Veranstaltungen in der Villa Brahms

Das Brahms-Institut freut sich, Sie zu unseren Konzertreihen, Themenabenden und Vorträgen in sein Domizil einladen zu dürfen.

Der Hansensaal bietet den stilvollen Rahmen für unsere Konzerte und Vorträge, die Johannes Brahms aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen. Ein Schwerpunkt der Vermittlung liegt dabei auf dem Dialog von Forschung und Praxis, von Wort und Musik.

Für Informationen zu Veranstaltungen, die kürzlich stattfanden, besuchen Sie bitte auch unsere Rückschau.

Die Villa Brahms verfügt über eine rollstuhlgerechte Ausstattung.

Aktuelle Termine:


Shoko Murakami, Violine

Samstag 12.8.2017, 15 Uhr

Brahms-Café II

Werke von Bach, Brahms und Strauss

Yoko Kuwahara Klavier
Shoko Murakami Violine

Stefan Weymar M.A. Moderation

Künstler-Info

Yoko Kuwahara wurde im Jahr 1990 in Yamaguchi, Japan geboren. Sie erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von 4 Jahren. Nachdem sie das Musikgymnasium Toho besuchte, setzte sie die Ausbildung zunächst an der Musikhochschule Toho in Tokio bei Keiko Takeuchi und Ikuyo Nakamichi fort. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie durch Meisterklassen u. a. bei Jacques Rouvier, Pascal Devoyon, Diane Andersen, Evgeij Koroliov, Klaus Hellwig. Die Abschlussprüfung in Tokio bestand Yoko Kuwahara mit Auszeichnung und wurde für ein Preisträgerkonzert ausgewählt. Von 2014 bis 2016 studierte sie im Masterstudium Klaviersolo bei Frau Prof. Konstanze Eickhorst studiert an der Musikhochschule Lübeck. Als Solistin und Kammermusikerin bestreitet sie Auftritte in Japan, Belgien, Frankreich und Deutschland. Der Musikhochschule Lübeck bleibt sie treu: im Masterstudium Korrepetition bei Prof. Inge-Susann Römhild und selber als Dozentin für Klavierbegleitung.

Shoko Murakami studierte zunächst an der Toho Gakuen School of Music in Tokio bevor sie 2014 ihr Violinstudium bei Prof. Heime Müller an der Musikhochschule Lübeck aufnahm. Bei Wettbewerben in Japan und Italien wurde sie mehrfach als Preisträgerin ausgezeichnet. Shoko Murakami hat am Kammermusik-Meisterkurs des Tokio Quartet in Toyama, am MMCJ Kammermusik-Meisterkurs bei Alan Gilbert, am Meisterkurs von Prof. Daniel Gaede im Rahmen des Internationalen Kirishima Musikfestivals in Japan sowie am Internationalen Musikfestival in Cervo (Italien) bei Prof. Nora Chastain teilgenommen. 2015 gewann sie den zweiten Preis des Possehl-Musikwettbewerbs in Lübeck. Seit 2016 setzt sie ihr Studium an der MHL mit dem Konzertexamen fort.

Programm & Inhalt

»Nach Tische schlürfte er im Café Walter seinen ›Schwarzen‹, las Zeitungen, musterte durch das Pincenez die vorüberprominierende elegante Welt...«. So berichtet der Brahms-Biograph Max Kalbeck und sicher hätte sich der Komponist auch beim sommerlichen Café in der nach ihm benannten Villa Brahms ›behaglich‹ gefühlt.

Den zweiten Termin der diesjährigen Brahms-Cafés gestalten Yoko Kuwahara (Klavier) und Shoko Murakami (Violine) am 12. August 2017 u.a. mit Werken von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Richard Strauss.

Mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen lädt der schöne Garten bereits ab 14 Uhr zum Entspannen ein. Im Anschluss an das Konzert im Hansen-Saal haben Besucher*innen die Möglichkeit, an einer Führung durch die aktuelle Ausstellung „Konfrontationen – Brahms und Frankreich“ teilzunehmen.

