Veranstaltungen in der Villa Brahms

Das Brahms-Institut freut sich, Sie zu unseren Konzertreihen, Themenabenden und Vorträgen in sein Domizil einladen zu dürfen.

Der Hansensaal bietet den stilvollen Rahmen für unsere Konzerte und Vorträge, die Johannes Brahms aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen. Ein Schwerpunkt der Vermittlung liegt dabei auf dem Dialog von Forschung und Praxis, von Wort und Musik.

Für Informationen zu Veranstaltungen, die kürzlich stattfanden, besuchen Sie bitte auch unsere Rückschau.

Die Villa Brahms verfügt über eine rollstuhlgerechte Ausstattung.

Aktuelle Termine:


Konstanze Eickhorst

Mittwoch 31.5.2017, 19 Uhr

Musik im Museum

»Zu Gast bei Brahms«

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger im Gespräch mit Prof. Konstanze Eickhorst, Klavier

Unter dem Motto „Zu Gast bei Brahms“ stellt Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger abwechselnd Dozenten der Musikhochschule Lübeck vor. Am 31. Mai nimmt die Pianistin Konstanze Eickhorst zum Gespräch auf dem weißen Sessel Platz. Anschließend wird sie das Publikum mit ihrem Lieblingsstück überraschen.

Für Konstanze Eickhorst begann die internationale Konzerttätigkeit nach dem Gewinn der Wettbewerbe "Clara Haskil" und "Geza Anda" sowie vorderen Platzierungen beim Bach-Wettbewerb in Toronto und beim "Concours Reine Elisabeth" in Brüssel. Die Pianistin wird als Solistin und Kammermusikerin in die Musikmetropolen der Welt eingeladen, gastiert unter anderem bei den Salzburger Festspielen, den Luzerner Festspielen und spielt mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Toronto Symphony oder dem Royal Philharmonic Orchestra London. Seit vielen Jahren ist Konstanze Eickhorst Mitglied des Linos-Ensemble, das in Besetzungen von Duo bis Septett ein breites Repertoire pflegt. Cpo, Capriccio, Genuin und weitere CD-Lables produzieren mit Konstanze Eickhorst.

Sie studierte bei Karl-Heinz Kämmerling und Vlado Perlemuter. Als 28-jährige zur Professorin in Hannover ernannt, folgte sie einige Jahre darauf einem Ruf an die Musikhochschule Lübeck. Konstanze Eickhorst leitet Meisterkurse für Solisten und Ensembles und wird als Jurorin zu internationalen Wettbewerben eingeladen. Seit mehreren Jahren führt sie den Juryvorsitz des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen und arbeitet im künstlerischen Ausschuss.

Eintritt frei


Ivo Ruf, Klarinette

Samstag 17.6.2017, 15 Uhr

Musik im Museum

Studierende des Instituts für schulbegleitende Musikausbildung

Werke von Chopin, Fauré, Patterson, Rota, Olah und Zgarja

Eva Gasparyan Flöte  (Klasse Prof. Angela Firkins)
Ivo Ruf Klarinette (Klasse Prof. Reiner Wehle)
Swantje Wittenhagen Harfe (Klasse Prof. Gesine Dreyer)
Chiara Rubino Klavier (Klasse Prof. Konstanze Eickhorst).

Stefan Weymar M.A. Moderation

Am 17. Juni 2017 werden erstmals Studierende des Instituts für schulbegleitende Musikausbildung (kurz: ISMA) im Rahmen der Konzertreihe „Musik im Museum“ im Hansen-Saal der Villa Brahms auftreten und ihr Können dem Publikum präsentieren.

Das ISMA bietet herausragend begabten, jugendlichen Instrumentalisten und Sängern, die eine allgemeinbildende Schule besuchen, Unterricht bei Professoren und Dozenten der MHL. Schon zu Gründungstagen der Hochschule wurde die "Vorschule" ins Leben gerufen. Heute genießt das ISMA einen hervorragenden Ruf in Schleswig-Holstein und weit über die Landesgrenzen hinaus. Regelmäßig werden seine Studierenden beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" ausgezeichnet, ebenso bei internationalen Jugendwettbewerben.

Bei den diesjährigen Landeswettbewerben „Jugend musiziert“ in Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin haben sich zwölf Solisten und Ensembles mit Jungstudierenden des ISMA für die nächste Runde qualifiziert. Sie werden in der ersten Juniwoche am Bundeswettbewerb in Paderborn teilnehmen. Erste Preise in den Solowertungen erspielten sich u.a. die junge Pianistin Chiara Martina Rubino und die Harfenistin Swantje Wittenhagen.

Namhafte Künstlerpersönlichkeiten sind aus dem ISMA hervorgegangen; sie konzertieren weltweit, sind als Professoren tätig oder bekleiden Solopositionen in bedeutenden Orchestern. Stellvertretend seien Christian Tetzlaff, David Garrett, Natalia Prischepenko, Daishin Kashimoto, Claudio Bohorquez, Matthias Höfs, Heime Müller und Sebastian Manz genannt.

