Veranstaltungen in der Villa Brahms

Das Brahms-Institut freut sich, Sie zu unseren Konzertreihen, Themenabenden und Vorträgen in sein Domizil einladen zu dürfen.

Der Hansensaal bietet den stilvollen Rahmen für unsere Konzerte und Vorträge, die Johannes Brahms aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen. Ein Schwerpunkt der Vermittlung liegt dabei auf dem Dialog von Forschung und Praxis, von Wort und Musik.

Für Informationen zu Veranstaltungen, die kürzlich stattfanden, besuchen Sie bitte auch unsere Rückschau.

Die Villa Brahms verfügt über eine rollstuhlgerechte Ausstattung.

Aktuelle Termine:


„Die Freiheit führt das Volk“

Freitag 30.6.2017, 18 Uhr

Ausstellungseröffnung

»Konfrontationen – Brahms und Frankreich«

In Kooperation mit der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

In einer Zeit voller Spannungen in den deutsch-französischen Beziehungen manifestierte sich die Vorstellung von Johannes Brahms als spezifisch „deutschem Komponisten“. Sein „Triumphlied“ von 1871 verherrlich zwar den „Sieg der deutschen Waffen“ über Frankreich, Brahms aber als Antipoden der französischen Musik zu stilisieren, wäre zu kurz gegriffen.

Sein Interesse an Frankreich zeigt sich in seinen Französisch-Studien sowie in seiner Bibliothek, zu der auch ein Berlioz-Autograf gehörte. Zudem stand er in Kontakt mit Komponisten wie César Franck und Charles-Marie Widor, die ihm handschriftlich Werke widmeten.

Die neue Ausstellung des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck beleuchtet erstmals eindrucksvoll die Wechselbeziehungen zwischen Johannes Brahms und Frankreich.

Programm der Ausstellungseröffnung:

Prof. Rico Gubler
Präsident der Musikhochschule Lübeck
Begrüßung

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger
Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck
Begrüßung

Prof. Dr. Anselm Gerhard (Bern)
Festvortrag: „Herbstnebel“, „Nieselregen“ und „dieser schreckliche Walzer“ im 4/4 Takt.  Brahms und seine französischen Kollegen

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar M.A.
Einführung in die Ausstellung

Musik mit Dozierenden und Studierenden der MHL

Anschließend Ausstellungsbesuch und Empfang

Eintritt frei


„Die Freiheit führt das Volk“

Samstag 1.7.2017, 10 bis 16 Uhr

Symposium im Museum Behnhaus Drägerhaus

»Konfrontationen – Musik im Spannungsfeld des deutsch-französischen Verhältnisses 1871-1918«

Zum Ravel-Schwerpunkt des diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festivals nimmt das Symposium das deutsch-französische Verhältnis unter die Lupe: aus der Perspektive der Musik. Auch in Konstellationen fundamentaler politischer Ablehnung zwischen den „Erbfeinden“ gab es einen interkulturellen Austausch. Ausgangspunkt ist Johannes Brahms, dessen Rezeption in Frankreich bislang kaum thematisiert wurde. Das grassierende Wagner-Fieber in Frankreich hat zum „Wagnérisme“ geführt. Doch wie passen das deutsche Gesamtkunstwerk mit französischer Raffinesse und „Clarté“ zusammen? Und: Wurde Maurice Ravel in Deutschland überhaupt rezipiert?

Die unterschiedlichen ästhetischen Vorstellungen spiegeln sich auch in unterschiedlichen Klangidealen wieder; dem jeweils spezifischen Orchester- und Ensembleklang ist das Symposium ebenfalls auf der Spur. Ergänzt wird dieser musikalische Blick durch einen kunsthistorischen Vergleich von französischem und deutschem Impressionismus.

Programm:

10.00 Uhr Einführung
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger (Lübeck)
10.15 Uhr Brahms und Frankreich – Aspekte einer Beziehung
Dr. Ingrid Fuchs (Wien)

10.50 Uhr „Aimez-vous Brahms?“
– zur Brahms-Rezeption in Frankreich
Dr. Nicolas Dufetel (Paris)

11.50  Uhr Le Wagnérisme en France
– zu einem Phänomen des Kulturtransfers
Prof. Dr. Manuela Schwartz (Magdeburg / Berlin)

12.25 Uhr Zum Begriff des „Impressionismus“
in der Kunst und in der Musik
Dr. Alexander Bastek (Lübeck)

Eintritt: 5 Euro (keine Ermäßigung)
Vorverkauf: www.shmf.de oder Tel: 0431/237070


Das Brahms-Café

Samstag 15.7.2017, 15 Uhr

Brahms-Café I

Studierende der Gesangsklasse Isabel Schaarschmidt

Werke von Bizet, Brahms, Fauré, Hahn, Schumann und R. Strauss

Lena Langenbacher Sopran
Anna-Maria Wünsche Sopran
Sargis Mzikyan Tenor
Mira Teofilova Klavier

