Mitteilung des Instituts

Montag, 16.09.2019

Happy Birthday, Clara Schumann
Hörfunk-Tipps zum 200. Geburtstag

Am 13. September 2019 jährte sich der Geburtstag von Clara Schumann zum 200. Mal.

Aus diesem Anlass hat NDR kultur die Matinée »An einem lichten Morgen« aus dem Brahms-Festival 2019 aufgezeichnet und ausgestrahlt. Der Künstlerische Leiter Wolfgang Sandberger blickt in dem von ihm moderierten Kammerkonzert nicht auf eine Frau, die anderen den Kopf verdreht, oder auf eine achtfache Mutter, die sich auch um die Krankheit ihres Ehemanns kümmern muss. Er stellt die Komponistin Clara Schumann in den Mittelpunkt und hat ihr zu Ehren ein ganz besonderes Programm zusammengestellt. Darin verkörpert die Pianistin Konstanze Eickhorst die Jubilarin Clara, der Geiger Daniel Sepec nimmt musikalisch die Rolle von Joseph Joachim ein.

Auch in der in der SWR2 »Musikstunde« vom 9. bis 13. September widmete sich Wolfgang Sandberger der Komponistin, Pianistin und lebenslangen Brahms-Freundin: »Clara Schumann ist eine Figur für Projektionen: Vom Hollywood-Streifen ›Song of Love‹, wo Katharine Hepburn elegant am Flügel sitzt, über die kindliche Nastassja Kinski bis hin zu der emanzipierten Martina Gedeck in ›Geliebte Clara‹. Über vieles in diesen Lebensinterpretationen hätte Clara wohl wütend ihre Pianistenfäuste geballt. Die Musikstunde ist der historischen Clara Schumann auf der Spur: Wir verfolgen ihre Wunderkind-Karriere, die enge Bindung an den Vater, Friedrich Wieck, ihren verzweifelten Kampf um die Emanzipation vom Elternhaus, ihre Liebe zu Robert Schumann, das Spannungsfeld von Familie und Beruf und ihre internationale Karriere nach dem Tod ihres Mannes. Und natürlich geht es auch um ihr Verhältnis zu Johannes Brahms…«

Zum Thema »Clara Schumann in Baden Baden« ist Wolfgang Sandberger zudem im Interview mit WDR3 TonArt zu hören.

Das Brahms-Institut beherbergt einige wertvolle Schätze zu Clara Schumann, wie z.B. Fotografien, Briefe und Erstdrucke, die zuletzt Anfang des Jahres 2019 in der Ausstellung »Neue Bahnen – Schumann und Brahms« zu sehen waren.

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