Veranstaltungen in der Villa Brahms

Das Brahms-Institut freut sich, Sie zu unseren Konzertreihen, Themenabenden und Vorträgen in sein Domizil einladen zu dürfen.

Der Hansensaal bietet den stilvollen Rahmen für unsere Konzerte und Vorträge, die Johannes Brahms aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen. Ein Schwerpunkt der Vermittlung liegt dabei auf dem Dialog von Forschung und Praxis, von Wort und Musik.

Für Informationen zu Veranstaltungen, die kürzlich stattfanden, besuchen Sie bitte auch unsere Rü ckschau.

Aktuelle Termine:


Ulf Tischbirek (Cello)

Mittwoch 28.11.2018 | 19:00 Uhr

Musik im Museum

Cellogeschichten VIII

Werke von Schumann und Brahms

Prof. Ulf Tischbirek Violoncello
Prof. Konrad Elser Klavier

Info

Im Abendkonzert in der Villa Brahms trifft das „Instrument des Jahres“ – Violoncello – auf „Neue Bahnen“, die aktuelle Ausstellung des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck. Die MHL-Professoren Ulf Tischbirek (Violoncello) und Konrad Elser (Klavier) gestalten ein Programm mit zentralen kammermusikalischen Werken von Johannes Brahms und seinem Freund und Förderer Robert Schumann.

„Der männlich ernste Charakter des Instruments“ hatte Johannes Brahms seit seinen Hamburger Jugendtagen fasziniert, wo er selbst erfolgreich Cellounterricht nahm. Seine erste Sonate für das Violoncello, komponiert im Alter von 29 Jahren, gilt als Paradebeispiel einer romantischen Cellosonate. Die Fantasiestücke op. 73 waren von Robert Schumann zunächst als „Soiréestücke“ für Klarinette und Klavier geschrieben worden. Doch der Verleger entschied sich für den bis heute verwendeten Titel und legte der Erstausgabe die Noten für Violine oder Violoncello als Alternative bei. Die Dichterliebe op. 48 zählt zu den bedeutendsten Liederzyklen der Romantik. Konrad Elser und Ulf Tischbirek spielen Schumanns berührende Vertonung dieses Heinrich Heine-Textes in der Bearbeitung für Violoncello und Klavier.

Im Anschluss an das Konzert lädt Musikbibliothekar Stefan Weymar zur Führung durch die aktuelle Ausstellung „Neue Bahnen – Robert Schumann und Johannes Brahms“ ein, die das Verhältnis der beiden Komponisten anhand wertvoller Exponate beleuchtet.

Jährlich kürt der Landesmusikrat ein Musikinstrument zum „Instrument des Jahres“. 2018 ist es das Violoncello, das einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. Zehn „Cellogeschichten“ veranstaltet die MHL im Laufe des Themenjahres. Sie sind vom Solostück bis hin zu großen Besetzungen jeweils verschiedenen Epochen und thematischen Schwerpunkten gewidmet und stellen das Instrument in all seinen Facetten vor.

Bios

Ulf Tischbirek wurde 1955 in Düsseldorf geboren und absolvierte sein Violoncellostudium an der Hochschule für Musik in Hannover bei Prof. Klaus Storck sowie bei Prof. Radu Aldulescu (Nizza/Rom). Er war Stipendiat der "Studienstiftung des Deutschen Volkes", der 25. Bundesauswahl "Konzerte Junger Künstler« und Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Nach einem mehrjährigen Engagement als 1. Solocellist am Staatstheater Braunschweig lehrt er seit 1986 als Professor für Violoncello und Kammermusik an der Musikhochschule Lübeck. Konzerte sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen führten ihn als Solisten und Kammermusiker durch die ganze Welt. Als Lehrer von internationalen Meisterkursen sowie als Juror von Wettbewerben ist Ulf Tischbirek ebenso gefragt. Geboren in Schwäbisch Gmünd, studierte der Pianist Konrad Elser zunächst an der Musikhochschule Stuttgart u.a. bei Prof. Oleg Maisenberg, der ihm noch während des Studiums seine Assistenz übertrug. Über viele Jahre konzertierte er mit dem 'Melos-Quartett', namhaften Künstlern wie David Geringas, dem Tenor James Wagner und dem 'Trio di clarone' mit Sabine Meyer. Bei zahlreichen Wettbewerben erhielt Konrad Elser Preise und Auszeichnungen. Als leidenschaftlicher Pädagoge und Juror hat er sich einen hervorragenden Ruf erworben. Nach seiner Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Stuttgart und der Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen folgte Konrad Elser 1992 dem Ruf an die Musikhochschule Lübeck, an der er als Professor für Klavier und Kammermusik den pianistischen Nachwuchs ausbildet.