Stefan Weymar M.A. Moderation

Programm & Inhalt

Am 15. Juli 2017 lädt das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck wieder ins Brahms-Café: mit Musik, der aktuellen Ausstellung und einem Café im (Winter-)Garten, je nach Wetter. Seit 2001 erfüllt die Sopranistin Isabel Schaarschmidt, die selbst an der Musikhochschule Lübeck studierte, einen Lehrauftrag für Gesang an der MHL. Mit zwei Sopranistinnen und einem Tenor aus ihrer Gesangsklasse gestaltet sie den ersten Termin der diesjährigen Brahms-Cafés in der Villa Brahms. Das sommerliche Programm umfasst Werke Johannes Brahms, Georges Bizet, Gabriel Fauré, Reynaldo Hahn, Robert Schumann und Richard Strauss. Das moderierte Konzert findet im repräsentativen Hansen-Saal statt. Im Anschluss haben Besucher*innen die Möglichkeit, an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. Bereits ab 14 Uhr sind Restkarten an der Tageskasse erhältlich. Mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen lädt der schöne Garten zum Entspannen ein.

Auszüge aus dem Programm:

Johannes Brahms (1833-1897) 
Dein blaues Auge
Die Mainacht
Wie bist Du meine Königin

Richard Strauss
Die Nacht
Schlagende Herzen
Wiegenlied
Du meines Herzens Krönelein

Reynaldo Hahn (1874-1947)
À Chloris
Mai
L'enamourée

Georges Bizet (1838-1875)
Ouvre ton coeur

Robert Schumann (1810-1856)
Singet nicht in Trauertönen

Eintritt: 5 / 8 Euro (keine Ermäßigung)
Vorverkauf:
Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, Tel. 0451-70 23 20
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn


Shoko Murakami, Violine

Samstag 12.8.2017, 15 Uhr

Brahms-Café II

Werke von Bach, Brahms und Strauss

Yoko Kuwahara Klavier
Shoko Murakami Violine

Stefan Weymar M.A. Moderation

Künstler-Info

Yoko Kuwahara wurde im Jahr 1990 in Yamaguchi, Japan geboren. Sie erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von 4 Jahren. Nachdem sie das Musikgymnasium Toho besuchte, setzte sie die Ausbildung zunächst an der Musikhochschule Toho in Tokio bei Keiko Takeuchi und Ikuyo Nakamichi fort. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie durch Meisterklassen u. a. bei Jacques Rouvier, Pascal Devoyon, Diane Andersen, Evgeij Koroliov, Klaus Hellwig. Die Abschlussprüfung in Tokio bestand Yoko Kuwahara mit Auszeichnung und wurde für ein Preisträgerkonzert ausgewählt. Von 2014 bis 2016 studierte sie im Masterstudium Klaviersolo bei Frau Prof. Konstanze Eickhorst studiert an der Musikhochschule Lübeck. Als Solistin und Kammermusikerin bestreitet sie Auftritte in Japan, Belgien, Frankreich und Deutschland. Der Musikhochschule Lübeck bleibt sie treu: im Masterstudium Korrepetition bei Prof. Inge-Susann Römhild und selber als Dozentin für Klavierbegleitung.

Shoko Murakami studierte zunächst an der Toho Gakuen School of Music in Tokio bevor sie 2014 ihr Violinstudium bei Prof. Heime Müller an der Musikhochschule Lübeck aufnahm. Bei Wettbewerben in Japan und Italien wurde sie mehrfach als Preisträgerin ausgezeichnet. Shoko Murakami hat am Kammermusik-Meisterkurs des Tokio Quartet in Toyama, am MMCJ Kammermusik-Meisterkurs bei Alan Gilbert, am Meisterkurs von Prof. Daniel Gaede im Rahmen des Internationalen Kirishima Musikfestivals in Japan sowie am Internationalen Musikfestival in Cervo (Italien) bei Prof. Nora Chastain teilgenommen. 2015 gewann sie den zweiten Preis des Possehl-Musikwettbewerbs in Lübeck. Seit 2016 setzt sie ihr Studium an der MHL mit dem Konzertexamen fort.

Programm & Inhalt

»Nach Tische schlürfte er im Café Walter seinen ›Schwarzen‹, las Zeitungen, musterte durch das Pincenez die vorüberprominierende elegante Welt...«. So berichtet der Brahms-Biograph Max Kalbeck und sicher hätte sich der Komponist auch beim sommerlichen Café in der nach ihm benannten Villa Brahms ›behaglich‹ gefühlt.

Den zweiten Termin der diesjährigen Brahms-Cafés gestalten Yoko Kuwahara (Klavier) und Shoko Murakami (Violine) am 12. August 2017 u.a. mit Werken von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Richard Strauss.

Mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen lädt der schöne Garten bereits ab 14 Uhr zum Entspannen ein. Im Anschluss an das Konzert im Hansen-Saal haben Besucher*innen die Möglichkeit, an einer Führung durch die aktuelle Ausstellung „Konfrontationen – Brahms und Frankreich“ teilzunehmen.

Auszüge aus dem Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
aus: Sonata C-Dur BWV1005
Largo

Richard Strauss (1864-1949)
Sonata Es-Dur op.18 (1. Satz)

Johannes Brahms (1833-1897) 
Ungarische Tänze (Auswahl)

Eintritt: 5 / 8 Euro (keine Ermäßigung)
Vorverkauf:
Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, Tel. 0451-70 23 20
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn