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Rückschau

Vergangene Veranstaltungen im Brahms-Institut

Haben Sie eine Veranstaltung verpasst? Möchten Sie gern noch einmal nachsehen, wer mitgewirkt hat? Kein Problem! Hier finden Sie die vergangenen Veranstaltungen und alle Informationen in rückläufiger Reihenfolge.

Jakob Linowitzki, Klavier
© Künstler
Samstag, 19.10.2019 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Bach und Brahms

Info

»Ich bin Bachianer«, so Johannes Brahms ganz selbstbewusst. Am 19. Oktober sind in der Reihe »Musik im Museum« Klavierwerke von Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms zu hören – passend zur aktuellen Ausstellung des Brahms-Instituts, die Brahms‘ vielfältiger Auseinandersetzung mit dem bewunderten Vorbild gewidmet ist.

Jakob Linowitzki studiert Klavier bei Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck und spielt mit der Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903 eines der bekanntesten und erlesensten Solostücke, die Johann Sebastian Bach für Tasteninstrumente geschrieben hat. Das Scherzo op. 4 hingegen ist eines der frühesten Klavierwerke von Johannes Brahms und diente dem noch nicht einmal 20-jährigen Komponisten und Pianisten als ›Visitenkarte‹, mit der er bei einflussreichen Musikern vorstellig wurde. Rodolfo Focarelli, ebenfalls aus der Klasse Elser, stellt dem die Fantasien op. 116 von gegenüber, die zum Spätwerk von Johannes Brahms zählen – für Clara Schumann »eine wahre Quelle von Genuß, Alles, Poesie, Leidenschaft, Schwärmerei, Innigkeit, voll der wunderbarsten Klangeffecte«.

Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger beleuchtet in seiner Moderation die intensive musikalische Beziehung von Brahms zu Johann Sebastian Bach, der im 19. Jahrhundert zur nationalen Identifikationsfigur wurde. Im Anschluss an das Konzert bietet er eine Führung durch die Ausstellung »Auf Bachs Wegen wandeln« an. Zu den kostbarsten Exponaten gehören das Brahms-Autograf der Motette »Es ist das Heil uns kommen her« op. 29 Nr. 1 sowie eigenhändige Kontrapunktstudien des 22-jährigen Brahms aus der Sammlung des Brahms-Instituts. Wertvolle Leihgaben aus dem Bestand des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ergänzen die Schau. Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der Villa Brahms mit Kaffee und hausgemachten Kuchen zum Verweilen ein.



Programm:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903

Johannes Brahms (1833–1897)

Scherzo op. 4

Fantasien op. 116



Mitwirkende:

Rodolfo Focarelli Klavier

Jakob Linowitzki Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation



Weitere Informationen:

Rodolfo Focarelli wurde in 1992 in Rom geboren. Er begann im Alter von neun Jahren mit dem Klavierunterricht und erhielt 2011 sein Klavierdiplom am Conservatorio di Campobasso. Er gewann zahlreiche Preise sowohl als Solist als auch in Kammermusik-Ensembles. Beim Bundeswettbewerb »Jugend Musiziert« gewann er 2013 in der Kategorie »Klaviertrio« den ersten Preis. Er konzertierte unter anderem in Italien, Schottland, Schweden und Slovenien und debütierte als Solist, begleitet vom »National Company of Ucrain Symphony Orchestra«, mit einer Aufführung des Konzertes op. 23 von Tschaikowsky. Seit 2016 studiert er an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Prof. Konrad Elser und wurde dort mit dem »Possehl-Musikpreis« und dem »Kiwanis-Preis« ausgezeichnet. Im Sommer 2019 wurde er für die »Mahler-Akademie« in Bozen ausgewählt.

Jakob Linowitzki wurde 1996 in Lübeck geboren und erhielt 2003 seinen ersten Klavierunterricht an der Musikschule der Gemeinnützigen. Es folgten mehrfache Auszeichnungen beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« in verschiedenen Kammermusikformationen und als Solist. 2015 begann er das Studium Bachelor of Music an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser. Bereits 2012 gründete er mit den Brüdern Jonathan und Lukas Schwarz das »Lübsche Trio«, das u.a. 2015 im Hauptprogramm des Schleswig-Holstein Musik Festival debütierte. Das Trio ist Stipendiat von »Live Music Now«. Jakob Linowitzki ist neben der solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit auch aktiv als Liedbegleiter und Jazz-Pianist und erhielt 2017 beim Possehl-Musikpreis in Lübeck die Auszeichnung als bester Klavierbegleiter.


»Mozart in Mannheim«: Mozart, Laura, Zofe und Kasper; Marionetten aus dem ersten Viertel des 20. Jh., Nachlass Xaver Schichtl, TheaterFigurenMuseum Lübeck
© TheaterFigurenMuseum
Samstag, 31.08.2019 | 18:00 Uhr
Lübecker Museumsnacht
INSIDE / OUTSIDE
Programm in der Villa Brahms

Info

Zur 19. Lübecker Museumsnacht unter dem Motto »INSIDE│OUTSIDE« begibt sich das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck auf die Spur musikalischer Fälscher, begrüßt das TheaterFigurenMuseum als Gast in der Villa Brahms und gewährt Einblicke in Haus und Sammlung.

Das TheaterFigurenMuseum, das umbaubedingt keinen Zutritt zu seinen eigenen Räumlichkeiten gewähren kann, zeigt in der Villa Brahms zwei musikalische Szenen aus seinem Bestand: Marionetten der Spielerfamilie Schichtl aus der Szene Mozart in Mannheim und ein Papiertheater von Schmidt & Römer mit einer Szene aus der Oper Der Freischütz von Carl Maria von Weber. Studierende der MHL erwecken die Szenen musikalisch zum Leben. Dr. Antonia Napp, Leiterin des TheaterFigurenMuseums, und Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts, geben mit ihrer Moderation Einblicke in die musikhistorischen und theatergeschichtlichen Hintergründe zu den Szenen.

Täuschend echte Fälschungen gibt es nicht nur auf dem Gebiet der Bildenden Kunst, sondern auch in der Musik. Auch hier haben sich Experten, Musiker und Zuhörer schon mehrfach mittels skandalöser Fake-Kompositionen hinters Licht führen lassen. Prof. Dr. Wolfgang Sandberger beleuchte spannende Fälle, die sich kein Krimi-Autor hätte besser ausdenken können. Hildegard Niebuhr Violine und Polina Charnetskaia Klavier spielen drei gekonnte Fälschungen, bei denen die Zuhörer sich selber austesten können: Hätten Sie den Betrug gemerkt?

Kurzführungen durch die aktuelle Ausstellung »Auf Bachs Wegen wandeln – Bach und Brahms« mit Co-Kurator Stefan Weymar sowie durch die klassizistische Villa Brahms mit Dr. Fabian Bergener bieten Einblicke in Sammlung, Arbeit und Geschichte des Brahms-Instituts und runden den Abend ab.

Mit Catering aus dem Hause Rosemarie Sellmann ist auch für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher gesorgt. Bei schönem Wetter lädt der herrschaftliche Eschenburg-Park zum Verweilen ein, bei Regen ist der Wintergarten der Villa Brahms eine stilvolle Ausweichmöglichkeit. Die Konzerte finden wetterunabhängig im historischen Hansen-Saal statt.



Programm:

18:00 Kurzführung Villa Brahms mit Dr. Fabian Bergener

18:30 Kurzführung Ausstellung mit Stefan Weymar


19:00 »TheaterFigurenMusik«

Carl Maria von Weber: Agathe-Arien aus Der Freischütz mit Anastasia Lakka-Boni Sopran

Wolfgang Amadeus Mozart: »Du sollst mir fest vertrauen« aus La Clemenza di Tito mit dem Trio Klarisono (Sophie Kockler, Lina Kukulina und Ugne Varanauskaite Klarinette)

Dr. Antonia Napp und Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

19:30 Kurzführung Villa Brahms mit Dr. Fabian Bergener


20:00 »Verhör(t) – Fälschungen in der klassischen Musik«

Fritz Kreisler: Sicilienne et Rigaudon im Stile von Francois Francoeur

Joseph Haydn [recte: Winfried Michel]: Klaviersonate e-Moll, 1. Satz

Feruccio Busoni: Bagatellen für Violine und Klavier op. 28, Nr. 1: Aus der Zopfzeit, Nr. 3: Wiener Tanzweise

mit Hildegard Niebuhr Violine und Polina Charnetskaia Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

20:30 Kurzführung Ausstellung mit Stefan Weymar


21:00 »TheaterFigurenMusik« (Wiederholung des Programms von 19 Uhr)

21:30 Kurzführungen Villa Brahms / Ausstellung mit Dr. Fabian Bergener und Stefan Weymar


22:00 »Verhör(t) – Fälschungen in der klassischen Musik« (Wiederholung des Programms von 20 Uhr)




Mitwirkende:

Anastasia Lakka-Boni Sopran

Hildegard Niebuhr Violine

Trio Klarisono: Sophie Kockler, Lina Kukulina und Ugne Vanauskaite Klarinette

Polina Charnetskaia Klavier

Dr. Antonia Napp und Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation

Dr. Fabian Bergener und Stefan Weymar Führungen




Weitere Informationen:

Polina Charnetskaia erhielt ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie mit sechs Jahren. 2007 setzte sie ihr Studium am Chopin Musikcollege und später an der Gnessin Akademie in Moskau bei Vera Nossina fort. Von 2015 bis 2018 studierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Scherbakov und derzeit im Master-Studiengang an der Musikhochschule Lübeck bei Frau Prof. Eickhorst. Polina Charnetskaia ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, u. a. 1. Preis beim Duttweiler-Hug Wettbewerb (Schweiz), 2. Preis beim Wettbewerb für Zeitgenössische Musik Interpretation (Schweiz) und Grand-Prix bei Music without limits (Litauen). Als Solistin hat Polina mit diversen Orchester gespielt, so z.B. Hungarian National Philharmonic Orchestra (Ungarn), Salonorchester St. Moritz (Schweiz), Philharmonisches Orchester Wolgograd (Russland), Karlsbader Symphonieorchester (Tschechien). Im Rahmen zahlreicher Kammermusik-Festivals konnte sie Erfahrungen im Klavier-Trio, Quartett und in verschiedenen Duo-Formationen sammeln.

Für Sophie Kockler, geboren 1997, war die Musik von klein auf ein großer Bestandteil ihres Lebens. Im Alter von 8 Jahren erhielt sie ihren ersten Klarinettenunterricht. Sie nahm an mehreren Wettbewerben teil und konzertierte mit unterschiedlichen Orchestern und Ensembles weltweit. Nach dem Abitur begann sie 2016 mit ihrem Klarinettenstudium an der Musikhochschule Lübeck bei Professor Reiner Wehle. Als ehemaliges Mitglied des Landes-Jugend-Symphonie-Orchester Saar sammelte sie dort schon früh ihre ersten Orchestererfahrungen. 2017 gründete sie mit zwei weiteren Musikern das Trio drei.klaenge, welches in den verschiedensten Musikstilen zu Hause ist. Bereits 2012 stand sie als Dirigentin dem Schülerorchester des Musikvereins Dillingen-Pachten vor, das sie bis zur Aufnahme ihres Studiums leitete. Aktuell ist sie zudem Dozentin an der Musikschule Lübeck.

Lina Kukulina wurde in Smolensk / Russland geboren. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und bekam 2011 die Prämie des russischen Präsidenten für begabte Jugendliche. Im demselben Jahr setzte sie ihre musikalische Ausbildung am Carl Philipp Emanuel Bach Musikgymnasium in Berlin für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche fort. Im Jahr 2014 wurde sie in die Internationale Musikakademie zur Förderung Hochbegabter in Deutschland aufgenommen. 2015 gewann sie den 2. Preis bei dem Bundeswettbewerb Jugend Musiziert. Lina Kukulina hat in vielen Orchesterprojekten mitgespielt, wie z.B. mit der Jungen Philharmonie Brandenburg, dem Jungen Sinfonieorchester Berlin, der Jungen Norddeutschen Philharmonie und bei den Eutiner Festspielen sowie 2017 als Solistin mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt. Seit 2016 studiert sie an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Sabine Meyer.

Hildegard Niebuhr, geboren 1991 in Leipzig, ist Mitglied der 1. Violinen im Mahler Chamber Orchestra. Sie studierte bei Anne-Kathrin Lindig in Weimar und in Lübeck bei Thomas Brandis, seit 2015 ist sie in der Klasse von Daniel Sepec an der Musikhochschule Lübeck. Nachdem Hildegard Niebuhr drei Jahre im Gustav Mahler Jugendorchester als Konzertmeisterin gespielt hat, war sie ab 2017 Akademistin im Deutschen Sinfonieorchester Berlin, von welchem sie nun regelmäßig als Aushilfe eingeladen wird, sowie von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem MDR Leipzig und anderen.

Ugnė Varanauskaitė ist eine 22-jährige Klarinettistin aus Litauen. Schon während ihrer Schulzeit hat sie erfolgreich an verschiedenen internationalen Solo- und Kammermusikwettbewerbe in Litauen und Lettland teilgenommen. Sie sammelte Erfahrungen mit angesehenen Klarinettisten wie Prof. Charles Neidich, Prof. Laura Ruiz Ferreres, Prof. Stephanie Zelnick, Prof. Hakan Rosengren, Prof. Ralph Manno und Prof. Sabine Meyer. Außerdem trat sie als Solistin auf internationalen Festivals für junge Musiker und Musikerinnen mit dem Symphonieorchester der Stadt Kaunas auf. Ugnė Varanauskaitė studiert derzeit die Klarinette in der Klasse von Prof. Reiner Wehle in der Musikhochschule Lübeck. Seit 2017 ist sie aktiv mit dem Ensembles Trio Klarisono und Duo Danetri. Trio Klarisono wurde u.a. von der Stiftung YEHUDI MENUHIN: Live Music Now in Hamburg und Lübeck gefördert. Duo Danetri wurde mit dem Grand Prix des IMKA-Wettbewerbs ausgezeichnet und beteiligte sich an Kulturprojekten in Kooperation mit dem Haus der Kulturen in Lübeck.



Marco Antonio Cegarra Cauz, Oboe
© Künstler
Samstag, 10.08.2019 | 15:00 Uhr
Brahms-Café
Oboendivertissement

Info

Die jungen Oboisten Marco Cegarra, Britta Just und Rafael Sousa entführen uns auf eine Zeitreise von der Romantik bis in die gemäßigte Moderne. Mit Werken aus drei Jahrhunderten gestalten die (ehemaligen) Studierenden aus der Klasse von Professor Diethelm Jonas an der Musikhochschule Lübeck das zweite der sommerlichen Brahms-Cafés in der Villa Brahms. Begleitet werden sie am Klavier von Sergej Tcherepanov, Dozent für Orgel und Klavierbegleitung an der MHL.

Wie es Tradition bei den beliebten Brahms-Cafés ist, lädt bei schönem Wetter der Eschenburgpark mit Kaffee und Kuchen vor und nach dem Konzert zum Verweilen ein, bei Regen bietet der Wintergarten der Villa Brahms eine angenehme Ausweichmöglichkeit. Das Konzert findet bei jedem Wetter im stilvollen historischen Hansensaal statt.

Parallel zum Konzert ist die aktuelle Ausstellung des Brahms-Instituts »Auf Bachs Wegen wandeln« – Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms zu sehen, die die intensive musikalische Beziehung von Brahms zum bewunderten Vorbild thematisiert. Zu den kostbarsten Exponaten der Ausstellung gehören das Brahms-Autograf der Motette »Es ist das Heil uns kommen her« op. 29 Nr. 1 sowie eigenhändige Kontrapunktstudien des 22-jährigen Brahms aus der Sammlung des Brahms-Instituts. Wertvolle Leihgaben aus dem Bestand des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ergänzen die Schau.