Programm:

Nino Rota (1911–1979) 
Sonata per Flauto e Harpa
Allegro molto moderato
Andante sostenuto
Allegro Festoso

Tiberiu Olah (1928–2002)
Sonate für Klarinette solo (1963)

Frédéric Chopin (1810–1849) 
Nocturne op. 27, Nr.2 in Des-Dur

Paul Patterson (*1947)
Aus: Spiders IV Tarantula

Krystof Zgraja (*1950)
Flamenco Studie Nr.1

Frédéric Chopin (1810–1849) 
Ballade op. 23 Nr.1 in g-moll

Gabriel Fauré (1845-1924) 
Pavane Fis-Dur op. 50
Version für Flöte, Klarinette und Harfe

Eintritt 8 / 5 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, Tel. 0451- 70 23 20 Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn


„Die Freiheit führt das Volk“

Freitag 30.6.2017, 18 Uhr

Ausstellungseröffnung

»Konfrontationen – Johannes Brahms und Frankreich«

In einer Zeit voller Spannungen in den deutsch-französischen Beziehungen manifestierte sich die Vorstellung von Johannes Brahms als spezifisch „deutschem Komponisten“. Sein „Triumphlied“ von 1871 verherrlich zwar den „Sieg der deutschen Waffen“ über Frankreich, Brahms aber als Antipoden der französischen Musik zu stilisieren, wäre zu kurz gegriffen.

Sein Interesse an Frankreich zeigt sich in seinen Französisch-Studien sowie in seiner Bibliothek, zu der auch ein Berlioz-Autograf gehörte. Zudem stand er in Kontakt mit Komponisten wie César Franck und Charles-Marie Widor, die ihm handschriftlich Werke widmeten.

Die neue Ausstellung des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck beleuchtet erstmals eindrucksvoll die Wechselbeziehungen zwischen Johannes Brahms und Frankreich.

In Kooperation mit der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Programm der Ausstellungseröffnung:

Prof. Rico Gubler
Präsident der Musikhochschule Lübeck
Begrüßung

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger
Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck
Begrüßung

Prof. Dr. Anselm Gerhard (Bern)
Festvortrag: „Herbstnebel“, „Nieselregen“ und „dieser schreckliche Walzer“ im 4/4 Takt.  Brahms und seine französischen Kollegen

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar M.A.
Einführung in die Ausstellung

Musik mit Dozierenden und Studierenden der MHL

Anschließend Ausstellungsbesuch und Empfang

Eintritt frei


„Die Freiheit führt das Volk“

Samstag 1.7.2017, 10 bis 16 Uhr

Symposium im Museum Behnhaus Drägerhaus

»Konfrontationen – Musik im Spannungsfeld des deutsch-französischen Verhältnisses 1871–1918«

Zum Ravel-Schwerpunkt des diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festivals nimmt das Symposium das deutsch-französische Verhältnis unter die Lupe: aus der Perspektive der Musik. Auch in Konstellationen fundamentaler politischer Ablehnung zwischen den „Erbfeinden“ gab es einen interkulturellen Austausch. Ausgangspunkt ist Johannes Brahms, dessen Rezeption in Frankreich bislang kaum thematisiert wurde. Das grassierende Wagner-Fieber in Frankreich hat zum „Wagnérisme“ geführt. Doch wie passen das deutsche Gesamtkunstwerk mit französischer Raffinesse und „Clarté“ zusammen? Und: Wurde Maurice Ravel in Deutschland überhaupt rezipiert?

Die unterschiedlichen ästhetischen Vorstellungen spiegeln sich auch in unterschiedlichen Klangidealen wieder; dem jeweils spezifischen Orchester- und Ensembleklang ist das Symposium ebenfalls auf der Spur. Ergänzt wird dieser musikalische Blick durch einen kunsthistorischen Vergleich von französischem und deutschem Impressionismus.

Programm:

10.00 Uhr Einführung
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger (Lübeck)
10.15 Uhr Brahms und Frankreich – Aspekte einer Beziehung
Dr. Ingrid Fuchs (Wien)

10.50 Uhr „Aimez-vous Brahms?“
– zur Brahms-Rezeption in Frankreich
Dr. Nicolas Dufetel (Paris)

11.50  Uhr Le Wagnérisme en France
– zu einem Phänomen des Kulturtransfers
Prof. Dr. Manuela Schwartz (Magdeburg / Berlin)

12.25 Uhr Zum Begriff des „Impressionismus“
in der Kunst und in der Musik
Dr. Alexander Bastek (Lübeck)

Eintritt: 5 Euro (keine Ermäßigung)
Vorverkauf: www.shmf.de oder Tel: 0431/237070

»Brahms-Festival 2017«


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