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Veranstaltungen in der Villa Brahms

Aktuelle Termine

Gabriel Iranyi
© Uwe Neumann
Mittwoch, 10.11.2021 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Dr. Gabriel Iranyi im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Sandberger

Info

„InnenZeit“ könnte eine passende Umschreibung für den Lockdown sein. Gabriel Iranyi hat seinem Werkzyklus diesen Titel jedoch bereits Anfang des Jahrtausends gegeben, als von der Pandemie noch nichts zu ahnen war. Anlässlich seines 75. Geburtstags ist der Komponist mit rumänisch-ungarisch-jüdischen Wurzeln am 10. November „Zu Gast bei Brahms“: Mit Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck (MHL), spricht er über seine Arbeit, Beziehungen zu bildender Kunst und Literatur sowie den Einfluss gesellschaftlicher Entwicklungen auf sein Schaffen. Christiane Edinger (Violine), Troels Svane (Violoncello) und Hartmut Leistritz (Klavier) spielen Werke des zeitgenössischen Komponisten.

Die Musik erzähle nichts, sie notiere die Zustände, die Wandlungen der Wahrnehmungen und deren Erweiterungen, so Gabriel Iranyi über seine Kompositionen. Daher wird er selbst erzählen: über sein Werk, seine Biografie oder seine Dissertation in der Musikwissenschaft. Und eine Antwort auf die Frage „Lieben Sie Brahms?“ wird sich im Gespräch mit Wolfgang Sandberger wohl nicht vermeiden lassen.

30 Minuten Gespräch, 30 Minuten Musik: Stärker als für das Format „Zu Gast bei Brahms“ üblich, wird diesmal die Musik für sich selber stehen. Die ehemalige MHL-Professorin Christiane Edinger (Violine) spielt Aufgrund meiner Verehrung für J.S.B., ein Werk für Violine solo, das Iranyi im vergangenen Jahr für die Geigerin geschrieben hat. Auch mit MHL-Professor Troels Svane (Violoncello) und dem MHL-Lehrbeauftragten Hartmut Leistritz (Klavier) ist der Abend hochkarätig besetzt. InnenZeit III und InnenZeit VI werden zudem live zu hören sein.

Gabriel Iranyi wurde im rumänischen Cluj-Napoca (Klausenburg/Siebenbürgen) geboren. 1971 erhielt er eine Kontrapunkt-Professur an der George Enesco Musikhochschule in Jassy und wirkte von 1977 bis 1981 als Dozent für Formenlehre, Kontrapunkt und Musiktheorie an der Tel Aviv University in Israel. Seit 1988 lebt er als freischaffender Komponist in Berlin. Iranyi erhielt zahlreiche Kompositionspreise, zuletzt den Preis des 11. Kompositionswettbewerbes im Rahmen des Wiener Sommer-Seminars für Neue Musik 2005 und den Kompositionsauftrag des Berliner Senats 2005. Seine Werke werden bei internationalen Musikfestivals und von renommierten Orchestern und Interpreten aufgeführt.

Seit 2016 setzt das Brahms-Institut in loser Folge seine Gesprächsreihe „Zu Gast bei Brahms“ fort. Wolfgang Sandberger, langjähriger Moderator im ARD-Hörfunk, entlockt seinen Gästen (u.a. Ton Koopman, Otto Biba, Rico Gubler, Manuela Uhl) einen Blick hinter die Kulissen ihres Lebens in Musik und Wissenschaft. Zum Konzept gehört von Anfang an die parallele Videoaufzeichnung der Veranstaltungen. Die Gespräche mit Konstanze Eickhorst und Ton Koopman haben so bereits je über 3.000 Zuschauer online verfolgt. Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung ist ab dem 22. November auf unserer Website sowie im MHL-Streaming verfügbar.

Eintritt frei. Einlass und Getränkeverkauf ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Laut der aktuellen Landesverordnung erhalten nur Personen Zutritt, die einen „3G“-Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) erbringen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über ggf. aktualisierte Hygieneauflagen unter www.brahms-institut.de.


