden aus dem Seminar »Sprechen über Musik« von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL.

Das Nachmittagsprogramm dominieren zwei späte Werke des Komponisten. Sie rahmen die in dieser Besetzung selten zu hörende Barcarolle op. 108 für Violine, Violoncello, Harmonium und Klavier ein. Die Fagottsonate op. 168 ist eine der drei späten Bläsersonaten, deren Uraufführungen Saint-Saëns bereits nicht mehr miterlebte. Das Programm endet furios mit der der Sonate op. 123 für Violoncello und Klavier: »Der letzte Satz wird jeden wecken, der das übrige Stück verschlafen hat«, so der Komponist augenzwinkernd über sein eigenes Werk.

Der Komponist hat ein umfangreiches Werk geschaffen, das neben dem berühmten »Karneval der Tiere« unter anderem auch fünf Sinfonien und elf Opern, die bekannteste »Samson et Dalila«, umfasst. 1835 in Paris geboren, starb er am 16. Dezember 1921 auf einer Reise in Algier. In den 1880er Jahren galt der Zeitgenosse von Johannes Brahms als größter Musiker Frankreichs. Zwischen dem deutschen und dem französischen Komponisten herrschte jedoch ein eher distanziertes Verhältnis aufgrund gegensätzlicher ästhetischer Ansichten. In seinem einzigen Schreiben an Brahms setzte Saint-Saens seine eigene »vivacité gauloise« (gallische Lebendigkeit) in Gegensatz zur »calme olympien« (olympischen Ruhe) des Adressaten.

Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung). Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel), Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, 0451-702320. Restkarten eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es erhalten nur Personen Zutritt, die einen »2G«-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen. Das tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes ist für den gesamten Aufenthalt in der Villa Brahms vorgeschrieben. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über ggf. aktualisierte Hygieneauflagen unter www.brahms-institut.de.


Programm:

Camille Saint-Saëns

Sonate für Fagott und Klavier G-Dur op. 168

Simay Gönültas Fagott

Sergej Tcherepanov Klavier


Barcarolle op. 108

Maia Siradze Violine

Sebastian Chong Violoncello

Elias Opferkuch Klavier

Nikolai Abramov Harmonium


Sonate für Violoncello und Klavier F-Dur op. 123

Sebastian Chong Violoncello

Elias Opferkuch Klavier


Annemarie Voget Moderation


Weitere Informationen:

Nikolai Abramov wurde in Tbilisi, Georgien geboren. Im Alter von sieben Jahren begann, er Klavier- und Klarinettenunterricht in Moskau zu nehmen. Früh trat er schon im Orchester oder als Solist in verschiedenen russischen Konzerthallen auf, etwa im großen Saal des Moskauer Konservatoriums. 2008 wurde er beim jährlichen Klavierwettbewerb des »Russian Conservatory Alexander Scriabin« Laureat in Paris. Nach seinem Bachelorstudium am Moskauer Konservatorium – Hauptfach Klavier bei Prof. Alexander Fomenko – begann er 2021 an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konstanze Eickhorst sein Masterstudium.

Im Alter von fünf Jahren erhielt Sebastian Chong seinen ersten Violoncello-Unterricht in Erfurt bei Barbara Kermer und wechselte schließlich 2012 zu Jakob Fauser, der ihn erfolgreich auf das Studium vorbereitete. Seit 2016 studiert er in der Klasse von Prof. Ulf Tischbirek an der Musikhochschule Lübeck. Sebastian Chong nahm bereits an Meisterkursen von Prof. Stephan Forck, Prof. Ursula Dehler, Fulvio Luciani und Prof. Wen Sinn Yang teil.

Der Pianist Elias Opferkuch, 1996 in Aalen geboren, nahm zuerst das Jungstudium bei Prof. Thomas Duis an der Hochschule für Musik Saar auf und begann dann sein Bachelorstudium bei Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck. Inzwischen verfolgt er dort sein Masterstudium. Elias Opferkuch nahm an Meisterkursen von namenhaften Musikern teil, etwa Sontraud Speidel, Fernando Viani oder Benedetto Lupo. Auch nahm er schon sehr erfolgreich an vielen, teils internationalen Klavier- oder Kammermusikwettbewerben teil, z.B. dem »Giovani Musicisti - Città di Treviso«–Wettbewerb, wo er den ersten Preis erhielt.