Programm:

Johann Wenzel Kalliwoda (1801 – 1866)

Morceau de Salon G-Dur op. 228

Rafael Sousa Oboe

Sergej Tcherepanov Klavier


Heinz Holliger (*1939)

Sonate für Oboe solo

I. Präludium

II. Capriccio

Marco Cegarra Oboe

III. Aria

IV. Finale

Rafael Sousa Oboe


Francis Poulenc (1899 – 1963)

Sonate für Oboe und Klavier

I. Elégie

II. Scherzo

III. Déploration

Marco Cegarra Oboe

Sergej Tcherepanov Klavier


Carlo Yvon (1798 – 1854)

Capriccio für 3 Oboen

Rafael Sousa Oboe I

Marco Cegarra Oboe II

Britta Just Oboe III


Mitwirkende:

Marco Antonio Cegarra Cauz Oboe

Britta Just Oboe

Rafael Sousa Oboe

Sergej Tcherepanov Klavier

Sarah Hodgson Moderation


Weitere Informationen:

Marco Cegarra, geboren in Venezuela, begann mit acht Jahren sein Musikstudium an der Escuela De Musica Estaban Rasquin. Als Teilnehmer von Meisterkursen erhielt er Unterricht bei Maurice Bourgue (2007 und 2010), Diethelm Jonas (2008) und David Walter (2011). Erste Orchestererfahrungen sammelte er als Mitglied des Orquesta Sinfonica del Edo Trujillo, des Orquesta Simon Bolivar »A« und des Orquesta Nacional Infantil De Venezuela unter Sir Simon Rattle und anderen Dirigenten wie Gustavo Dudamel, Diego Matheuz, David Walter und Jose Luis Cegarra. 2011 erhielt er eine Einladung zum Festival Internacional de Oboe in Caracas, zu Unterricht bei Alfredo Bernardini, Guido Ghetti, Olivier Doise und David Walter und zur Mitwirkung bei verschiedenen Konzerten. Bis 2015 studierte er bei Olivier Doise in Boulogne Billancourt (Frankreich). Seit 2016 ist er Student an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Prof. Diethelm Jonas.

Britta Just studierte von 2010 bis 2018 Oboe und Englischhorn bei Prof. Diethelm Jonas an der Musikhochschule Lübeck (Bachelor und Master). Sie ergänzte ihre Ausbildung durch Meisterkurse u. a. bei Maurice Bourgue, Nick Deutsch und Thomas Indermühle. Britta Just ist Preisträgerin der Wettbewerbe Jugend musiziert, Karel-Kunc-Duo-Wettbewerb, Concours Européen pour Jeunes Solistes sowie Lions Jugend-Musikpreis. 2013/14 war sie Mitglied der Orchesterakademie des Israel Philharmonic Orchestra in Tel Aviv, spielte dort mehrfach unter der Leitung von Zubin Mehta und erhielt Unterricht bei Dudu Carmel. Heute ist Britta Just selbstständige Musikerin und spielt u. a. als festes Mitglied bei der Hamburger Camerata sowie der Kammerphilharmonie Lübeck.

Rafael João Vieira Sousa wurde 1994 in Coimbra, Portugal geboren und erhielt mit 10 Jahren seinen ersten Oboen-Unterricht bei Prof. Francesco Samassimo. 2012 begann er sein Bachelor-Studium an der Escola Superior de Música e Artes do Espectáculo bei Prof Ricardo Lopes. Kürzlich hat er sein Master-Studium bei Prof. Diethelm Jonas an der Musikhochschule Lübeck abgeschlossen. Neben solistischen Erfolgen bei renommierten Wettbewerben wie z.B. dem internationalen Barbirolli Oboenwettbewerb auf der Isle of Man, durfte Rafael Sousa bereits viele Erfahrungen in diversen professionellen Orchestern sammeln, darunter die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Norwegian Radio Orchestra, Orquestra Sinfónica do Porto da Casa da Música und Gulbenkian Orchestra. Von 2016 bis 2018 war er festes Mitglied des Gustav Mahler-Jugendorchesters.

Sergej Tcherepanov wurde in der UdSSR geboren und absolvierte sein Studium von Klavier und Orgel am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Gleichzeitig nahm er auch an Orgel- und Cembalo-Kursen teil und wirkte in verschiedenen Ensembles für Alte Musik mit. Sein Orgelstudium setzte er auch in Deutschland fort, zunächst in Lübeck bei Prof. Martin Haselböck und später bei Prof. Wolfgang Zerer in Hamburg. Bei Orgelwettbewerben in Südafrika und Deutschland erhielt Sergej Tcherepanov besondere Auszeichnungen. Solitistische Tätigkeiten führten ihn zu Festivals und Orgelwochen in vielen europäischen Ländern. Zudem wirkt er auch als Continuo-Spieler in verschiedenen Ensembles für Alte Musik mit und konzertiert als Kammermusikpartner mit Gunar Letzbor, Diethelm Jonas, Susanne Ehrhardt und Alexander Paperny. Neben seiner Tätigkeit als Dozent für Orgel und Klavierbegleitung an der MHL ist er als Kirchenmusiker und künstlerischer Leiter der Konzertreihe und Sommerakademie an der St. Petri-Kirche in Bosau am Plöner See tätig.


Saxophon-Quartett der Musikhochschule Lübeck
© Künstler
Samstag, 13.07.2019 | 15:00 Uhr
Brahms-Café
Werke für Saxophon

Info

Zum ersten der sommerlichen Brahms-Cafés ist in diesem Jahr das »Instrument des Jahres«, das Saxophon, zu Gast in der Villa Brahms. Vier junge Studierende aus der Klasse von Prof. Rico Gubler an der Musikhochschule Lübeck gestalten als SaxQuartett den musikalischen Nachmittag. Neben der Canzona variée aus Alexander Glasunows Saxophon-Quartett in B-Dur op. 109 präsentieren sie eine stilistisch breit aufgestellte Auswahl an Arrangements quer durch die Musikgeschichte, die das Instrument in seiner ganzen Bandbreite vorstellen: Begonnen bei Bach, Mozart und Brahms führt die musikalische Reise über die vom Jazz inspirierten Three Preludes von George Gershwin hin zu Swing-Titeln, Chansons und Tangos von Astor Piazzolla.

Das Saxophon-Quartett der Lübecker Musikhochschule vereint vier leidenschaftliche junge Musiker aus vier verschiedenen Ländern: Ivan Tumanov Sopransaxophon (Ukraine), Luyu Niu Altsaxophon (China), Sonia Tcherepanov Tenorsaxophon (Deutschland) und Santa Bukovska Baritonsaxophon (Lettland). Sie alle studieren bei Professor Rico Gubler an der Musikhochschule Lübeck. Parallel zum Studium hat das SaxQuartett an verschiedenen Meisterkursen mit renommierten Musikern wie Marcus Weiss, Jean-Michel Goury, Nikita Zimin, Laurent Estopey, dem Rascher Saxophon-Quartett und vielen anderen teilgenommen. Außerdem wurden die Musiker von »Yehudi Menuhin Live Music Now« gefördert.

Bei schönem Wetter lädt der Eschenburgpark mit Kaffee und Kuchen vor und nach dem Konzert zum Verweilen ein, bei Regen bietet der Wintergarten der Villa Brahms eine angenehme Ausweichmöglichkeit. Das Konzert findet bei jedem Wetter im stilvollen historischen Hansensaal statt.


Mitwirkende:

Ivan Tumanov Sopransaxophon

Luyu Niu Altsaxophon

Sonia Tcherepanov Tenorsaxophon

Santa Bukovska Baritonsaxophon

Lea Kollath Moderation


Johann Sebastian Bach (1685–1750), Fotografie im Visitformat aus dem Nachlass von Johannes Brahms
© Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck
Samstag, 06.07.2019 | 10:00 Uhr
Symposium
Bach nach Bach
In Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival

Info

Unter dem Motto »Bach nach Bach« thematisiert das SHMF-Symposium unter Leitung von Wolfgang Sandberger die Wirkungsgeschichte von Johann Sebastian Bach als Identifikationsfigur der Romantik. Die Vorträge greifen vier markante Stationen aus der ereignisreichen Geschichte der Bach-Rezeption heraus: Aus ideengeschichtlicher Perspektive betrachtet Michael Heinemann (Dresden) die Rezeption der Passionen, Evelyn Buyken (Köln) beleuchtet die Berliner Bach-Tradition, Otto Biba (Wien) den »Bach-Kultus« in Wien und Friedrich Geiger (Hamburg) verfolgt die Bach-Spuren im Jazz. Das Symposium wird seit mehreren Jahren in Kooperation in einer Kooperation mit dem Brahms-Institut zum jeweiligen Komponistenschwerpunkt des Festivals realisiert.


