Veranstaltungen in der Villa Brahms

Das Brahms-Institut freut sich, Sie zu unseren Konzertreihen, Themenabenden und Vorträgen in sein Domizil einladen zu dürfen.

Der Hansensaal bietet den stilvollen Rahmen für unsere Konzerte und Vorträge, die Johannes Brahms aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen. Ein Schwerpunkt der Vermittlung liegt dabei auf dem Dialog von Forschung und Praxis, von Wort und Musik.

Für Informationen zu Veranstaltungen, die kürzlich stattfanden, besuchen Sie bitte auch unsere Rü ckschau.

Aktuelle Termine:


Ambra Quartet, Lugano

Montag, 07.05.2018, 17 Uhr

Brahms-Festival

Standpunkte am Nachmittag – Blick in die Komponistenwerkstatt

Werke von Schubert und Brahms

Ambra Piano Quartet (Lugano)
Monica Maranelli Klavier
Elisa Spremulli Violine
Chiara Ludovisi Viola
Giacomo Cardelli Violoncello


Danang Dirhamsyah Klavier
Abigail Mc Donagh Violine
Lukas Stubenrauch Viola
Margreta Häfer Violoncello
Daniel Schliewa Tenor

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

Info

Im Rahmen des 27. Brahms-Festivals der Musikhochschule Lübeck, das unter dem Motto „Fremde“ steht, nähert sich die Reihe „Standpunkte am Nachmittag“ in moderierten kammermusikalischen Konzerten dem vielschichtigen Begriff. Im Mittelpunkt des Konzertes am 7. Mai in der Villa Brahms steht das Klavierquartett op. 26 von Johannes Brahms, dessen originale Handschrift zu den kostbarsten Schätzen des Brahms-Instituts gehört.

Das Autograf bietet faszinierende Einblicke in die Komponistenwerkstatt von Brahms: So sind vom Beginn des langsamen Satzes zwei Fassungen überliefert, die in diesem Gesprächskonzert vorgestellt werden. Aufgeführt wird das Klavierquartett von zwei Formationen, einem Quartett aus Lugano und einem Quartett aus Studierenden der MHL. Zu hören sind außerdem zwei Schubert-Lieder, die von Brahms in diesem Klavierquartett aufgegriffen worden sind.

Programm:

Franz Schubert (1797 – 1828)
Die Stadt (Heinrich Heine)
Am Meer (Heinrich Heine) aus: Schwanengesang D 957

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Klavierquartett A-Dur op. 26
- Allegro non troppo
- Poco adagio
- Scherzo: Poco allegro – Trio
- Finale: Allegro – Animato

Künstler

Das Ambra Quartett setzt sich aus vier jungen italienischen Musiker/innen zusammen, die derzeit am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano studieren: Monica Maranelli (Piano), Elisa Spremulli (Violine), Chiara Ludovisi (Viola) und Giacomo Cardelli (Violoncello).

Zusammen mit ihrer Professorin Saiko Sasaki haben sie im vergangenen Jahr das Klavierquartett op. 26 von Johannes Brahms erarbeitet. Im Rahmen der Hochschulkooperation zwischen der MHL und dem Conservatorio Lugano, die zum Ziel hat, das Klavierquartett im Kontext seiner historischen Quellen zu interpretieren, werden sie das Werk in Lübeck und Lugano präsentieren. Die Mitglieder des Ambra Quartets haben langjährige Erfahrungen im Ensemble-Spiel und haben mit einigen der anerkanntesten Orchester Italiens gearbeitet (z.B. dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchester des Teatro Regio in Turin oder den Orchestern aus Padua und dem Veneto). Auch als Solisten sind die einzelnen Musiker/innen erfolgreich und haben bedeutende nationale und internationale Preise gewonnen. Ihr Pendant auf deutscher Seite ist ein Quartett aus herausragenden Studierenden der MHL, die op. 26 bereits im vergangenen Herbst beim Besuch der italienischen Professoren-Kollegen in Lübeck präsentierten: Danang Dirhamsyah (Klavier), Abigail Mc Donagh (Violine), Lukas Stubenrauch (Viola), Margreta Häfer (Violoncello) haben das Werk unter Leitung von Prof. Heime Müller erarbeitet. Der junge Tenor Daniel Schliewa trägt mit Klavierbegleitung von Danang Dirhamsyah die Schubert-Lieder „Die Stadt“ und „Am Meer“ vor, die Brahms zu seinem Werk inspiriert haben.

Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf:
Vorverkauf: bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de

Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Viktor Soos, Klavier

Mittwoch, 09.05.2018, 17 Uhr

Brahms-Festival

Standpunkte am Nachmittag – Tschaikowsky und Brahms

Hojun Kang Klavier
Ramona Katzenberger Klarinette
Natalie Hahn Violoncello
Viktor Soos Klavier
Ada Schwengebecher Violine

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

Info

Im Rahmen des 27. Brahms-Festivals der Musikhochschule Lübeck, das unter dem Motto „Fremde“ steht, nähert sich die Reihe „Standpunkte am Nachmittag“ in moderierten kammermusikalischen Konzerten dem vielschichtigen Begriff.