Auszüge aus dem Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
aus: Sonata C-Dur BWV1005
Largo

Richard Strauss (1864-1949)
Sonata Es-Dur op.18 (1. Satz)

Johannes Brahms (1833-1897) 
Ungarische Tänze (Auswahl)

Eintritt: 5 / 8 Euro (keine Ermäßigung)
Vorverkauf:
Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, Tel. 0451-70 23 20
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn


Emanuel Geibel
(1815-1884)

Freitag 29.9.2017, 19 Uhr

Musik im Museum

»Zu Gast bei Brahms: Emanuel Geibel«

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger im Gespräch mit
Prof. Dr. Ulf Bästlein und Prof. Dr. Hans Wißkirchen

Lieder nach Texten von Emanuel Geibel (1815-1884)

Ulf Bästlein Gesang und Rezitation
Sascha El Mouissi Klavier

Info

Der Lübecker Dichter Emanuel Geibel (1815-1884) hat Menschen fasziniert wie kaum ein anderer Dichter seiner Zeit – auch Komponisten haben Geibel bewundert. Mit ca. 3600 Liedern ist der Lübecker Lyriker nach Heinrich Heine der am meisten vertonte deutschsprachige Dichter: noch vor Goethe! Viele dieser Geibel-Lieder sind, wie der Autor und fast sein gesamtes Werk, heute jedoch zu Unrecht in Vergessenheit geraten. 

Im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Brahms“ nehmen erstmals Gesprächspartner aus dem weiteren Umfeld der Musikhochschule Lübeck auf den weißen Sesseln in der Villa Brahms Platz: Unter der Moderation von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck, werden sich der Bariton und Germanist Prof. Dr. Ulf Bästlein und der Literaturwissenschaftler und Direktor der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck Prof. Dr. Hans Wißkirchen dem „Phänomen Geibel“ musikalisch-literarisch annähern.

Ulf Bästlein und Pianist Sascha El Mouissi präsentieren zudem Lieder nach Texten von Geibel. Viele davon sind als Welterstaufnahmen auf ihrer neuen CD „Ich blick’ in mein Herz und ich blick’ in die Welt“ erschienen. Der Abend nimmt das Publikum mit auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, warum diese Werke eines der meist geschätzten Schriftsteller seiner Zeit erst jetzt wieder ihren Weg auf das Konzertpodium finden.

Kurzbios

Prof. Dr. Ulf Bästlein

Der Bass-Bariton Ulf Bästlein studierte und promovierte zunächst in Altphilologie und Germanistik bevor ein Gesangsstudium in Freiburg aufnahm und dieses im Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss.

Er begann seine Bühnenlaufbahn am Stadttheater Heidelberg und war seitdem u.a. in Augsburg, Hannover, Lübeck und Hamburg engagiert. Ulf Bästlein ist häufiger Gast bei verschiedenen internationalen Musik-Festivals und führt Liederabende mit Charles Spencer, Michael Gees, James Tocco, Julius Drake, Axel Bauni, Detlef Kraus und Sascha El Mouissi durch. Der Schwerpunkt seiner zahlreichen CD-Aufnahmen liegt bei Text-Vertonungen u.a. von Heine, Goethe, Storm und Hebbel.

Der Bassbariton lehrte von 1993 bis 2000 an der Musikhochschule Lübeck und ist seit 2000 als Professor für Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz tätig. Dort leitet er außerdem die künstlerisch-wissenschaftlichen Doktoratsschule. In China, Russland, der Türkei und Italien finden regelmäßig Masterclasses unter seiner Leitung statt.

Im Jahr 2000 gründete er das Liedfestival „Liedkunst“ in Husum, in dessen Rahmen ihm auch die Nachwuchsförderung in besonderem Maße am Herzen liegt.

Als Autor zahlreicher Aufsätze hat er sich auch auf wissenschaftlicher Ebene mit dem Deutschen Lied im frühen 19. Jahrhundert beschäftigt.

