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Neue Bahnen

Robert Schumann und Johannes Brahms

Für Robert Schumann ist der junge Johannes Brahms einer der »schönsten und genialsten Jünglinge«. Die Ausstellung des Brahms-Instituts beleuchtet das Verhältnis der beiden Komponisten anhand wertvoller Exponate aus der Institutssammlung. Anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann ergänzt das Brahms-Institut seine Schau um einen Schwerpunkt zu der Pianistin, Komponisten und lebenslangen Freundin von Johannes Brahms.

Im Mittelpunkt steht die enge Freundschaft von Brahms zum Ehepaar Schumann, die kompositorisch etwa in den Variationen für Klavier op. 9 zum Ausdruck kommt. Dem romantischen Habitus seines Förderers nähert Brahms sich mehrfach, wie die Ausstellung mit Fotografien und Notendrucken zeigt: in der Pose des »Melancholikus« etwa oder mit Parallelvertonungen von Eichendorff-Texten wie der berühmten Mondnacht. Schumann als kompositorisches Vorbild wird greifbar in Brahms’ vierhändiger Bearbeitung des Klavierquartetts Es-Dur op. 47. Brahms setzt sich auch als Interpret intensiv für Schumanns Klavierwerk ein, wie zahlreiche Programmzettel dokumentieren.

Besondere Aufmerksamkeit gilt schließlich der »Kinderwelt« des 19. Jahrhunderts. Für die Titelblatt-Illustration der pädagogischen Sammlungen Clavierstücke für die Jugend op. 68 und des Lieder-Albums für die Jugend op. 79 konnte Schumann den renommierten roman­tischen Ma­ler und Zeichner Ludwig Richter gewinnen. Mit Brahms’ Volks-Kinderliedern schließt sich der Kreis: Sie sind den »Kindern Robert u. Clara Schumann’s gewidmet«.

Impressionen
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