Veranstaltungen in der Villa Brahms
Aktuelle Termine
Am Sonntag, den 1. Februar, und am Sonntag, den 15. Februar 2026, lädt das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck zu zwei Konzerten ein, die ganz Beethovens kompositorischer Auseinandersetzung mit dem Violoncello gewidmet sind. An zwei Nachmittagen erklingen sämtliche Sonaten für Violoncello und Klavier – ergänzt durch ausgewählte Variationswerke –, interpretiert von Kyeong Park (Violoncello) aus der Klasse von Prof. Gabriel Schwabe (MHL) und Mikkel Møller Sørensen (Klavier).
In den Variationen verarbeitet Beethoven bekannte ›Gassenhauer‹ aus den Opern Händels und Mozarts für Cello und Klavier. Die Entwicklung zu zwei gleichberechtigten Stimmen von Cello und Klavier wiederum läßt sich in den fünf Sonaten besonders schön nachvollziehen: Das Programm spannt somit einen Bogen vom Früh- zum Spätwerk des Komponisten.
Die
Konzertmoderation übernimmt am 1. Februar der Bibliothekar und
Ausstellungskurator des Brahms-Instituts, Stefan Weymar. Am 15. Februar führt
Dr. Fabian Bergener, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Brahms-Instituts, durch
den Nachmittag.
Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der historischen Villa bei Kaffee und Kuchen zur Einstimmung auf den Konzertnachmittag ein.
Eintritt: 8 € / 11 € – Karten an allen
Vorverkaufsstellen von Lübeck Ticket oder online unter
www.luebeck-ticket.de. Restkarten sind ab 14:30 Uhr an der Abendkasse in
der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck) erhältlich.
Weitere Informationen:
Der Cellist Kyeong Park, der sowohl in Korea als auch im Ausland aktiv auftritt, absolvierte nach dem Besuch der Seoul Arts High School die Yonsei University, wo er sowohl die Wirtschaftsfakultät als auch die Musikfakultät (Abteilung für Orchesterinstrumente) als Jahrgangsbester im Hauptfach
abschloss. Anschließend begann er ein Masterstudium der Rechtswissenschaften an der Korea University, das er abbrach, um sein Studium (Master of Music) an der Musikhochschule Lübeck bei dem weltbekannten Cellisten Gabriel Schwabe fortzusetzen
Er wurde mit dem Präsidentenstipendium der Musikhochschule Lübeck (Deutschlandstipendium) ausgezeichnet, das gemeinsam von der Bundesregierung Deutschlands und der Possehl-Stiftung vergeben wird, und ist als Stipendiat für besondere Leistungen anerkannt. Dadurch kann er seine
künstlerische Entwicklung durch die Verbindung von Studium und Konzerttätigkeit weiter vertiefen.
Bereits früh machte Park durch Wettbewerbserfolge auf sich aufmerksam, darunter der 1. Preis beim Overseas Dispatch Competition, der 2. Preis beim Osaka International Music Competition und der 1. Preis beim New York Artists International Competition. Er trat bei zahlreichen renommierten
Festivals und Projekten auf, darunter die Seiji Ozawa Music Academy Orchestra, das Musiktage am Rhein International Music Festival, das Casalmaggiore International Music Festival, das Borromeo International Music Festival, die Escuela Superior de Musica Forum Musikae, das Chosun llbo Debut
Concert, das Pyeongchang Daegwallyeong Music Festival sowie das Busan Maru International Music Festival.
Als Solist konzertierte er u. a. mit dem Mainzer Virtuosi Festival Orchestra, dem Bulgarian National Symphony Orchestra Pazardzhik, der Gloria String Orchestra, dem Gunsan City Symphony Orchestra und dem Yonsei Philharmonie Orchestra, wobei er sein breites musikalisches Spektrum unter
Beweis stellte. Darüber hinaus nahm Park an internationalen Akademien wie der Cello Akademie Rutesheim, der Saline Royale Academy und der Sommerakademie Cervo teil und besuchte Meisterkurse bei weltweit renommierten Cellisten wie Jens-Peter Mainz, Gustav Rivinius, Troles Svane, Wen-Sinn Yang, Natalie Clein, Miklos Perenyi und Laszlo Fenyö. Derzeit ist er Mitglied des ARKO Ensembles des Koreanischen Kunst- und Kulturkomitees und tritt regelmäßig in Städten wie London, Berlin, Wien, Prag und Bergen (Aura Serlina Festival, Hakonshallen) auf.