 

Prof. Dr. Hans Wißkirchen

Hans Wißkirchen wurde 1955 in Düsseldorf geboren und studierte Germanistik und Philosophie. Von 1993 bis 2006 war er Leiter des Buddenbrookhauses und seit 2001 als Direktor der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck auch für das Günter Grass-Haus verantwortlich. Seit 2006 ist er Leitender Direktor aller Lübecker Museen und Honorarprofessor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität zu Lübeck.

Darüber hinaus ist Hans Wißkirchen Vorstandssprecher der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten in Berlin, Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, Vizepräsident der Heinrich Mann-Gesellschaft und Sprecher des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck.

Seine zahlreichen Publikationen widmen sich schwerpunktmäßig Heinrich und Thomas Mann, der Familie Mann, Günter Grass, dem deutschen Vormärz, Fragen der Literaturmuseen sowie der Wechselbeziehung von Wissenschaft und Literatur in den Epochen der Klassik und Romantik.

 

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger

Wolfgang Sandberger, Prof. Dr. phil., geboren 1961, ist Professor für Musikwissenschaft und Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck. Er studierte Violoncello bei Eckart Stahl am Konservatorium Osnabrück/Musikhochschule Hannover (Diplom 1986) sowie Musikwissenschaft, Philosophie und Geschichte in Münster und Hamburg (Magister artium) und promovierte mit einer Arbeit über Das Bach-Bild Philipp Spittas (Hannelore Greve-Preis der Joachim Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften).

Wolfgang Sandberger arbeitet auch als Autor und Moderator für verschiedene ARD-Anstalten. Darüber hinaus ist er u.a. Präsident der Göttinger Händel-Gesellschaft, Stellvertretender Vorsitzender der Musikgeschichtlichen Kommission, Vorstandsmitglied der Johannes Brahms Gesamtausgabe und Projektleiter des Brahms-Festivals an der Musikhochschule Lübeck.

Seine Forschungsgebiete sind neben Brahms und dessen Umfeld rezeptionshistorische und wissenschaftsgeschichtliche Themen. Von Wolfgang Sandberger sind zahlreiche Publikationen zur Musikgeschichte des 17. bis 21. Jahrhunderts erschienen, außerdem ist er Mitherausgeber des Jahrbuchs Göttinger Händel-Beträge

 

Sascha El Mouissi

Der Pianist Sascha El Mouissi, geboren in Frankfurt am Main, studierte Klavier an der Musikhochschule Mainz und Klavier-Vokalbegleitung an der Musikuniversitat Wien bei Charles Spencer.

Konzertreisen führten ihn bisher nach England, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Tschechien, in die Schweiz, Türkei und nach Nordafrika. Er trat u.a. im Rahmen des LondonArtsFestivals, bei der Beethoven Society of Europe, dem Arnold Schönberg Center Wien, dem Istanbul Musik Festival, den Salzburger Festspielen, an der Oper Nizza und bei den Salzburger Schlosskonzerten auf. Ferner gastierte er an renommierten Häusern wie dem Konzerthaus Wien und dem Salzburger Mozarteum.

Sascha El Mouissi konzertiert mit renommierten Sängerinnen und Sängern wie Ulf Bästlein, Wolfgang Brendel, Alice Ferrière, Rafael Fingerlos, Angelika Kirchschlager, Ildikó Raimondi, Sophie Rennert, Wolfgang Resch.  Verschiedene Rundfunk - und Fernsehaufnahmen sind u.a. für den SWR, Radio Bremen, BR und den ORF entstanden, CD-Aufnahmen für Gramola, Toccata Classics und Coviello Classics.

Neben zahlreichen anderen Preisen wurde Sascha El Mouissi zuletzt mit dem Johannes Gutenberg-Preis der Universität Mainz, dem Liedpreis des Ministeriums für Kultur des Landes Schleswig-Holstein und dem Theodor-Storm-Klavierpreis ausgezeichnet.

Eintritt frei / freie Platzwahl