Sergej Tcherepanov wurde in der UdSSR geboren und absolvierte sein Studium von Klavier und Orgel am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Gleichzeitig nahm er auch an Orgel- und Cembalo-Kursen teil und wirkte in verschiedenen Ensembles für Alte Musik mit. Sein Orgelstudium setzte er auch in Deutschland fort, zunächst in Lübeck bei Prof. Martin Haselböck und später bei Prof. Wolfgang Zerer in Hamburg. Bei Orgelwettbewerben in Südafrika und Deutschland erhielt Sergej Tcherepanov besondere Auszeichnungen. Solitistische Tätigkeiten führten ihn zu Festivals und Orgelwochen in vielen europäischen Ländern. Zudem wirkt er auch als Continuo-Spieler in verschiedenen Ensembles für Alte Musik mit und konzertiert als Kammermusikpartner mit Gunar Letzbor, Diethelm Jonas, Susanne Ehrhardt und Alexander Paperny. Neben seiner Tätigkeit als Dozent für Orgel und Klavierbegleitung an der MHL ist er als Kirchenmusiker und künstlerischer Leiter der Konzertreihe und Sommerakademie an der St. Petri-Kirche in Bosau am Plöner See tätig.

Annemarie Voget wurde 1983 in Oldenburg i. O. geboren. Von 2002 bis 2008 studierte sie Kirchenmusik an der Musikhochschule Lübeck, u. a. bei Arvid Gast und Franz Danksagmüller. Nach dem A-Examen setzte sie ihre Orgelstudien an der HfMT Hamburg bei Wolfgang Zerer fort. Während ihrer Erziehungszeit baute sie in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Oldenburg i. H. die kirchenmusikalische Kinder- und Jugendarbeit auf. Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Organistin und Chorleiterin absolvierte sie eine Ausbildung zur Fachreferentin für Familie und Erziehung. Von 2018 bis 2021 unterrichtete sie Musik an einer Grundschule in Ostholstein. Seit Oktober 2021 studiert Annemarie Voget erneut an der MHL, um im Studiengang Musik vermitteln den Master of Education zu erwerben.

Simay Gönültas wurde 2001 in der Türkei geboren. Im Jahre 2012 begann sie, an der Dokuz-Eylül-Universität Fagottunterricht zu nehmen. 2020 wurde sie von der IKSV im Rahmen der ersten Ausgabe von »Women Stars Of Tomorrow« mit einem Bildungsförderungspreis ausgezeichnet. Bisherige musikalische Höhepunkte waren Auftritte auf dem internationalen »D-Marin Classical Music Festival« und dem »Festival Internazionale di Mezza Estate«. Simay Gönültas ist Mitglied des Bremer LJO sowie des türkischen Landesjugendorchesters. Seit 2020 studiert sie an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Pierre Martens.


Es erhalten nur Personen Zutritt, die einen 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen. Es gilt Maskenpflicht für die gesamte Dauer des Aufenthalts in der Villa Brahms. Eintritt: 10 / 7 € (keine Ermäßigung)
Restkarten, Catering und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (14:00 Uhr)
Vorverkauf:
»Die Konzertkasse«​ (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a | 23552 Lübeck | Tel. 0451- 70 23 20
Catering:
Kaffee und Kuchen aus dem Hause Sellmann
Garam Park, Klavier
Sonntag, 05.12.2021 | 19:00 Uhr
Un, deux, trois: Saint-Saëns
Soirée

Info

Drei Konzerte mit je drei Werken: Am 5. Dezember dreht sich in der Villa Brahms alles um Camille Saint-Saëns. Anlässlich seines 100. Todestages (16.12.) haben zwanzig Studierende der Musikhochschule Lübeck ein Programm mit Raritäten und bekannteren Werken des französischen Komponisten erarbeitet.

Camille Saint-Saëns ist vor allem für seine »große zoologische Fantasie«, den »Karneval der Tiere«, bekannt. In der Villa Brahms steht jedoch sein kammermusikalisches Schaffen – vom Streichquartett bis zur Barcarolle mit Violine, Violoncello, Klavier und Harmonium – im Mittelpunkt. Die MHL-Professores Konstanze Eickhorst (Klavier), Heime Müller (Violine) und Ulf Tischbirek (Violoncello) haben die Programme zusammengestellt und mit ihren Klassen einstudiert. Moderiert werden die Konzerte von Studierenden aus dem Seminar »Sprechen über Musik« von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL.

Ursprünglich nur als kleines Duo für Geige und Klavier geplant, wuchs sich Saint-Saëns‘ op. 75 zu einer großen Sonate für Violine und Klavier aus. Trotz oder gerade wegen ihrer technischen Herausforderungen zählt sie zu den beliebtesten Kammermusikwerken des französischen Meisters. Der Komponist bedachte auch die häufig vernachlässigten Blasinstrumente mit wirkungsvollen Vortragsstücken. Die Romanze E-Dur op. 67 widmete er Henri Chaussier, einem herausragenden französischen Hornisten seiner Zeit. Aus seinem ersten, spät entstandenen Streichquartett ist der Abschied von der Romantik zu hören, es beendet somit sehr passend den Saint-Saëns-Tag in der Villa Brahms.