Programm:

Gabriel Iranyi

Aufgrund meiner Verehrung für J.S.B.

Christiane Edinger Violine

InnenZeit III

Christiane Edinger Violine

Hartmut Leistritz Klavier

InnenZeit VI

Troels Svane Violoncello

Hartmut Leistritz Klavier



Mitwirkende:

Dr. Gabriel Iranyi

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

Christiane Edinger Violine

Troels Svane Violoncello

Hartmut Leistritz Klavier


Weitere Informationen:

Dr. Gabriel Iranyi wurde 1946 im rumänischen Cluj-Napoca (Klausenburg/Siebenbürgen) geboren. 1971 erhielt er eine Kontrapunkt-Professur an der George Enesco Musikhochschule in Jassy und wirkte von 1977 bis 1981 als Dozent für Formenlehre, Kontrapunkt und Musiktheorie an der Tel Aviv University in Israel. Seit 1988 lebt er als freischaffender Komponist in Berlin. 2000 promovierte er im Fach Musikwissenschaften. Iranyi erhielt zahlreiche Kompositionspreise, zuletzt den Preis des 11. Kompositionswettbewerbes im Rahmen des Wiener Sommer-Seminars für Neue Musik 2005 und den Kompositionsauftrag des Berliner Senats 2005. Seine Werke werden bei internationalen Musikfestivals und von renommierten Orchestern und Interpreten aufgeführt.

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger ist Professor für Musikwissenschaft und Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck. Er promovierte mit einer Arbeit über »Das Bach-Bild Philipp Spittas«, die mit dem Preis der Joachim Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften ausgezeichnet wurde. Wolfgang Sandberger publiziert zur Musikgeschichte des 17. bis 21. Jahrhunderts, seine Hauptarbeitsgebiete sind neben dem Schwerpunkt Brahms biografisch-historische, rezeptionshistorische und wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen. Als Autor und Moderator ist er für verschiedene ARD-Anstalten tätig und berät mehrere Festivals. Seit 2013 ist er Projektleiter des Brahms-Festivals der Musikhochschule Lübeck.

Christiane Edinger war von 1994 bis 2010 Professorin für Geige an der Musikhochschule Lübeck. Ihr eigener musikalischer Werdegang begann mit Studien bei Vittorio Brero an der Hochschule für Musik in Berlin, bei Nathan Milstein in Gstaad (Schweiz) und bei Joseph Fuchs an der Julliard School of Music in New York. Mit 19 Jahren spielte sie zum ersten Mal mit dem Berliner Philharmonischen Orchester. 2 Jahre später debütierte sie im Rahmen von Young Concert Artists, Inc. in der Carnegie Recital Hall in New York. Seitdem spielte sie regelmäßig mit allen großen Orchestern in Deutschland. Eine Reihe von Komponisten schrieben Werke für die Künstlerin, darunter auch Gabriel Iranyi das Werk Aufgrund meiner Verehrung für J.S.B., das am heutigen Abend zu hören sein wird.

Der Cellist Troels Svane studierte bei David Geringas an der Musikhochschule Lübeck und bestand sein Diplom- und Konzertexamen mit Auszeichnung und Höchstnote in sämtlichen Fächern. Mit 18 Jahren wurde er stellvertretender Solocellist der Kopenhagener Philharmoniker. Neben zahlreichen Stipendien erhielt er verschiedene nationale und internationale Auszeichnungen. Nach 11-jähriger Assistenz von David Geringas wurde er 2004 als Professor für Violoncello an die Musikhochschule Lübeck berufen. Außerdem hat er eine Celloklasse an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Er gibt Meisterkurse in zahlreichen Ländern und wirkte als Juror bei bedeutenden internationalen Wettbewerben mit.

