Veranstaltungen in der Villa Brahms

Das Brahms-Institut freut sich, Sie zu unseren Konzertreihen, Themenabenden und Vorträgen in sein Domizil einladen zu dürfen.

Der Hansensaal bietet den stilvollen Rahmen für unsere Konzerte und Vorträge, die Johannes Brahms aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen. Ein Schwerpunkt der Vermittlung liegt dabei auf dem Dialog von Forschung und Praxis, von Wort und Musik.

Für Informationen zu Veranstaltungen, die kürzlich stattfanden, besuchen Sie bitte auch unsere Rückschau.

Aktuelle Termine:


Violetta Khachikyan, Klavier

Samstag 27.01.2017, 15 Uhr

Musik im Museum

Humoresken und Romanzen

Präsentation der neuen CD mit Werken von Schumann und Kirchner

Violetta Khachikyan Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

Info

Unter dem Titel ,,Humoresken und Romanzen“ präsentieren das Brahms-Institut und die russische Pianistin und MHL-Dozentin Violetta Khachikyan eine reizvolle Gegenüberstellung von Werken der beiden Komponisten Schumann und Kirchner, deren Erstdrucke zur wertvollen Sammlung des Brahms-Instituts gehören. Die gleichnamige, im Dezember erschienene CD stellt das Ergebnis einer engen Verbindung von künstlerischer Praxis und musikwissenschaftlicher Arbeit dar. Dabei werden nicht nur bedeutende romantische Charakterstücke Schumanns in den Blick genommen, sondern mit Kirchners Stücken ein bisher wenig bekannter Schatz gehoben.

Im Rahmen der Reihe „Musik im Museum“ spielt Violetta Khachikyan Werke der neuen CD live im historischen Hansensaal der Villa Brahms. Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger beleuchtet in seiner Moderation die Hintergründe der Werkauswahl und gibt Einblick in die zahlreichen Berührungspunkte im Leben der beiden Komponisten Robert Schumann und Theodor Fürchtegott Kirchner.

Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der Villa Brahms dazu ein, sich bei Kaffee und Kuchen auf das Konzert einzustimmen. Die aktuelle Ausstellung „Beziehungszauber“, die parallel zur Veranstaltung geöffnet ist, stellt Johannes Brahms anhand bedeutender Exponate aus der Lübecker Sammlung in seinen vielfältigen Beziehungen zu Freunden und Kollegen aus dem unmittelbaren Umfeld vor.

Violetta Khachikyan

Die vielseitige Konzertpianistin und gefeierte Kammermusikpartnerin Violetta Khachikyan wurde in Krasnodar (Südrussland) geboren und erhielt mit sechs Jahren ihren ersten Klavierunterricht. Sie studierte unter anderem am renommierten staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt

Petersburger (Abschluss mit Auszeichnung) und an der Musikhochschule Lübeck (MHL) in der Klasse von Prof. Konstanze Eickhorst, wo sie das Konzertexamen und das Kammermusik-Masterstudium mit Bravour absolvierte.

Violetta Khachikyan ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe, unter anderem Gewinnerin des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen, des George-Enescu-Musikwettbewerbs Bukarest, des Maj-Lind-Wettbewerbs Helsinki, des Scottish-International-Piano-Wettbewerbs Glasgow und des Paderewski-International-Piano-Wettbewerbs. 2012 gewann sie den Possehl-Musikpreis Lübeck, wodurch sie Gelegenheit erhielt, mit dem NDR und Deutschlandradio Kultur zusammenzuarbeiten. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie von Willem Brons, Wladimir Tropp, Dmitri Baschkirow, Karl-Heinz Kämmerling, Pawel Gililow, Paul Badura-Skoda und Leon Fleisher.

2007 legte Violetta Khachikyan ihre erste Solo-CD im Rahmen eines Stipendiums des Lion Clubs Deutschland vor. Es folgte eine Einspielung mit Werken von Rachmaninow, Schumann, Scarlatti und Hiller. Sie konzertiert regelmäßig in Europa, Japan und Brasilien und arbeitete unter anderem mit dem BBC-Scottish-Symphony-Orchestra, den Helsinki-Philharmonics, den Bremer Philharmonikern und dem Akademischen Symphonischen Orchester Sankt Petersburg zusammen. Zahlreiche Konzertauftritte führten sie zum Beethovenfest Bonn, zum Aarhus-International-Piano-Festival, zum Komitas-Festival Berlin, zum Weseler Klaviersommer und zum Brahms-Festival Lübeck. Als Kammermusikpartnerin tritt sie regelmäßig mit jungen Ensembles im Konzerthaus Berlin und in der Berliner Philharmonie auf.

Violetta Khachikyan unterrichtet als Lehrbeauftragte an der MHL und der UdK Berlin.