Programm:

10:00 Einführung

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger (Lübeck)

10:20 Bachs Erlösung. Zur Rezeptionsgeschichte der Passionen

Prof. Dr. Michael Heinemann (Dresden)

11:00 In Stuben, Sälen und Salons oder wie Bachs Musik ins 19. Jahrhundert kam

Dr. Evelyn Buyken (Köln)

12:10 Brahms begegnet Bach in Wien

Prof. Dr. Dr. h. c. Otto Biba (Wien)

12:50 »Bach Goes To Town«. Zur Rezeption seiner Musik im Jazz

Prof. Dr. Friedrich Geiger (Hamburg)

Plakat zur Ausstellung »Auf Bachs Wegen wandeln - Bach und Brahms«
Freitag, 05.07.2019 | 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung
Auf Bachs Wegen wandeln
Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms

Info

Zum Bach-Schwerpunkt des Schleswig-Holstein Musik Festivals stellt das Brahms-Institut an der MHL seine neue Ausstellung zu Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms vor, die das besondere Verhältnis von Brahms zur Musik des Thomaskantors thematisiert. Als bekennender »Bachianer« setzte Johannes Brahms sich auf vielfältige Weise mit dem Vorbild auseinander: als Pianist, Diri­gent, Bearbeiter, Forscher und Sammler. In der Wohnung von Johannes Brahms in der Wiener Karlsgasse hing das Porträt von Bach gar über seinem Bett im Schlafzimmer. Im Streit mit den sogenannten »Neudeutschen« um Liszt und Wagner bezog er im Frühjahr 1860 Position für eine musikhistorische Tradition, die sich auf Bach beruft. Vielfältige Kompositionen, Bearbeitungen und Studien belegen für die Nachwelt die intensive Auseinandersetzung von Johannes Brahms mit dem verehrten Komponisten. Zu den kostbarsten Exponaten der Ausstellung gehören das Brahms-Autograf der Motette »Es ist das Heil uns kommen her« op. 29 Nr. 1 sowie eigenhändige Kontrapunktstudien des 22-jährigen Brahms aus der Sammlung des Brahms-Instituts. Wertvolle Leihgaben aus dem Bestand des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ergänzen die Schau.

Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger eröffnet die Ausstellung und führt in die weitreichenden Aspekte dieser musikalischen Beziehung zwischen zwei großen Komponisten ein. Die MHL-Professoren Konrad Elser (Klavier) und Ulf Tischbirek (Violoncello) spielen zur Ausstellungseröffnung Werke von Bach und Brahms. Kurator Stefan Weymar bietet im Anschluss eine Führung durch die Schau an.

Die Ausstellung ist bis zum 14. Dezember immer mittwochs und samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


Programm:

Begrüßung

Prof. Rico Gubler

Präsident der Musikhochschule Lübeck

Mit Brahms: »Auf Bachs Wegen wandeln«

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger

Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck

Musik von Bach und Brahms

mit Prof. Konrad Elser Klavier und

Prof. Ulf Tischbirek Violoncello

Anschließend Führung durch die Ausstellung mit Stefan Weymar M. A.

Empfang


Timothée Urbain, Klavier
© Künstler
Mittwoch, 19.06.2019 | 19:00 Uhr
Themen-Abend
Vingt regards sur l’enfant-Jésus
Klavierzyklus von Olivier Messiaen

Info

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck lädt am 19. Juni zu einem ganz besonderen Konzerterlebnis ein: Der 1944 von Olivier Messiaen in Paris komponierte Werkzyklus Vingt regards sur l’enfant-Jésus gilt als eine der wichtigsten Kompositionen des 20. Jahrhunderts für Klavier und wird zugleich als der Höhepunkt von Messiaens Kompositionen für Tasteninstrumente angesehen. Der junge Pianist Timothée Urbain hat das Werk, nach dem erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums bei Prof. Konstanze Eickhorst an der MHL, mit der Messiaen-Spezialistin Louise Bessette am Konservatorium Montréal (Kanada) erarbeitet. Er präsentiert es nun dem Lübecker Publikum in der Villa Brahms. Dr. Fabian Bergener, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Brahms-Institut, gibt eine kurze Einführung in den Klavierzyklus.

Olivier Messiaen (1908–1992) gilt als einer der originellsten französischen Komponisten seit Claude Debussy. Für ihn sind alle Klänge Farbe, was ihn zu der Entwicklung eines eigenen Tonsystems geführt hat. Auch sein monumentaler Klavierzyklus ist mit diesen farbenreichen Klängen gestaltet. Dabei handelt es sich um zwanzig musikalische Meditationen über die Geburt Christi. Mit einer etwa zweistündigen Dauer zählt das Werk auch heute noch zu den ›Achttausendern‹ der Klavierliteratur und wird nur sehr selten aufgeführt.


Mitwirkende:

Timothée Urbain Klavier

Dr. Fabian Bergener Einführung



Weitere Informationen:

Timothée Urbain wurde 1989 geboren. In einer Musikerfamilie aufgewachsen, nahm er seit seiner Kindheit in Paris Klavierunterricht sowie Unterricht in Schlagzeug und Komposition.

Ab 2011 studierte er an der Musikhochschule Paris Harmonie, Kontrapunkt, Fuge und Musikanalyse, sein Kompositionsstudium schloss er 2014 mit einem Master ab. Gleichzeitig war Timothée Urbain ab 2013 Student an der Musikhochschule Lyon in der Klavierklasse von Florent Boffard. Nach seinem Bachelorabschluss 2015 wechselte er als Masterstudent zu Prof. Konstanze Eickhorst an die Musikhochschule Lübeck. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 2018 arbeitete er mit Messiaen-Spezialistin Louise Bessette am Konservatorium Montréal (Kanada).

Im Sommer 2016 war Timothée Urbain Stipendiat der French-American Piano Association und Preisträger des Mackenzie Piano Competition in New-York. Im Sommer 2017 hat er den Chopin-Konzertpreis beim Theodor-Leschetizky Wettbewerb gewonnen.

Als vielseitiger Musiker spielt er gerne solistisch und mit Kammermusikpartnern in unterschiedlichen Besetzungen. Darüber hinaus begeistert ihn die Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Stile wie Jazz, Chanson oder Musiktheater. Dem Lübecker Publikum ist er daher auch bekannt als Pianist des Duos La Javanaise, das er mit dem französischen Sänger Erwan Tacher gegründet hat.


Jorma Marggraf, Klavier und Abigail McDonagh, Violine
© Künstler
Freitag, 10.05.2019 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
Einsichten am Nachmittag
Brahms III

Info

Vom 4. bis 12. Mai 2019 findet unter dem Motto »Abgründe – Lichtblicke« das 28. Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck statt. Als ein Novum des diesjährigen Festivals steht in der Villa Brahms zu allen drei moderierten Nachmittags-Konzerten ›Brahms pur‹ auf dem Programm. Zur Einstimmung in den Feierabend erklingen in der Reihe »Einsichten am Nachmittag« sämtliche Duo-Sonaten von Johannes Brahms, gespielt von herausragenden Studierenden der MHL. Es moderieren die Doktorandinnen des Brahms-Instituts Sarah Hodgson, Teresa C. Ramming und Lea Kollath.

Der norddeutsche Komponist knüpft mit dem Typus der Sonate als einer der bedeutendsten musikalischen Gattungen an Traditionen des 18. Jahrhunderts an, beschreitet gleichzeitig aber auch neue Wege. Dabei verbindet er auf den ersten Blick unvereinbare Empfindungen und Facetten miteinander: von einer manchmal fast abgründigen Melancholie bis hin zum hoffnungsvollen Lichtblick. Bereits zu Brahms’ Lebzeiten bewegte sich die Sonate im Spannungsfeld zwischen privater Intimität und der Öffentlichkeit des großen Konzertsaals, womit sie wie geschaffen für die einzigartige Atmosphäre der Villa Brahms ist.

Diese ist während des Festivals täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zu sehen gibt es die aktuelle Schau »Neue Bahnen – Schumann und Brahms«, die anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann um einen Schwerpunkt zu der Komponistin, Pianisten und lebenslangen Brahms-Freundin ergänzt wurde. An den drei Konzertnachmittagen Montag, Mittwoch und Freitag lädt zudem ab 16 Uhr der Wintergarten mit Kaffee und Kuchen zum Verweilen ein.

Die Musikhochschule Lübeck veranstaltet seit der Gründung des Brahms-Instituts 1991 jedes Frühjahr ihr weit über die Region ausstrahlendes Festival. Die Konzertprogramme entstehen in engem Austausch zwischen künstlerischer Praxis und Musikforschung unter Projektleitung von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL.


Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Violinsonate Nr. 3 d-Moll op. 108

I. Allegro
II. Adagio
III. Un poco presto e con sentimento
IV. Presto agitato
Abigail McDonagh Violine
Jorma Marggraf Klavier

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Violoncellosonate Nr. 2 F-Dur op. 99

I. Allegro vivace
II. Allegro affettuoso
III. Allegro passionato
IV. Allegro molto
Kang Hyun Lee Violoncello
Risa Kojima Klavier

Lea Kollath Moderation


Weitere Informationen:

Die Pianistin Risa Kojima wurde 1993 in Japan geboren und begann ihre Klavierausbildung im Alter von vier Jahren. Sie ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, darunter Kitamoto Piano Competition, Young Artist Piano Concours und Akira Miyoshi 7ème concours de piano. Risa Kojima studierte an der Hochschule für Musik Tokyo und besuchte Meisterkurse bei Prof. Nikita Fitenko, Prof. Abo Kuyumjian, Prof. Bernd Goetzke, Prof. Ronan O’Hora und Prof. Olivier Gardon. Ihre Konzerttätigkeit führte sie in renommierte Säle in Japan und Europa. Nach ihrem Abschluss in Japan setzte sie ihre Studien am Hamburger Konservatorium bei Gundel Deckert und Christiane Behn fort. Derzeit ist sie Master-Studentin an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konstanze Eickhorst.

Lea Kollath, 1991 in Kiel geboren, studierte »Musik vermitteln« mit dem Hauptfach Klavier an der Musikhochschule Lübeck sowie Germanistik an der Universität Hamburg. Seit Januar 2018 promoviert sie am Brahms-Institut über den jungen Johannes Brahms und die romantische Literatur. Ihr Dissertationsprojekt wird durch ein Stipendium des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) gefördert.

Kanghyun Lee begann seinen Violoncello-Unterricht im Altern von elf Jahren und gab bereits mit zwölf Jahren sein erstes Konzert mit Haydns C-Dur Konzert. Es folgten zahlreiche Auftritte in berühmten Konzertsälen wie der Carnegie Hall und der Foundation Louis Vuitton. Als ›Rising Star‹ spielte er Schostakowitschs Cello Konzert Nr. 1 mit dem Korean Symphony Orchestra. Zudem trat er als Solist unter Dirigent Michael Sanderling mit dem Tongyeong Festival Orchestra auf. Kanghyun Lee hat zahlreiche renommierte Preise und Stipendien gewonnen und Meisterkurse bei herausragenden Cellisten wie Frans Helmerson, David Geringas, Tsuyoshi Tsutsumi, David Finckel, Philippe Muller, und Gautier Capucon besucht. An der Musikhochschule Lübeck studiert er im Master-Studiengang bei Prof. Troels Svane.

Jorma Marggraf, 1998 in Dresden geboren, begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierunterricht und war von 2014-2016 Frühstudent an der Martin-Luther-Universität Halle bei Prof. Marco Antonio de Almeida. Zurzeit studiert er Klavier bei Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck. Er war sowohl solistisch als auch kammermusikalisch bei einer Vielzahl von Wettbewerben erfolgreich. Als Solist spielte er unter anderem mit der Staatskapelle Halle und den Lüneburger Sinfonikern unter Dirigenten wie Heribert Beissel und Josep Caballé-Domenech. Jorma Marggraf ist Stipendiat von Live Music Now, MusikErkennen und der Jütting-Stiftung Stendal sowie Empfänger des Deutschlandstipendiums.

Abigail McDonagh, Violine, wurde in Dublin (Irland) geboren und studiert heute an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Maria Egelhof. 2015 gab Abigail ihr Debut an der New Yorker Carnegie Hall als erste Preisträgerin der International Shining Stars Debut Series. 2017 gewann sie zweite Preise bei der VI Stockholm International Competition und bei der Great Composers Series für ihre Interpretation eines Stücks aus dem 19. Jahrhundert. Zu ihren Auszeichnungen gehören auch Preise wie der angesehene Bank of Ireland Catherine Judge Memorial Award und der Arthur Daley Memorial Prize. Abigail McDonagh ist Stipendiatin der Ad Infinitum Foundation der Musikhochschule Lübeck sowie von MusikErkennen.


Daniel Burmeister, Viola und Jakob Linowitzki, Klavier
© Künstler
Mittwoch, 08.05.2019 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
Einsichten am Nachmittag
Brahms II

Info

Vom 4. bis 12. Mai 2019 findet unter dem Motto »Abgründe – Lichtblicke« das 28. Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck statt. Als ein Novum des diesjährigen Festivals steht in der Villa Brahms zu allen drei moderierten Nachmittags-Konzerten ›Brahms pur‹ auf dem Programm. Zur Einstimmung in den Feierabend erklingen in der Reihe »Einsichten am Nachmittag« sämtliche Duo-Sonaten von Johannes Brahms, gespielt von herausragenden Studierenden der MHL. Es moderieren die Doktorandinnen des Brahms-Instituts Sarah Hodgson, Teresa C. Ramming und Lea Kollath.

Der norddeutsche Komponist knüpft mit dem Typus der Sonate als einer der bedeutendsten musikalischen Gattungen an Traditionen des 18. Jahrhunderts an, beschreitet gleichzeitig aber auch neue Wege. Dabei verbindet er auf den ersten Blick unvereinbare Empfindungen und Facetten miteinander: von einer manchmal fast abgründigen Melancholie bis hin zum hoffnungsvollen Lichtblick. Bereits zu Brahms’ Lebzeiten bewegte sich die Sonate im Spannungsfeld zwischen privater Intimität und der Öffentlichkeit des großen Konzertsaals, womit sie wie geschaffen für die einzigartige Atmosphäre der Villa Brahms ist.

Diese ist während des Festivals täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zu sehen gibt es die aktuelle Schau »Neue Bahnen – Schumann und Brahms«, die anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann um einen Schwerpunkt zu der Komponistin, Pianisten und lebenslangen Brahms-Freundin ergänzt wurde. An den drei Konzertnachmittagen Montag, Mittwoch und Freitag lädt zudem ab 16 Uhr der Wintergarten mit Kaffee und Kuchen zum Verweilen ein.

Die Musikhochschule Lübeck veranstaltet seit der Gründung des Brahms-Instituts 1991 jedes Frühjahr ihr weit über die Region ausstrahlendes Festival. Die Konzertprogramme entstehen in engem Austausch zwischen künstlerischer Praxis und Musikforschung unter Projektleitung von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL.


Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Violasonate f-Moll op. 120 Nr. 1

I. Allegro appassionato
II. Andante un poco adagio
III. Allegretto grazioso
IV. Vivace
Daniel Burmeister Viola
Jakob Linowitzki Klavier

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Violinsonate Nr. 2 A-Dur op. 100

I. Allegro amabile
II. Andante tranquillo
III. Allegretto grazioso (quasi andante)
Dorothea Schupelius Violine
Gunnar Mextorf Klavier

Teresa C. Ramming Moderation


Noelia Balaguer Sanchis, Violoncello und Petar Kostov, Klavier
© Hans-Jürgen Humbert
Montag, 06.05.2019 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
Einsichten am Nachmittag
Brahms I

Info

Vom 4. bis 12. Mai 2019 findet unter dem Motto »Abgründe – Lichtblicke« das 28. Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck statt. Als ein Novum des diesjährigen Festivals steht in der Villa Brahms zu allen drei moderierten Nachmittags-Konzerten ›Brahms pur‹ auf dem Programm. Zur Einstimmung in den Feierabend erklingen in der Reihe »Einsichten am Nachmittag« sämtliche Duo-Sonaten von Johannes Brahms, gespielt von herausragenden Studierenden der MHL. Es moderieren die Doktorandinnen des Brahms-Instituts Sarah Hodgson, Teresa C. Ramming und Lea Kollath.

Der norddeutsche Komponist knüpft mit dem Typus der Sonate als einer der bedeutendsten musikalischen Gattungen an Traditionen des 18. Jahrhunderts an, beschreitet gleichzeitig aber auch neue Wege. Dabei verbindet er auf den ersten Blick unvereinbare Empfindungen und Facetten miteinander: von einer manchmal fast abgründigen Melancholie bis hin zum hoffnungsvollen Lichtblick. Bereits zu Brahms’ Lebzeiten bewegte sich die Sonate im Spannungsfeld zwischen privater Intimität und der Öffentlichkeit des großen Konzertsaals, womit sie wie geschaffen für die einzigartige Atmosphäre der Villa Brahms ist.

Diese ist während des Festivals täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zu sehen gibt es die aktuelle Schau »Neue Bahnen – Schumann und Brahms«, die anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann um einen Schwerpunkt zu der Komponistin, Pianisten und lebenslangen Brahms-Freundin ergänzt wurde. An den drei Konzertnachmittagen Montag, Mittwoch und Freitag lädt zudem ab 16 Uhr der Wintergarten mit Kaffee und Kuchen zum Verweilen ein.

Die Musikhochschule Lübeck veranstaltet seit der Gründung des Brahms-Instituts 1991 jedes Frühjahr ihr weit über die Region ausstrahlendes Festival. Die Konzertprogramme entstehen in engem Austausch zwischen künstlerischer Praxis und Musikforschung unter Projektleitung von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der MHL.


Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Violoncellosonate Nr. 1 e-Moll op. 38

I. Allegro non troppo
II. Allegretto quasi menuetto
III. Allegro
Noelia Balaguer Violoncello
Petar Kostov Klavier

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Violinsonate Nr. 1 G-Dur op. 78

I. Vivace ma non troppo
II. Adagio – Più andante – Adagio
III. Allegro molto moderato
Julius Beck Violine
Viktor Soos Klavier

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Klarinettensonate Es-Dur op. 120 Nr. 2

I. Allegro amabile
II. Allegro appassionato
III. Andante con moto – Allegro
Anna Paulová Klarinette
Valencia Koean Klavier

Sarah Hodgson Moderation


Weitere Informationen:

Die Cellistin Noelia Balaguer begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von acht Jahren an der Ad Libitum Escuela de Música im spanischen València. 2007 nahm sie ihr Studium am Conservatorio Superior de Música Óscar Esplá in Alicante auf und setzte dies ab 2009 Conservatorio Superior de Música in Aragon fort. Seit dem Sommersemester 2014 gehört sie der Klasse von Prof. Ulf Tischbirek an der MHL an. Weitere musikalische Förderung erhielt sie von den Mitgliedern des Quiroga Quartetts und vielen renommierten Cellisten. Noelia Balaguer ist Mitglied des Master Symphony Orchestras und des Neue-Musik-Ensembles ›Grup Instrumental de València‹. Seit 2005 ist sie beim Atrivm Symphony Orchestra in Ontinyent als Solocellistin und Dozentin tätig. Bei den Symphonikern Hamburg war sie zwei Jahre im Zeitvertrag engagiert. Zudem spielt sie regelmäßig als Aushilfe mit der Hamburger Camerata.

Julius Beck wurde 1992 als Sohn zweier Musiker geboren und erhielt mit fünf Jahren seinen ersten Geigenunterricht. Er studierte an der Hochschule für Musik Nürnberg in der Klasse von Prof. Daniel Gaede und an der MHL bei Prof. Heime Müller. Zahlreiche Meisterkurse bei renommierten Geigern sowie Kammermusikunterricht ergänzen seine Ausbildung. Julius Beck wirkte unter anderem bei Konzerten des ensembleKONTRASTE, der Cappella Aquileia Heidenheim, sowie bei Produktionen des Staatstheaters Nürnberg als Akademist mit. Kammermusikalisch aktiv ist er zusammen mit seinem Bruder Moritz Beck (Gitarre) als Duo. Seit September 2017 ist er festes Mitglied des NDR Elbphilharmonieorchesters. Er ist er u. a. mehrfacher Bundespreisträger sowie Sonderpreisträger für die Interpretation zeitgenössischer Musik bei »Jugend musiziert«, Talentpreisträger des Theatervereins der Stadt Fürth und Stipendiat der Peter-Pirazzi-Stiftung.

Sarah Hodgson, geboren in Dresden, studierte Musikwissenschaft, Slavische Philologie und Theaterwissenschaft in Mainz und Moskau. Ihr Forschungsaufenthalt zur Magisterarbeit über Sergej Prokofievs Feurigen Engel in Moskau wurde durch ein Stipendium der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. gefördert. Nach dem Abschluss des Magisterstudiums wirkte sie als freie Mitarbeiterin am Akademieprojekt Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss mit. Seit Oktober 2014 arbeitet sie als Doktorandin am Brahms-Institut den Nachlass von Renate Wirth auf und verfasst bei Prof. Dr. Wolfgang Sandberger ihre Dissertation über Julius Stockhausen. Mit Beginn des Jahres 2019 übernahm sie zudem die Geschäftsstelle des Europäischen Hanse-Ensembles.

Petar Kostov studiert Klavier an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Prof. Konrad Elser. Seinen ersten Klavierunterricht bekam er im Alter von 6 Jahren. 2013 nahm er in Wien ein Studium bei Roland Batik, Jura Margulis und Klaus Sticken auf. Er besuchte zudem Meisterkurse bei Paul Badura-Skoda, Bozhidar Nojev, Alexander Jenner und Boris Berman. Petar Kostov ist mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Klavier- und Kammermusikwettbewerbe, wie z.B. bei den Internationalen Kammermusik Festivals »Allegro Vivo« 2016 sowie bei der Austria-China Youth Competition 2017. Im Rahmen von »Wien Modern 2018« spielte Petar Kostov im Wiener Konzerthaus die Aufführung des Sequenze-Zyklus von Luciano Berio. Sein Debüt mit Orchester gab er 2013 mit dem Orchester der Staatsoper Plovdiv.

Anna Paulová, geboren 1993 in Prag, begann im Alter von 11 Jahren Klarinette zu spielen. 2009 trat sie als Solistin der Prager Kammer-Philharmonie unter Leitung von Leoš Svárovsky auf und begann im selben Jahr ein Studium am Prager Konservatorium bei Prof. Milan Polák und Prof. Ludmila Peterková. Ab 2013 studierte sie an der Akademie der musischen Künste in Prag und gehört nun der Klarinettenklasse von Prof. Sabine Meyer und Prof. Reiner Wehle an der MHL an. Anna Paulová hat seit dem Kindesalter zahlreiche Preise gewonnen, u.a. bei den Wettbewerben »Pro Bohemia«, »Giacomo Mensi«, Yamaha Stipendien Wettbewerb und beim Internationalen Musikwettbewerb Prager Frühling. Als Solistin trat sie zuletzt im Juni 2014 mit der Tschechischen Philharmonie unter Leitung von Jiří Bělohlávek auf. Zahlreiche Meisterkurse bei renommierten Klarinettisten sowie Workshop- und Festivalteilnahmen bereichern ihre Ausbildung.

Pianist Viktor Soos studiert er an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser. Zuvor war er Jungstudent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a.M. Meisterkurse besuchte er u. a. bei Andrzej Jasinski, Lilya Zilberstein, Jacques Rouvier, Dmitri Alexeev und Eric le Sage. Viktor Soos ist Stipendiat der Stiftung Live Music Now, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2015 erhielt er den 1. Preis beim internationalen Rotary Klavierwettbewerb in Essen, 2017 folgten der Yamaha Stipendienwettbewerb sowie der 54. Possehl-Musikpreis. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bisher u. a. nach Chile, Finnland, Frankreich, Italien und Tschechien. Er spielte mit Orchestern wie den Lübecker Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und der Staatskapelle Halle. Hinzu kommen Radioaufnahmen für Deutschlandradio, NDR, MDR, WDR und SWR.


Dieter Mack
Dienstag, 30.04.2019 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Dieter Mack

Info

Der zeitgenössische Komponist, Professor und langjährige Vize-Präsident der Musikhochschule Dieter Mack ist am 30. April »Zu Gast bei Brahms«. Im Mittelpunkt des Gespräches mit Institutsleiter Wolfgang Sandberger steht die Uraufführung seines fulminanten Werkes »Ical«, die während des Brahms-Festivals am 5. Mai in der Lübecker MuK zu erleben ist. Dieter Mack wird Einblicke in seine Arbeit als Komponist geben, sowie einen Rückblick auf die bald zu Ende gehende Zeit an der MHL und einen Ausblick auf das, was danach kommt. Welche Einflüsse sowohl die balinesische Musik, Wolfgang Amadeus Mozart als auch der französische Impressionismus auf sein Werk haben, gehört zu den spannenden Fragen des Abends. Wolfgang Sandberger gelingt es zudem stets auf charmante Weise, seinen Gästen persönliche und überraschende Details aus ihrem Musikerleben zu entlocken.

Musik von Dieter Mack gibt es an diesem Abend in der Besetzung für Violoncello und Saxophon zu hören, interpretiert von Imke Frank und MHL-Präsident Rico Gubler.

Die Reihe »Zu Gast bei Brahms« des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck stellt in loser Folge Persönlichkeiten aus dem Musikleben vor. In den vergangenen Jahren haben u.a. bereits Ton Koopman, Manuela Uhl, Daniel Sepec, Rico Gubler und im Rahmen einer Ausstellungseröffnung der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil auf den weißen Sesseln in der Villa Brahms Platz genommen.

Parallel zu dem Termin am 30. April haben interessierte Zuschauer die Möglichkeit, sich die aktuelle Ausstellung des Brahms-Instituts »Neue Bahnen – Schumann und Brahms« anzuschauen, die anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann um einen Schwerpunkt zu der Pianistin, Komponistin und lebenslangen Brahms-Freundin ergänzt wurde.