Eintritt 8 / 5 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, Tel. 0451- 70 23 20
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Iuliia Tarasova, Mezzoopran

Samstag 15.12.2018 | 15:00 Uhr

Musik im Museum

Weihnachten mit Brahms

Werke von Schumann, Brahms, Janaček u.a. sowie weihnachtliche Lesung

Rachel Behringer Lesung
Anouchka Hack Violoncello
Katharina Hack Klavier
Sten Erik Prée Horn
Iuliia Tarasova Mezzosopran

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

Info

»Weihnachten mit Brahms« gehört zu den jährlichen Highlights im Veranstaltungskalender des Brahms-Instituts. Am 15. Dezember gestalten wieder herausragende Studierenden und ehemalige Studierende der MHL einen stimmungsvollen musikalischen Adventsnachmittag in der Villa Brahms. Umrahmt werden die musikalischen Beiträge von der Schauspielerin Rachel Behringer aus dem Ensemble des Theater Lübeck, die das Publikum mit Gedichten und Erzählungen auf die Weihnachtszeit einstimmt.

Das preisgekrönte Duo Anouchka und Katharina Hack präsentiert Leos Janačeks kammermusikalische Märchenerzählung Pohadka für Violoncello und Klavier. Gemeinsam mit Sopranistin Iuliia Tarasova interpretieren sie zudem das Geistliche Wiegenlied von Johannes Brahms. Sten Erik Prée verleiht dem Adagio und Allegro op. 70 von Robert Schumann den lyrischen Klang des Horns und wie im Vorjahr sorgt Rachel Behringer mit ihrer Lesung für nachdenkliche Momente und amüsante Auflockerung an diesem Nachmittag.

Parallel zum Konzert ist die Ausstellung des Brahms-Instituts, „Neue Bahnen – Robert Schumann und Johannes Brahms“, zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Köstliche Leckereien zur Adventszeit sind die hausgebackenen Torten und Kuchen von Rosemarie Sellmann, die im Vorfeld der Veranstaltung ab 14 Uhr angeboten werden.

Bios

Rachel Behringer, geboren 1989, erwarb 2016 ihr Schauspiel-Diplom an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Während des Studiums gastierte sie bereits am Schauspiel Hannover und damit verbunden beim Heidelberger Stückemarkt. Seit der Spielzeit 2016/17 gehört Rachel Behringer fest zum Ensemble des Theater Lübeck. Ihr Debüt gab sie als Jessica in »Der Kaufmann von Venedig« (Regie: Pit Holzwarth); aktuell spielt sie u.a. die Hauptrolle (Elisabeth) in »Glaube Liebe Hoffnung« (Regie: Lilja Rupprecht). Den Monolog »Ich distanziere mich von allem (und jetzt gut' Nacht)« (Regie: Marie Bues) zeigt sie sowohl in Lübeck als auch am Theater Rampe Stuttgart und am Theaterdiscounter in Berlin.  

Katharina Hack, 1994 in Köln und Anouchka Hack, 1996 in Antwerpen geboren, wuchsen in einer Musikerfamilie auf. Nach ihrem Bachelor-Studium an der Musikhochschule Lübeck von 2014 bis 2018 bei Prof. Konstanze Eickhorst und Prof. Troels Svane, setzen sie ihre Studien aktuell in Würzburg und Berlin fort. Mit ihrer musikalischen Frische und Leidenschaft beleben sie seit einigen Jahren die Konzertbühnen, u.a. Beethovenhaus Bonn, Gasteig München, Fondation Louis Vuitton (Paris) und Konzerthaus Dortmund. Als Solistinnen und im Duo sind sie gleichermaßen versiert, spielen die großen Standardwerke des Cello- bzw. Klavier-Repertoires, widmen sich aber auch unbekannteren Stücken und der freien Improvisation. Sie werden als Stipendiatinnen der Deutschen Stiftung Musikleben, des Richard- Wagner-Verbandes und der Artur und Lieselotte Dumcke-Stiftung gefördert. Anouchka Hack spielt als Preisträgerin des Deutschen Musikinstrumentenfonds ein Violoncello von Bartolomeo Tassini, Venedig 1769.

Sten Erik Prée, geboren 2000, erhielt seinen ersten Hornunterricht mit 8 Jahren. Nach dem Abitur am Musikgymnasium Stuttgart und einem Jungstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart wechselte er zum Wintersemester 2017/18 zu Prof. Christoph Eß an die Musikhochschule Lübeck. Sten Erik Prée ist unter anderem mehrfacher (erster) Bundespreisträger von Jugend musiziert und Sonderpreisträger des 4. Positively Brass Wettbewerbs. Er ist zudem Stipendiat der Bertold-Hummel-Stiftung sowie der Live Music Now-Stiftungen Hamburg und Lübeck.

Die 1988 in Kiew geborene Mezzosopranistin Iuliia Tarasova absolvierte mit Auszeichnung ihre Studien an der Musikfachschule Glier in ihrer Heimatstadt und an der nationalen Musikakademie Peter Tschaikowski in Kiew. Von 2015 bis 2017 studierte sie zusätzlich Bühnengesang an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und setzt ihr Studium aktuell an der Musikhochschule Lübeck fort. Iuliia Tarasova trat bereits als Gast am Theater Vorpommern und am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin auf. Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes, der Ad Infinitum Stiftung, der Yehudi Menuhin Stiftung »Live music now« und des Greek opera studios. Seit 2018 ist sie zudem Mitglied des Internationalen Opernelitestudios am Theater Lübeck.

Eintritt 10 / 8 Euro (keine Ermäßigung)

Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, Tel. 0451- 70 23 20
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Die Villa Brahms verfügt über eine rollstuhlgerechte Ausstattung.