Der Komponist hat ein umfangreiches Werk geschaffen, das neben dem berühmten »Karneval der Tiere« unter anderem auch fünf Sinfonien und elf Opern, die bekannteste »Samson et Dalila«, umfasst. 1835 in Paris geboren, starb er am 16. Dezember 1921 auf einer Reise in Algier. In den 1880er Jahren galt der Zeitgenosse von Johannes Brahms als größter Musiker Frankreichs. Zwischen dem deutschen und dem französischen Komponisten herrschte jedoch ein eher distanziertes Verhältnis aufgrund gegensätzlicher ästhetischer Ansichten. In seinem einzigen Schreiben anBrahms setzte Saint-Saens seine eigene »vivacité gauloise« (gallische Lebendigkeit) in Gegensatz zur »calme olympien« (olympischen Ruhe) des Adressaten.

Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung). Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel), Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, 0451-702320. Restkarten eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es erhalten nur Personen Zutritt, die einen »2G«-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen. Das tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes ist für den gesamten Aufenthalt in der Villa Brahms vorgeschrieben. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über ggf. aktualisierte Hygieneauflagen unter www.brahms-institut.de.


Programm:

Camille Saint-Saëns

Sonate für Violine und Klavier d-Moll op. 75

Shushanik Muradkhanyan Violine

Garam Park Klavier


Romanze E-Dur op. 67

Joshua Firkins Horn

Selma Schiller Klavier


Streichquartett Nr. 1 e-Moll op. 112

Moulin Quartett

Jakob Kammerlander Violine
Mariam Vardanyan Violine
Eira Martínez Rivero Viola
Henrika Graßau Violoncello


Nora Schreckenschläger Moderation


Weitere Informationen:

Joshua Firkins, 1998 in Hamburg geboren, erhielt seinen ersten Hornunterricht im Alter von 6 Jahren. 2014 begann er ein Jungstudium bei Prof. Michael Höltzel in Rostock. Sein Bachelorstudium nahm er in Freiburg auf und setzte es in Frankfurt fort. Seit April 2021 studiert er an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Adrian Díaz Martínez. Orchestererfahrung sammelte er in mehreren Hamburger Jugendorchestern (Mendelssohn-Jugendsinfonieorchester, Albert-Schweitzer-Jugendorchester, NDR-Jugendsinfonieorchester), sowie der Jungen Norddeutschen Philharmonie. Seit der Saison 2021/22 ist Joshua Firkins Akademist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg.

Das Moulin-Quartett (bestehend aus Jakob Kammerlander, Mariam Vardanyan, Eira Martínez Rivero und Henrika Graßau) gründete sich 2020 an der Musikhochschule Lübeck und wird von Prof. Heime Müller unterrichtet. 2021 nahm es im Rahmen des Kammermusik-Campus an einem Meisterkurs von Prof. Eckart Runge teil.

Shushanik Muradkhanyan wurde in Jerewan, Armenien geboren. Ihren ersten Geigenunterricht erhielt sie im Alter von sieben Jahren bei Inesa Melikyan. 2018 schloss sie ihr Bachelorstudium am staatlichem Konservatorium Jerewan mit Auszeichnung ab, woraufhin sie ihr Masterstudium bei Prof. Elisabeth Weber an der Musikhochschule Lübeck aufnahm. Ihr Studium ergänzen zahlreiche Meisterkurse u. a. bei Gerhard Schulz und David Geringas. Beim »International Music Academy and Festival« 2013 erhielt sie den zweiten Preis und wurde 2016 und 2017 als beste Studentin Stipendiatin des »All Armenian Fund«.

Die Pianistin Garam Park ist Absolventin der Sunwha Arts School sowie der Ewha Womens University in Seoul, Süd-Korea. Derzeit studiert sie an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Florian Uhlig.

Nora Schreckenschläger studierte Violine bei Prof. Elisabeth Weber und Barockvioline bei Anna Melkonyan. 2019 hatte sie einen Zeitvertrag bei den Bremer Philharmonikern inne. Zur Zeit widmet sie sich vermehrt der Musikvermittlung in ihrem Instrumentalpädagogik-Studium und bei ihrer Lehrtätigkeit an der Musik- und Kunstschule Lübeck.


Es erhalten nur Personen Zutritt, die einen 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen. Es gilt Maskenpflicht für die gesamte Dauer des Aufenthalts in der Villa Brahms. Eintritt: 10 / 7 € (keine Ermäßigung)
Restkarten und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (18:00 Uhr)
Vorverkauf:
»Die Konzertkasse«​ (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a | 23552 Lübeck | Tel. 0451- 70 23 20
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