Veranstaltungen in der Villa Brahms

Das Brahms-Institut freut sich, Sie zu unseren Konzertreihen, Themenabenden und Vorträgen in sein Domizil einladen zu dürfen.

Der Hansensaal bietet den stilvollen Rahmen für unsere Konzerte und Vorträge, die Johannes Brahms aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen. Ein Schwerpunkt der Vermittlung liegt dabei auf dem Dialog von Forschung und Praxis, von Wort und Musik.

Für Informationen zu Veranstaltungen, die kürzlich stattfanden, besuchen Sie bitte auch unsere Rü ckschau.

Aktuelle Termine:


Timothée Urbain Klavier

Mittwoch 19. Juni 2019 19 Uhr

Musik im Museum

Vingt regards sur l’enfant-Jésus

Werke von Olivier Messiaen   

Timothée Urbain Klavier

Dr. Fabian Bergener Einführung

Info

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck lädt am 19. Juni zu einem ganz besonderen Konzerterlebnis ein: Der 1944 von Olivier Messiaen in Paris komponierte Werkzyklus »Vingt regards sur l’enfant-Jésus« gilt als eine der wichtigsten Kompositionen des 20. Jahrhunderts für Klavier und wird zugleich als der Höhepunkt von Messiaens Kompositionen für Tasteninstrumente angesehen. Der junge Pianist Timothée Urbain hat das Werk, nach dem erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums bei Prof. Konstanze Eickhorst an der MHL, mit der Messiaen-Spezialistin Louise Bessette am Konservatorium Montréal (Kanada) erarbeitet. Er präsentiert es nun dem Lübecker Publikum in der Villa Brahms. Dr. Fabian Bergener, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Brahms-Institut, gibt eine kurze Einführung in den Klavierzyklus.

Olivier Messiaen (1908–1992) gilt als einer der originellsten französischen Komponisten seit Claude Debussy. Für ihn sind alle Klänge Farbe, was ihn zu der Entwicklung eines eigenen Tonsystems geführt hat. Auch sein monumentaler Klavierzyklus ist mit diesen farbenreichen Klängen gestaltet. Dabei handelt es sich um zwanzig musikalische Meditationen über die Geburt Christi. Mit einer etwa zweistündigen Dauer zählt das Werk auch heute noch zu den ›Achttausendern‹ der Klavierliteratur und wird nur sehr selten aufgeführt.

Kurzbio

Timothée Urbain wurde 1989 geboren. In einer Musikerfamilie aufgewachsen, nahm er seit seiner Kindheit in Paris Klavierunterricht sowie Unterricht in Schlagzeug und Komposition.

Ab 2011 studierte er an der Musikhochschule Paris Harmonie, Kontrapunkt, Fuge und Musikanalyse, sein Kompositionsstudium schloss er 2014 mit einem Master ab. Gleichzeitig war Timothée Urbain ab 2013 Student an der Musikhochschule Lyon in der Klavierklasse von Florent Boffard. Nach seinem Bachelorabschluss 2015 wechselte er als Masterstudent zu Prof. Konstanze Eickhorst an die Musikhochschule Lübeck. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 2018 arbeitete er mit Messiaen-Spezialistin Louise Bessette am Konservatorium Montréal (Kanada).

Im Sommer 2016 war Timothée Urbain Stipendiat der French-American Piano Association und Preisträger des Mackenzie Piano Competition in New-York. Im Sommer 2017 hat er den Chopin-Konzertpreis beim Theodor-Leschetizky Wettbewerb gewonnen.

Als vielseitiger Musiker spielt er gerne solistisch und mit Kammermusikpartnern in unterschiedlichen Besetzungen. Darüber hinaus begeistert ihn die Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Stile wie Jazz, Chanson oder Musiktheater. Dem Lübecker Publikum ist er daher auch bekannt als Pianist des Duos La Javanaise, das er mit dem französischen Sänger Erwan Tacher gegründet hat.