Eintritt 8 / 5 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf:
Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel)
Königstr. 67 a | 23552 Lübeck | Tel. 0451- 70 23 20
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn


Hermann Fabian Valdez Fregoso, Klavier

Samstag 10.02.2017, 15 Uhr

Musik im Museum

Carnaval und andere Masken

Werke von Schumann und Schostakowitsch

Anouchka Hack Violoncello
Katharina Hack Klavier
Hermann Fabian Valdez Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

Info

Zum Faschings-Wochenende entführt das Brahms-Institut die Besucher auf einen romantischen Maskenball: den „Carnaval“ von Robert Schumann. In dieser Maskerade für Klavier treten die unterschiedlichsten Gestalten auf, Figuren etwa aus der italienischen Commedia dell’arte: Pierrot und Arlequin, und dann auch: Pantalon und Colombine, und rhythmisch besonders kapriziös ist der Auftritt von Coquett. Auch die beiden Seelen von Schumann huschen an uns vorüber: der träumerische-melancholische Eusebius und als unmittelbarer Kontrast der leidenschaftliche Florestan.

Eine Maskerade ganz anderer Art bietet dann die Cellosonate op. 40 von Dmitri Schostakowitsch, eine Musik voller Ironie, Witz und im Finale sogar mit Sarkasmus.

Zu hören sind das Duo Anouchka Hack (Cello) und Katharina Hack (Klavier), 2. Preisträger des aktuellen Possehl Musikpreises sowie der Pianist Hermann Fabian Valdez Fregoso aus der Klasse von Prof. Konrad Elser. Das Konzert wird moderiert von Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger.

Die Villa Brahms öffnet bereits ab 14 Uhr ihre Türen und lädt dazu ein, sich mit einem Besuch der aktuellen Ausstellung „Beziehungszauber“ auf das Konzert einzustimmen. Die Schau mit eindrucksvollen Schätzen aus der Lübecker Brahms-Sammlung beleuchtet die zahlreichen freundschaftlichen und kollegialen Beziehungen von Johannes Brahms. Im Wintergarten des klassizistischen Sommerhauses lassen sich Kaffee und selbstgebackene Kuchen genießen.

Das Programm

Robert Schumann (1810-1856)
Carnaval, op. 9

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Sonate d-moll für Violoncello und Klavier, op. 40
Improvisation für Cello und Klavier

Anouchka und Katharina Hack

Die Schwestern Anouchka Hack (Cello) und Katharina Hack (Klavier) wuchsen in einer Musikerfamilie auf. Nach ihrem Vorstudium an der HfMT Köln studieren sie aktuell im Bachelor of Music bei Prof. Troels Svane und Prof. Konstanze Eickhorst an der Musikhochschule Lübeck.

Das Duo konzertierte u.a. bereits im Gasteig München, dem Konzerthaus Dortmund und der Fondation Louis Vuitton in Paris und war zu Gast beim Festival van Flandern in Gent, beim Euregio Musikfestival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. In der Saison 2017/18 sind Anouchka & Katharina Hack in den Reihen „Best of NRW“ und „Young Stars“ im Beethovenhaus Bonn zu hören.

Im vergangenen Jahr wurden sie beim International Music Festival Buxtehude mit dem Young Artist Award ausgezeichnet und gewannen den zweiten Preis des 54. Possehl-Wettbewerbs. Neben ihrer Duo-Tätigkeit konzertieren beide auch als Solistinnen mit Orchestern, unter anderem mit den Dortmunder Philharmonikern, der Norddeutschen Philharmonie Rostock und der Französischen Kammerphilharmonie. 2017 wurde Anouchka Hack als eine von sechs Cellisten für Gautier Capuçons „Classe d'Excellence de Violoncelle“ in Paris ausgewählt.

Hermann Fabian Valdez Fregoso

Nach einem Bachelor-Studium an der Hochschule für Musik des Nationalen Instituts für Bildende Künste in Mexiko Stadt und einer Zwischenstation an der Akademie Musikeon in Valencia, studiert Hermann Fabian Valdez Fregoso seit 2014 an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser im Hauptfach Klavier.

Zu seinen weiteren Lehrern gehören Fernando García Torres und in der Kammermusik Inge-Susann Römhild und Ana María Tradatti. An zahlreichen Meisterkursen mit renommierten internationalen Pianist/innen hat er teilgenommen. Hermann Valdez wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Preis des Nationalen Klavierwettbewerbs in Mexiko Stadt (2012) für die beste Bach-Interpretation und dem zweiten Preis des Nationalen Klavierwettbewerbs Monterrey (2014).

Bereits mit Anfang zwanzig trat er unter der Leitung von Charles Ketcham und Gordon Campell als Solist mit dem Orquestra Sinfónica de las Artes Sinaloa auf. Regelmäßig spielt er zudem Klavierabende, Liederabende und kammermusikalische Konzerte in großen Konzertsälen in Deutschland, Mexiko und Spanien.

Eintritt 8 / 5 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf:
Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel)
Königstr. 67 a | 23552 Lübeck | Tel. 0451- 70 23 20
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn


Die Villa Brahms verfügt über eine rollstuhlgerechte Ausstattung.