Weitere Informationen:

Dieter Mack wurde 1954 in Speyer geboren. Er studierte an der Musikhochschule Freiburg (1975-1980) Komposition bei Klaus Huber und Brian Ferneyhough, Musiktheorie bei Peter Förtig und Klavier bei Rosa Sabater. In den Jahren 1977 bis 1981 war er Assistent im Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks und 1980/ 1981 Stipendiat dieser Stiftung. Studienaufenthalte führten ihn seit 1978 vor allem nach Bali, wo er insgesamt vier Jahre die dortige Musik studierte, aber auch nach Südindien und Japan.

Seit 1980 widmet er sich der pädagogischen Arbeit und Lehre: Dieter Mack hatte Lehraufträge für Musiktheorie, Improvisation bzw. balinesische Musik an den Musikhochschulen Freiburg, Trossingen, Basel und an der Universität Freiburg inne. Seit 1999 arbeitet er in mehreren Ausschüssen des DAAD mit, und von 2003 bis 2006 war er Berater am „Haus der Kulturen der Welt“ in Berlin, wo er im Jahr 2005 ein großes zeitgenössisches Gamelanfestival kuratierte. In den 1990er Jahren war er DAAD Langzeitdozent an UPI-Bandung/Indonesien, später Konsultant in einem ethnomusikologisch-pädagogischen Forschungs- und Fortbildungsprojekt an der Universität UPI-Bandung (Indonesien). Seit 2000 unterrichtet er als Gastprofessor an der Kunstakademie STSI in Surakarta (Indonesien) im Aufbaustudiengang Komposition. Gastkurse und Portraitkonzerte fanden u.a. an verschiedenen Universitäten Neuseelands, in Toronto, Beijing, Urbana (Illinois) und Columbus (Ohio) statt. In den letzten Jahren verlagerte sich sein Arbeitsschwerpunkt an verschiedene Institute in Bangkok, Manila und Singapore. Seit dem Sommersemester 2003 ist Dieter Mack an der MHL Nachfolger von Prof. Dr. Friedhelm Döhl als Professor für Komposition, 2020 wird er in den Ruhestand gehen.


Demian Martin, Klavier
Samstag, 02.03.2019 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Carneval

Info

Am Faschingswochenende lädt das Brahms-Institut zum musikalischen »Carneval« ein. Drei ›klassische‹ Werke zur fünften Jahreszeit stehen am 2. März um 15 Uhr in der Villa Brahms auf dem Programm. Die Moderation übernimmt der MHL-Student Demian Martin, der nicht nur als Pianist, sondern auch als Kabarettist mit seinen Improvisationen das Publikum zu begeistern vermag.

An einem musikalischen Faschingssamstag darf der »Carneval der Tiere« von Camille Saint-Saëns nicht fehlen. Cellistin Mona Ernst und Pianist Jakob Linowitzki erwecken den »Schwan« zum Leben. Hauptwerk des Konzertnachmittags ist jedoch – passend zur aktuellen Ausstellung des Brahms-Instituts – Robert Schumanns »Carnaval«. Jakob Linowitzki aus der Klasse von Prof. Konrad Elser interpretiert das Werk, in dem Schumann nicht nur sich selbst in der Maske des Florestan und Eusebius, sondern auch seine spätere Frau Clara, Frédéric Chopin und Niccolò Paganini zum Maskenball auftreten lässt. Das Thema des Volkliedes »Mein Hut, der hat drei Ecken« wurde von vielen Komponisten als »Carnevale di Venezia« bearbeitet; berühmt ist unter anderem das Arrangement von Paganini. Klarinettistin Ramona Katzenberger und Pianistin Jelizaveta Vasiljeva spielen in der Villa Brahms die Version von Antonio Giampieri.

Mit Kaffee und Kuchen lädt der Wintergarten der Villa Brahms bereits ab 14 Uhr zum Einstimmen auf die Veranstaltung ein. Interessierte Zuschauer haben zudem die Möglichkeit, sich die Ausstellung »Neue Bahnen – Schumann und Brahms« anzuschauen, die anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann um einen Schwerpunkt zu der Pianistin, Komponistin und lebenslangen Brahms-Freundin ergänzt wurde.


Mitwirkende:

Ramona Katzenberger Klarinette

Mona Ernst Violoncello

Jakob Linowitzki Klavier

Jelizaveta Vasiljeva Klavier

Demian Martin Kabarettistische Moderation am Klavier


Weitere Informationen:

Demian Martin, geb. 1998, studiert Klavier an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er mit sechs Jahren. Er gewann zahlreiche Bundespreise bei »Jugend-Musiziert« sowie einen ersten Preis im Finale des schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs, der ihm einen Meisterkurs mit Prof. Konstantin Lifschitz ermöglichte. Weitere Impulse erhielt er an der Bundesakademie Trossingen u.a. von Prof. Jacob Leuschner, Prof. Kalle Randalu. Seit Beginn seiner musikalischen Tätigkeit spielen Improvisation und Komposition eine große Rolle, zudem hat er eine Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker abgeschlossen. Improvisationen auf Zuruf durch alle musikalischen Stile hinweg sind ein fester Bestandteil seiner Klavierabende. Regelmäßig tritt er außerdem als Konzertmoderator und Klavierkabarettist auf.

Ramona Katzenberger, geb. 1996 erhielt ihren ersten Klarinettenunterricht 2007 von ihrem Vater Walter Katzenberger, später wurde sie von Antonia Lorenz unterrichtet (beide Staatsorchester Oldenburg). Seit Oktober 2014 studiert sie Klarinette an der Musikhochschule Lübeck, zunächst bei Prof. Reiner Wehle, seit 2015 bei Prof. Sabine Meyer.
Sie ist mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbs »Jugend Musiziert« und 1. Preisträgerin des Lionsmusikpreises in Leer. In ihrem Studium hat sie an vielen Kammermusikprojekten teilgenommen, unter anderem in einem Bläseroktett, verschiedenen Klaviertrios und spielte zuletzt das Brahmsquintett mit dem Esmé-Quartett. Ramona Katzenberger und Jelizaveta Vasiljeva sind seit 2015 ein festes Duo.



Franziska Götz, Harfe
© Álfheiður Erla Guðmundsdóttir
Samstag, 16.02.2019 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Werke für Harfe

Info

Im Rahmen der beliebten Reihe »Musik im Museum« steht am 16. Februar 2019 die Harfe im Mittelpunkt. Vier Werke vom frühen 20. bis 21. Jahrhundert lassen die Zuhörer das Instrument in allen seinen Facetten erleben.

Franziska Götz und Swantje Wittenhagen, zwei Studentinnen aus der Klasse von Prof. Gesine Dreyer an der Musikhochschule Lübeck, interpretieren zwei der Quatre Préludes op. 16 des französischen Komponisten Marcel Tournier, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Professor am Conservatoire de Paris viele wichtige Harfenisten dieser Zeit ausbildete und prägte. Camille Saint-Saëns verleiht in seiner Fantasie für Violine und Harfe op. 124 der Forderung nach »französischer« Leichtigkeit und Eleganz Ausdruck. Claude Debussy, der sich auf dem Titelblatt seiner Sonate für Flöte, Violine und Harfe selbstbewusst »Musicien français« nannte, bezieht sich in seinem Werk wiederum auf den französischen Barock. Trio VI für Klarinette, Harfe und Violoncello des zeitgenössischen deutschen Komponisten und MHL-Professors Dieter Mack ist Teil einer Trio-Serie mit ausgefallenen instrumentalen Kombinationen und ungewöhnlichen Spielweisen – ein düsteres und teilweise grotesk-fantastisches Stück.