Tschaikowsky und Brahms werden nur selten in einem Atemzug genannt. Und doch gibt es zwischen diesen beiden musikalischen Kontrastfiguren verblüffende Gemeinsamkeiten: Beide sind – zumindest nach westlichem Kalender – an einem 7. Mai geboren, beide waren Mozart- und Schumann-Bewunderer, beide haben ein großes Violinkonzert geschrieben, beide in D-Dur, beide im Jahr 1878. Musikalisch allerdings liegen zwischen den Komponisten Welten, so recht konnte denn auch keiner mit der Musik des anderen etwas anfangen. Brahms hat sich gar nicht zu Tschaikowsky geäußert, Tschaikowsky über die Musik von Brahms nur kritisch. Die Musik des deutschen Kollegen sei von keinem echten Gefühl durchwärmt, sie entbehre jeglicher Poesie – und es fehle vor allem eins: Melodie! Das moderierte Konzert ist den so ‚fremden‘ ästhetischen Standpunkten der beiden auf der Spur. 

Programm:

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 – 1893)
Mai – Weiße Nächte
aus: Jahreszeiten op. 37 bis

Johannes Brahms (1833 – 1997)
Klarinettentrio a-Moll op. 114
- Allegro
- Adagio
- Andantino grazioso
- Allegro

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 – 1893)
Souvenir d’un lieu cher op. 42
- Meditation
- Scherzo
- Melodie

Künstler

Die Cellistin Natalie Hahn wurde 1997 in München geboren. Ihren ersten Cellounterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren. 2013 war sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2017 studiert Natalie Hahn an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Troels Svane. Sie besuchte bisher Meisterkurse bei Prof. Wen-Sinn Yang, Prof. Alexander Gebert und Prof. Maria Kliegel und nahm an wichtigen Kammermusikkursen wie „Mit Musik-Miteinander“ teil. Auch zum 49. Deutschen Kammermusikkurs „Jugend musiziert“ erhielt sie eine Einladung. Natalie Hahn ist vierfache Bundespreisträgerin von „Jugend musiziert“, zudem wurde sie in die Stiftungsfamilie der deutschen Stiftung Musikleben aufgenommen. Ihr erstes Solokonzert mit Orchester gab sie 2009 in Italien. Mit der Aufnahme ins Bundesjugendorchester lernte sie auch weltbekannte Dirigenten wie Alexander Shelley, Patrick Lange und Sir Simon Rattle kennen. Mit dem BJO konzertiert sie in China und Rumänien, in der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin und dem Festspielhaus Baden-Baden.

Ramona Katzenberger, geb. 1996, erhielt ihren ersten Klarinettenunterricht von ihrem Vater, einem Mitglied des Staatsorchester Oldenburg. Im Oktober 2014 nahm sie ihr Studium an der Musikhochschule Lübeck auf, zunächst bei Prof. Reiner Wehle, seit 2015 bei Prof. Sabine Meyer. Seit Oktober studiert sie als Erasmusstudentin bei Prof. Johann Hindler an der Universität für Musik und darstellende Künste Wien. Ramona Katzenberger ist mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend Musiziert“ und 1. Preisträgerin des Lions-Musikpreises in Leer. Orchestererfahrungen konnte sie im Niedersächsischen Jugendsinfonieorchester, dem Kammersinfonieorchester Oldenburg und dem Landesjugendorchester Bremen sammeln. Als Solistin durfte sie bereits mit dem Schlossorchester Oldenburg und dem Kammersinfonieorchester Oldenburg auftreten. In ihrem Studium hat sie zudem bei vielen Kammermusikprojekten mitgewirkt.

Der 21-jährige Pianist Viktor Soos war ab 2014 Jungstudent an der Musikhochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Klasse von Prof. Oliver Kern. Seit zwei Jahren studiert er an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser. Meisterkurse besuchte er u.a. bei Andrzej Jasinski, Lilya Zilberstein, Jacques Rouvier, Dmitri Alexeev und Eric le Sage. Viktor Soos ist Stipendiat der Stiftung „Live Music Now“, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2015 erhielt er den 1. Preis beim internationalen Rotary Klavierwettbewerb in Essen, 2016 folgte der 2. Preis beim Tonali-Wettbewerb in Hamburg. 2017 gewann er der Yamaha Stipendienwettbewerb der YMFE in Rostock sowie den 54. Possehl-Musikpreis. Als Finalist beim Deutschen Musikwettbewerb wurde Viktor Soos in diesem Jahr zudem in die Bundesauswahl junger Künstler aufgenommen. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bisher u.a. nach Chile, Finnland, Frankreich, Italien und Tschechien. Er spielte mit Orchestern wie den Lübecker Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und der Staatskapelle Halle. Hinzu kommen Radioaufnahmen für Deutschlandradio, NDR, MDR, WDR und SWR.

Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf: bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de

Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Alvin Song, Klavier

Freitag, 11.05.2018, 17 Uhr

Brahms-Festival

Standpunkte am Nachmittag – Entdeckung des fremden Alten

Werke von Brahms

Alvin Song Klavier
Katharina Hack Klavier
Anouchka Hack Violoncello

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

Info

Im Rahmen des 27. Brahms-Festivals der Musikhochschule Lübeck, das unter dem Motto „Fremde“ steht, nähert sich die Reihe „Standpunkte am Nachmittag“ in moderierten kammermusikalischen Konzerten dem vielschichtigen Begriff.

Die Alte Musik ist dem Publikum des 19. Jahrhunderts noch vielfach ‚fremd‘, selbst Bach und Händel sind ein musikalisches Terrain, das erst allmählich entdeckt worden ist. Zu den Pionieren gehört Johannes Brahms, der sich auf vielfache Weise auf Entdeckungsreise in die fremde Welt der Alten Musik begeben hat: als Sammler, als Pianist und nicht zuletzt auch als Komponist. Das moderierte Konzert spiegelt seine Begeisterung für Bach, Händel und Gluck. 

Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Gavotte A-Dur nach Gluck
Variationen und Fuge
über ein Thema von Georg Friedrich Händel B-Dur
op. 24
Sonate für Klavier und Violoncello e-Moll op. 38
- Allegro non troppo
- Allegretto quasi Menuetto
- Allegro

Künstler

Alvin Song wurde 1996 in Jakarta, Indonesien geboren. Er erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von acht Jahren und begann ein Jahr später mit dem Besuch der Gitanada School of Music in Jakarta, wo er bei Mario Santoso und Johannes S. Nugroho studierte. Im Jahr 2013 erhielt Alvin Song ein Vollstipendium am Newington College in Sydney (Australien). Seit Oktober 2016 setzt er sein Studium bei Prof. Manfred Aust an der Musikhochschule Lübeck fort, mit einem Teilstipendium der Ad Infinitum Foundation.

2012 gewann er den ersten Preis der CDE Piano Competition und 2015 den dritten Preis der Sydney Eisteddfod International Competition. Er trat u.a. im Goethe-Institut Jakarta auf, gab einen Klavierabend an der Universitas Pelita Harapan (Jakarta) und konzertierte als Kammermusikpartner im Sydney Opera House. In der letzten Zeit gab er Konzerte bei Steinway in Hamburg und im Rahmen der Reihe „Wir in Schleswig-Holstein“ in Pinneberg und konnte beim NDR die Étude op. 42 Nr. 5 von Alexander Nikolajewitsch Skrjabin aufnehmen.

Wertvolle künstlerische Impulse erhielt Alvin Song im Rahmen von Meisterkursen bei Tristan Pfaff, Michele Campanella, Kanako Inoue, Ng Chong Lim, Adhi Jacinth, Elwin Hendrijanto, Inge Buniardi, Prof. Nina Tichman und Prof. Josef Anton Scherrer.

Die Schwestern Anouchka Hack (Cello) und Katharina Hack (Klavier) wuchsen in einer Musikerfamilie auf. Nach ihrem Vorstudium an der HfMT Köln studieren sie aktuell im Bachelor of Music bei Prof. Troels Svane und Prof. Konstanze Eickhorst an der Musikhochschule Lübeck.
Das Duo konzertierte u.a. bereits im Gasteig München, dem Konzerthaus Dortmund und der Fondation Louis Vuitton in Paris und war zu Gast beim Festival van Flandern in Gent, beim Euregio Musikfestival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. In der Saison 2017/18 sind Anouchka & Katharina Hack in den Reihen „Best of NRW“ und „Young Stars“ im Beethovenhaus Bonn zu hören.
Im vergangenen Jahr wurden sie beim International Music Festival Buxtehude mit dem Young Artist Award ausgezeichnet und gewannen den zweiten Preis des 54. Possehl-Wettbewerbs. Neben ihrer Duo-Tätigkeit konzertieren beide auch als Solistinnen mit Orchestern, unter anderem mit den Dortmunder Philharmonikern, der Norddeutschen Philharmonie Rostock und der Französischen Kammerphilharmonie. Anouchka Hack ist seit 2018 Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und spielt als Preisträgerin des Deutschen Musikinstrumentenfonds ein Cello von Bartolomeo Tassini, Venedig um 1750.

Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf:
Vorverkauf: bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de

Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Die Villa Brahms verfügt über eine rollstuhlgerechte Ausstattung.