Hartmut Leistritz wuchs im Alltag einer Kirchenmusikerfamilie auf und begann seine spezifisch pianistische Ausbildung erst mit dem Musikstudium im Alter von 16 Jahren bei Prof. Heinz Budde. Er setzte sein Studium bei Eliza Hansen fort und ergänzte dieses durch ein Kompositionsstudium, unterstützt von der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Bereits mit 21 Jahren erhielt Leistritz einen Lehrauftag an der Musikhochschule in Lübeck. Er konzertiert als Solist und Kammermusiker und kann zahlreiche Aufnahmen für Hörfunk und Fernsehen vorweisen. Hartmut Leistritz ist Mitglied des Ensembles "l´árt pour l´árt" für Neue Musik, seit 2020 auch in dessen künstlerischer Leitung. 2020/21 führte er an acht Abenden alle 32 Klaviersonaten von Beethoven auf.


Eintritt frei
Laut der aktuellen Landesverordnung erhalten nur Personen Zutritt, die einen 3G-Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) erbringen
Feuilles mortes
© Tigran Poghossian
Mittwoch, 24.11.2021 | 19:00 Uhr
Themen-Abend
»Debussy-Projekt«
Claude Debussys »Préludes« op. 123 in Wort und Bild mit Tigran Poghossian (Klavier und Aquarelle)

Info

»Ich liebe Bilder fast so sehr wie Musik«: Bei Debussy sind Musik und Malerei eng miteinander verbunden. Tigran Poghossian, MHL-Student aus der Klavierklasse von Prof. Konstanze Eickhorst, hat aus seiner eigenen Zweifachbegabung als Pianist und Maler ein »Debussy-Projekt« geschaffen: Jedes Prélude des zweiten Buchs von Claude Debussy setzt er nicht nur am Flügel, sondern auch in einem Aquarell um.

Der Komponist Debussy hatte in seiner Jugend eine Karriere als Maler ins Auge gefasst. Schließlich malt er mit Noten und überträgt Eindrücke, Farben, Stimmungen in sein Werk. Seine Phantasie wird durch Gemälde seiner Zeitgenossen Degas, Renoir, Monet, Munch, Kandinsky und Klimt angeregt. So gilt das zweite Buch seiner Préludes, 1913 veröffentlicht, heute als Höhepunkt der impressionistischen Musik.

Der junge Pianist und Maler Tigran Poghossan geht den umgekehrten Weg: Inspiriert von Debussys Musik hat er zu jedem Prélude ein Aquarell erschaffen, das die Atmosphäre des Stücks, aber auch seine Entstehungsgeschichte und die möglichen Inspirationsquellen des Komponisten widerspiegelt.

Der französisch-armenische Künstler ist Preisträger des Internationalen Klavierwettbewerbs Lyon, Preisträger des Internationalen Klavierwettbewerbs Corbelin, Finalist beim Wettbewerb »Klassik an der Donau« in Wien und beim Schumann-Wettbewerb in Zwickau. Sein Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischer Musik. Er tritt in zahlreichen Konzertsälen weltweit auf. Nach Studien am Conservatoire in Lyon und Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin setzt er sein Studium der in der Klasse von Prof. Konstanze Eickhorst an der MHL fort.

Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung). Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel), Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, 0451-702320. Restkarten und Getränkeverkauf eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Laut der aktuellen Landesverordnung erhalten nur Personen Zutritt, die einen »3G«-Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) erbringen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über ggf. aktualisierte Hygieneauflagen unter www.brahms-institut.de.


Programm:

Claudes Debussy

Préludes (2e livre) op. 123


Mitwirkende:

Tigran Poghossian Klavier und Aquarelle

Stefan Weymar Begrüßung



Laut der aktuellen Landesverordnung erhalten nur Personen Zutritt, die einen 3G-Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) erbringen. Eintritt: 10 / 7 € (keine Ermäßigung)
Restkarten, Catering und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (18:00 Uhr)
Vorverkauf:
»Die Konzertkasse«​ (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a | 23552 Lübeck | Tel. 0451- 70 23 20
Catering:
Getränke
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