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Nutzungshinweise für die Handhabung
der BBV-Datenbank
Das BBV ist eine Datenbank mit über 10.900 Regesten.
Dem Nutzer bietet sich die Möglichkeit, diese Datenbank
nach Verfassern, Empfängern, Orten, Zeiträumen
oder per Volltextsuche abzufragen, und so nach einzelnen
Schriftstücken oder Korrespondenzen zu recherchieren.
"Volltextsuche" meint hier jedoch nicht den Zugriff
auf vollständige Brieftexte. Da es sich um ein Verzeichnis
und nicht um eine digitale Brief-Edition handelt, können
über das BBV lediglich die Incipits, also die Briefanfänge
der verzeichneten Schreiben recherchiert werden. Darüber
hinaus bietet die Volltextsuche die Möglichkeit, Bibliotheksbestände,
Standorte und Signaturen abzufragen. Durch die chronologische
Ordnung des Verzeichnisses erscheinen Briefe und Gegenbriefe
aufeinander folgend. So ist es leicht möglich, jene
Teile der Korrespondenz zu ermitteln, die in bisherigen
Briefausgaben nicht erschienen sind.
Jeder Brief ist durch einem Datensatz verzeichnet, der neben
dem Schreiber und Empfänger auch den Ort, das Datum
sowie das Incipit umfasst. Darüber hinaus werden Angaben
zur Veröffentlichung des jeweiligen Schreibens angeführt.
(Die Siglen der verwendeten Literatur sind dem Siglenverzeichnis
zu entnehmen und ebenfalls über die Volltextsuche recherchierbar.)
Weiterhin erhält der Nutzer Auskunft über die
Objektart (z. B. Brief, Korrespondenzkarte oder Telegramm)
und zum Standort der Quelle. Für den Fall, dass der
Standort der Quelle nicht ermittelt werden konnte, ist der
letzte Nachweis der Quelle, etwa in einem Auktions- oder
Antiquariatskatalog, verzeichnet.
Teile eines Datensatzes, die nicht von der Hand des Schreibers
stammen - meist die Datierung - sind durch eckige Klammern
kenntlich gemacht. Konnte dennoch eine Datierung ermittelt
werden (etwa durch Poststempel, Empfangs- oder Archivnotizen),
ist deren Herleitung durch Anmerkungen nachgewiesen. Jede
an einem Datensatz angebrachte Ergänzung, die nicht
der Originalquelle zu entnehmen ist, wird am Ende des jeweiligen
Eintrags kommentiert. Diese Kommentare sind unter der Rubrik
"Standort/Quelle" als "Anmerkungen"
angebracht.
Durch Auswahl in den Suchfeldern besteht die Möglichkeit,
Brahms' Schriftwechsel mit ausgewählten Personen, die
Korrespondenz eines Zeitraumes oder die Bestände einzelner
Bibliotheken abzufragen.
Einzelne Briefe können sowohl über das Datum als
auch über das Incipit recherchiert werden, wobei zu
beachten ist, das die Incipits grundsätzlich ohne Anrede
verzeichnet sind. Bei der Incipit-Recherche empfiehlt es
sich, zunächst ein prägnantes Wort oder eine charakteristische
Wortgruppe für die Volltextsuche zu verwenden.
Natürlich war es nicht möglich, alle Briefe im
Original zu sichten, was besonders im Fall der unpublizierten
Schreiben dazu geführt hat, dass die Incipits nicht
immer bekannt, oder nur fragmentarisch zu ermitteln waren.
Ist das verzeichnete Incipit nicht der Beginn eines Briefes,
oder werden Textauslassungen kenntlich gemacht, geschieht
dies durch in eckige Klammern gesetzte Auslassungspunkte:
[
].
Bei der Recherche muss die Schreibweise der Incipits exakt
der Orthographie der Quellen entsprechen, um in der Datenbank
abgerufen werden zu können. Hier kann freilich nicht
auf alle Abweichung zur heutigen Orthographie eingegangen
werden, hilfreich sind aber vielleicht folgende, häufig
anzutreffende orthografische Eigenarten, die zu berücksichtigen
sind:
- häufig folgt auf ein t ein stummes
h (z. B. "Mittheilung", "Theilnahme",
"Es thut mir leid")
- anstelle eines k oder z wird
in manchen Wörtern ein c verwendet (z.
B. "Concert", "Carlsgasse")
- auch die Verwendung von s, bzw. ss
und ß folgt nicht der modernen Rechtschreibung
- als Bindestrich wird meist das Zeichen = verwendet
- Tonartangaben werden von Brahms häufig zusammen
geschrieben (z. B. "Cmoll")
- weiterhin hat Brahms häufig Abkürzungen verwendet
- so kürzt er und mit u.,
meine, meines oder meiner
etc. mit m. und oder häufig
mit o. ab
- auch Ortsnamen können von der heutigen Schreibung
abweichen (z. B. "Carlsruhe", "Cöln"
etc.) oder abgekürzt worden sein (z. B. H.
für Hamburg, B. für Berlin oder
L. für Leipzig)
- Für den Ortszusatz bei der Datumsangabe, ist die
Schreibweise der modernen Rechtschreibung angeglichen
worden. Mögliche detaillierte Ortsangaben, wie Straßennamen
oder Namen von Hotels, sind nur über die Volltextsuche
zu ermitteln.
- Zu beachten sind auch französisierte Schreibweisen;
z. B. wird das Wort "Paket" in aller Regel "Paquet"
geschrieben.
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