Unterrichtet wurde Park von Sung-Won Yang, Seung-Min Kang und Hyung-Won Chang. Neben seiner Tätigkeit als Cellist wirkte er 2024 als Moderator des Seoul Spring Festival (SSF) und ist derzeit künstlerischer Leiter des Yonsei Virtuosi Music Festival (YVMF), womit er auch als Organisator und Kulturmanager aktiv ist.
Mikkel Møller Sørensen wurde bei Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck, bei Prof. Beatrice Berthold an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und bei Prof. John Damgaard an der Royal Academy of Music, Aarhus (Dänemark) ausgebildet.
Seinen frühesten Klavierunterricht erhielt er in Dänemark, zuerst bei Olav Pedersen in Bjerringbro und danach bei Klaus Andersen an der Klavierschule »Gradus« in Aarhus.
Er hat erste Preise bei mehreren dänischen Klavierwettbewerben und dem internationalen Klavierwettbewerb »Music without Limits« in Litauen erworben und ist als Solist u.a. mit dem Symphonieorchester des dänischen Rundfunks und dem Aarhus Symphonieorchester aufgetreten. Während seines Studiums war er Stipendiat mehrerer dänischer Stiftungen, u. a. Jacob Gades Legat, Augustinusfonden, Nationalbankens Jubilæumsfond af 1968 und Solistforeningen af 1921, sowie von Yehudi Menuhin Live Music Now Lübeck.
Seit 2016 ist er als Klavierbegleiter an der Musikhochschule Lübeck tätig.
Eintritt: 8 / 11 € (keine Ermäßigung)
Restkarten, Catering und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (14:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
Catering:
Kaffee und Kuchen
Der Roman Buddenbrooks. Verfall einer Familie feiert 2026 seinen 125. Geburtstag. Aus diesem Anlass veranstalten das Buddenbrookhaus und die Musikhochschule Lübeck in Kooperation eine mehrteilige Ringvorlesung in der Villa Brahms. An insgesamt sieben Terminen sind hochkarätige Referierende nach Lübeck eingeladen. Alle Vorträge der Ringvorlesung werden durch musikalische Werke, gespielt von Studierenden der Musikhochschule, begleitet. Den Auftakt macht Prof. Dr. Hans Wißkirchen am 17. Februar um 19 Uhr.
Der unsichere Mann – Männlichkeit und Maskerade in Buddenbrooks
Buddenbrooks sind auf den ersten Blick ein von Männern geprägter Roman des 19. Jahrhunderts. Sie treiben die Handlung voran. Sie bestimmen über die Frauen. Dass es um die Männlichkeit des Helden Thomas Buddenbrook eigentümlich bestellt ist, dass er immer mehr zum unsicheren Mann mutiert, der sich seiner Männlichkeit nicht mehr sicher ist und deshalb mit immer stärkerer Maskerade den starken und erfolgreichen Mann nur spielen kann, will der Vortrag von Prof. Dr. Hans Wißkirchen zeigen. Buddenbrooks sind so gelesen ein sehr moderner Text, der in das 20. Jahrhundert vorausweist.
Die Ringvorlesung findet im vierwöchigen Rhythmus statt. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr. Im Anschluss laden wir Sie ein bei einem Getränk ins Gespräch zu kommen.
Der Kartenvorverkauf erfolgt über das Buddenbrookhaus.
Weitere Informationen:
Hans Wißkirchen (*1955) hat über Werke von Thomas Mann promoviert, war entscheidend am Aufbau des Buddenbrookhauses zu einer Gedenk- und Forschungsstätte beteiligt und als Direktor der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck bis Ende 2022 für die Museen der Stadt verantwortlich. Er ist Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft und Honorarprofessor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität zu Lübeck. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Familie Mann geschrieben, war lange Jahre Mitherausgeber des Heinrich-Mann-Jahrbuchs und ist Mitherausgeber des Thomas-Mann-Jahrbuchs.
Am Samstag, den 7. März 2026 um 15 Uhr lädt das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck zu einem besonderen Konzert der Reihe Musik im Museum ein: Am Vorabend des Internationalen Frauentags präsentiert die Pianistin Violetta Khachikyan ein Programm, das ausschließlich Werken von Komponistinnen gewidmet ist, unter ihnen Cécile Chaminade, Lili Boulanger und Mel Bonis. Viele dieser Werke standen zu ihrer Zeit im Schatten jener der männlichen Kollegen; heute treten Eigenständigkeit und Ausdruckskraft umso stärker hervor. Die Auswahl spannt einen Bogen von barocken Suitensätzen über klassische Sonaten und romantische Charakterstücke bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts.
Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der historischen Villa bei Kaffee und Kuchen zur Einstimmung auf den Konzertnachmittag ein.
Eintritt: 8 / 11 EUR, Tickets unter www.luebeck-ticket.de sowie an der Tageskasse ab 14 Uhr.
Weitere Informationen:
Violetta Khachikyan ist eine vielseitig aktive Solo- und Kammermusik- Konzertpianistin, Gewinnerin des Europäischen Klavierwettbewerbs in Bremen und außerdem Preisträgerin zahlreicher Internationaler Klavierwettbewerbe, darunter der hochrangige George Enescu Musikwettbewerb in Bukarest, der Maj-Lind-Wettbewerb in Helsinki, die »Scottish International Piano Competition« in Glasgow, die Paderewski International Piano Competition etc.
Geboren in Krasnodar (in Südrussland), wo sie mit 6 Jahren bei ihrer Mutter anfing Klavier zu spielen, beendete Violetta im Jahr 2000 das N. A. Rimski-Korsakow College of Music in Krasnodar und wurde im selben Jahr an das renommierte Staatliche Sankt Petersburger Konservatorium N.A. Rimski-Korsakow aufgenommen, wo sie 2008 die Klavier-Fakultät mit Auszeichnung abschloss. Bei den Professoren Nelli Meschlumova, Tatiana Zagorovskaya, Natalia Arzumanova, Nora Nuridschanyan und Georgy Erzhemsky hatte Violetta die Möglichkeit, die berühmte russische Klavierschule gründlich zu studieren.
Einen wichtigen Impuls für ihre weitere Entwicklung gaben viele internationale Klaviermeisterklassen von Prof. Willem Brons, Wladimir Tropp, Dmitri Baschkirow, Karl-Heinz Kämmerling, Pawel Gililow, Paul Badura-Skoda und Leon Fleisher.
Im Jahre 2007 bekam Violetta ein Stipendium des Lion Clubs (Deutschland) für die Aufnahme ihrer ersten Solo-CD. Nach dem Bremer Klavierwettbewerb im Jahre 2009 produzierte sie zudem noch eine CD mit den Werken von Rachmaninov, Schumann, Scarlatti und W.Hiller aufgenommen.
Sie trat mit Konzerten in Deutschland, Österreich, Holland, Dänemark, Spanien, Portugal, Großbritannien, Finnland, Japan, Brasilien und Russland auf und arbeitete außerdem mit Orchestern wie dem BBC Scottish Symphony, dem Helsinki Philharmonic, dem Bremer Philharmoniker, dem Transilvania State Philharmonic Orchestra, dem Munizipal Sympnonic Krasnodar, dem Wolgograd Symphonic Orchestra, dem Tambow Philarmonic Orchestra und dem St. Petersburger Akademischen Symphonischen Orchester zusammen.
Seit frühen Lebensjahren war zudem die Kammermusik für die Pianistin eine hochgeschätzte und besonders wertvolle Gelegenheit, sich mit den anderen Künstlern gemeinsam feinsinnig und flexibel musikalisch auszudrucken. So konzertierte Violetta in den vergangenen Saisons mit dem Ciurlionis Streichquartett und dem Silesian Strechquartett.
Im Jahr 2011 zog Violetta nach Deutschland, wo sie seitdem ihre Konzertkarriere weiter vorantreibt. Neben ihrem Konzertexamen an der Musikhochschule Lübeck (Prof. Konstanze Eickhorst) absolvierte sie zudem Kammermusik im Master, wofür sie das Eschenburg-Trio gründete. Im Jahr 2012 gewann sie den Possehl-Musikpreis. Dadurch erhielt Violetta die Chance, mehrere Konzerte in Norddeutschland aufzuführen sowie bei NDR-Kultur und Deutschlandradio Kultur verschiedene Aufnahmen zu machen.
In den letzten Saisons hatte Violetta die Auftritte beim Beethovenfest Bonn, Schleswig-Holstein Musik Festival, Aarhus International Piano Festival, Palais Sommer Dresden, Komitas-Festival in Berlin, Weseler Klaviersommer und dem Brahms-Festival in Lübeck.
Eintritt: 8 / 11 € (keine Ermäßigung)
Restkarten, Catering und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (14:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
Catering:
Kaffee und Kuchen