Eintritt 5 / 8 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, Tel. 0451- 70 23 20
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Freitag 5. Juli 2019 18 Uhr

Ausstellungseröffnung

»Auf Bachs Wegen wandeln« —
Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Einführung
Prof. Konrad Elser Klavier
Prof. Ulf Tischbirek Violoncello
Stefan Weymar M. A. Führung

Info

Zum Bach-Schwerpunkt des Schleswig-Holstein Musik Festivals eröffnet das Brahms-Institut an der MHL seine neue Ausstellung zu Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms, die das besondere Verhältnis von Brahms zur Musik des einstigen Thomaskantors thematisiert. Als bekennender »Bachianer« setzte Johannes Brahms sich auf vielfältige Weise mit dem Vorbild auseinander: als Pianist, Diri­gent, Bearbeiter, Forscher, Sammler und vor allem als Komponist. Von Clara Schumann erhält er 1855 den ersten Band der Bach-Gesamtausgabe: »Meinem geliebten Freunde Johannes Brahms als Anfang« – so lautet die Widmung. Bach ist von da an aus dem künstlerischen Leben von Brahms nicht mehr wegzudenken. Immer wieder begibt er sich auf Entdeckungsreise: »Brahms wandelt manchmal unbewußt auf Bach’s Wegen, in dessen Kunst er sich so tief heimisch fühlt«, so bemerkt bereits Philipp Spitta in seinem Brahms-Essay von 1892. Dieses Zitat hat den Titel der Ausstellung angeregt.Zu den wertvollen originalen Exponaten aus der Sammlung des Instituts gehören das Brahms-Autograf der Motette »Es ist das Heil uns kommen her« op. 29 Nr. 1 und die eigenhändigen Kontrapunktstudien, die er in jungen Jahren geschrieben hat.  Leihgaben aus dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ergänzen das Bild ›Bach und Brahms‹ um wichtige Mosaiksteine.

Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger eröffnet die Ausstellung und führt in die weitreichenden Aspekte dieser musikalischen Beziehung zwischen zwei großen Komponisten ein. Die MHL-Professoren Konrad Elser (Klavier) und Ulf Tischbirek (Violoncello) spielen zur Ausstellungseröffnung Werke von Bach und Brahms. Co-Kurator Stefan Weymar führt im Anschluss durch die Schau.

Programm

Begrüßung
Prof. Rico Gubler
Präsident der Musikhochschule Lübeck

Mit Brahms: »Auf Bachs Wegen wandeln«
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger
Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck

Musik von Bach und Brahms
mit Prof. Konrad Elser Klavier und Prof. Ulf Tischbirek Violoncello

Anschließend Führung durch die Ausstellung mit Stefan Weymar M.A.

Empfang

Eintritt frei.

Um Anmeldung wird gebeten ab 15. Juni unter brahms-institut@mh-luebeck.de oder Tel.: 0451/ 1505414.

Samstag 6. Juli 2019 10 Uhr

Symposium

»Bach nach Bach«

Dr. Evelyn Buyken (Köln)
Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Biba (Wien)
Prof. Dr. Friedrich Geiger (Hamburg)
Prof. Dr. Michael Heinemann (Dresden)
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger (Lübeck)

Info

Unter dem Motto »Bach nach Bach« thematisiert das SHMF-Symposium die Wirkungsgeschichte von Johann Sebastian Bach als Identifikationsfigur der Romantik.

Die Vorträge greifen vier markante Stationen aus der ereignisreichen Geschichte der Bach-Rezeption heraus: Aus ideengeschichtlicher Perspektive betrachtet Michael Heinemann (Dresden) die Rezeption der Passionen, Evelyn Buyken (Köln) beleuchtet die Berliner Bach-Tradition und Otto Biba (Wien) den »Bach-Kultus« im Wien der Brahms-Zeit. Friedrich Geiger (Hamburg) verfolgt darüber hinaus die Bach-Spuren im Jazz. Das Symposium wird in einer Kooperation zwischen dem SHMF und dem Brahms-Institut an der MHL realisiert.

Eintritt 5 €

Vorverkauf: www.shmf.de oder 0431/2370711.


Die Villa Brahms verfügt über eine rollstuhlgerechte Ausstattung.