Mit Kaffee und Kuchen lädt der Wintergarten der Villa Brahms bereits ab 14 Uhr zum Einstimmen auf die Veranstaltung ein. Im Anschluss an das Konzert haben interessierte Zuschauer die Möglichkeit an einer Führung durch die Ausstellung »Neue Bahnen – Schumann und Brahms« teilzunehmen, die anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann um einen Schwerpunkt zu der Pianistin, Komponistin und lebenslangen Brahms-Freundin ergänzt wurde.
Mitwirkende:

Franziska Götz Harfe

Swantje Wittenhagen Harfe

Mariko Miwa Violine

Rachele Fiorini Viola

Rebecca Falk Violoncello

Luca Mazzon Flöte

Ivo Ruf Klarinette

Stefan Weymar M.A. Moderation


Weitere Informationen:

Rebecca Falk, geb. 1998 in Freiburg, erhielt im Alter von 5 Jahren ihren ersten Cellounterricht. Von 2013 bis 2017 war Rebecca Falk Jungstudentin an der Musikhochschule Freiburg, seit Oktober 2017 studiert sie bei Prof. Troels Svane an der Musikhochschule in Lübeck. Rebecca Falk gewann zahlreiche Preise. Hervorzuheben sind vier erste Bundespreise bei Jugend musiziert. 2015 wurde ihr gemeinsam mit dem Pianisten Viktor Soos der Eduard Söring-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben verliehen. Neben vielen Auftritten in ganz Deutschland, wie zum Beispiel bei den Weingartner Musiktagen oder dem Schleswig-Holstein Musikfestival, konzertierte sie bereits in Frankreich, in der Schweiz, in Ungarn sowie in Bolivien. Aufnahmen wurden vom SWR und NDR gesendet.

Rachele Fiorini, 1995 in Bologna (Italien) geboren, begann ihren Geigenunterricht im Alter von zehn Jahren. Als Studentin der Viola-Klasse vom Prof. Antonello Farulli studierte sie knapp zehn Jahre am Konservatorium in Bologna. Der Gewinn eines DAAD-Stipendiums führte sie nach dem Abitur an die Hochschule für Musik Detmold, wo sie viele wichtige musikalische Anreize von Prof. Peijun Xu erhielt. Meisterkurse mit Thomas Riebl, Veronika Hagen, Nils Mönkemeyer, Roland Glassl, Veit Hertenstein, Barbara Westphal, Jürgen Kussmaul und Simone Jandl ergänzten Ihre Ausbildung. Seit 2018 studiert Rachele Fiorini nun an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Prof. Lena Eckels.

Die Harfenistin Franziska Götz wurde 1995 in Prien am Chiemsee geboren. Mit sieben Jahren erhielt sie ihren ersten Harfenunterricht. Bereits während ihrer Schulzeit am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar spielte sie zahlreiche Solo- und Orchesterkonzerte im In- und Ausland. In dieser Zeit gewann sie auch einen zweiten Preis beim 5. Wettbewerb des Verbandes der Harfenisten. Ab 2014 studierte Franziska an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und spielte in zahlreichen Orchestern, u. a. dem Konzerthausorchester. Von 2016 bis 2018 unterrichtete sie die Harfenklasse der städtischen Musikschule in Frankfurt/Oder. Ihr Masterstudium absolviert sie seit dem Sommersemester 2018 an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Gesine Dreyer.

Mariko Miwa hat 2015 ihr Geigenstudium an der Universität der Künste Tokio mit Auszeichnung abgeschlossen. Zurzeit ist sie Master-Studentin an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Elisabeth Weber. Mariko Miwa hat außerdem an meheren Meisterkursen teilgenommen, u.a. an der Kronberg Academy und der MusikAlp International Academy. Als Solistin ist sie mit der Geidai Philharmonia, dem Geidai Chamber Orchestra und dem Uni-Orchester Lübeck aufgetreten. Mariko hat verschiedene Preise gewonnen, u. a. den 1. Preis beim Internationalen Mozartwettbewerb Salzburg und den 1. Preis beim Josef-Dichler-Wettbewerb.

Ivo Ruf, 1999 in Reutlingen geboren, begann als Fünfjähriger seinen musikalischen Weg mit dem Klavierspiel, mit neun Jahren entdeckte er dann die Klarinette als sein Instrument. Seit dem Wintersemester 2017 studiert er bei Prof. Reiner Wehle an der Musikhochschule Lübeck. Ivo Ruf ist mehrmaliger erster Bundespreisträger des Wettbewerbs »Jugend musiziert« und Sonderpreisträger des Förderkreises Jugend musiziert Schleswig-Holstein. Er erhielt Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben und der Marie-Luise-Imbusch Stiftung; seit November 2017 ist er zudem Stipendiat von Live Music Now e. V. Mit seinem Bruder Ilja Ruf sowie Nikolai Gast gründete er 2013 das Ensemble ClariNoir, das im Sommer 2018 u. a. im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals auftrat.

Die Hamburger Harfenistin Swantje Wittenhagen (*1999) begann das Harfenspiel im Alter von fünf Jahren. Bereits mit neun Jahren nahm sie privaten Unterricht bei Prof. Gesine Dreyer, ab 2013 war sie Jungstudentin der Musikhochschule Lübeck. 2017 begann Swantje Wittenhagen ihr Bachelor Studium im Fach Harfe an der Kunstuniversität Graz. Im Oktober 2018 kehrte Sie zurück nach Lübeck setzt ihr Studium bei Prof. Dreyer fort. Swantje Wittenhagen ist u. a. mehrfache erste Bundespreisträgerin von Jugend musiziert, sowie Gewinnern des Wettbewerbs Wespe. Im Bundesjugendorchester spielt seit dem Alter von acht Jahren als Orchesterharfenistin und zuletzt als Soloharfenistin. Swantje Wittenhagen ist Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben.


Risa Kojima, Klavier
Samstag, 26.01.2019 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Clara Schumann

Info

2019 jährt sich der Geburtstag der Pianistin und Komponistin Clara Schumann zum 200. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums widmet das Brahms-Institut der lebenslangen Freundin von Brahms einen Konzertnachmittag im Rahmen seiner Reihe »Musik im Museum«.

Clara Schumann war ein pianistisches Wunderkind. Auch für die Komponistin spielte das Klavier eine zentrale Rolle. So ist das Konzertprogramm u. a. in enger Abstimmung mit der MHL-Klavierprofessorin Konstanze Eickhorst erarbeitet worden, die sich seit mehreren Jahren intensiv mit Clara Schumann beschäftigt und bereits viele ihrer Werke aufgenommen hat. Ihre Studentin Risa Kojima spielt in der Villa Brahms das Scherzo c-Moll op. 14, die Pièces fugitives op. 15 und die Romanze a-Moll op. 21/1. Außerdem zu hören sind die Drei Romanzen op. 22 in einer Bearbeitung für Oboe (Britta Just) und Klavier (Dayun Choi). Die Sopranistinnen Jasmin Delfs und Celina Denden tragen zudem eine Auswahl an Liedern vor und werden dabei von Yang Wu am Klavier begleitet.

In seiner Moderation beleuchtet Institutsleiter Prof. Dr. Sandberger das künstlerische Schaffen und die Lebensumstände von Clara Schumann, deren Porträt zwölf Jahre lang den 100-DM-Schein der Bundesrepublik Deutschland zierte.

Der Wintergarten der Villa Brahms lädt bereits ab 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen zum Einstimmen auf die Veranstaltung ein. Im Anschluss an das Konzert haben interessierte Zuschauer die Möglichkeit an einer Führung durch die Ausstellung »Neue Bahnen – Schumann und Brahms« teilzunehmen, die an diesem Tag wiedereröffnet wird. Zum Jubiläumsjahr wird sie um einen Schwerpunkt zu Clara Schumann ergänzt, die für den jungen Johannes Brahms eine ebenso bedeutende Rolle spielte wie ihr Ehemann Robert.


Mitwirkende:

Dayun Choi Klavier

Jasmin Delfs Sopran

Celina Denden Sopran

Britta Just Oboe

Risa Kojima Klavier

Yang Wu Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Dayun Choi erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. Mit erst 16 Jahren begann sie ihr Bachelor Studium bei Prof. Marian Migdal an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 2016 nahm sie ihr Master-Studium Klavier bei Prof. Konstanze Eickhorst an der MHL auf, seit 2018 ist sie Master-Studentin im Fach Korrepetition in der Klasse von Prof. Inge-Susann Römhild. Dayun Choi ist dreifache erste Preisträgerin des Bundeswettbewerbs »Jugend musiziert« sowie Preisträgerin des Grotrian-Steinweg-Wettbewerbs und des Gustav-Mahler-Wettbewerbs. Als Solistin und Kammermusikerin sammelte Dayun Choi Konzerterfahrung im In- und Ausland. Darüber hinaus nahm sie an vielen Meisterkursen in Europa und in Asien teil.

Die erst 20-jährige Sopranistin Jasmin Delfs studiert seit 2017 an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Prof. Manuela Uhl. Schon früh überzeugte sie beim Wettbewerb Jugend musiziert auf Regional-, Landes- und Bundesebene. Ein Vorstudium absolvierte sie Prof. Christiane Hampe, einen Meisterkurs bei Jane Henchel. Während ihrer Ausbildung trat sie mit ihren Gesangsklassen in zahlreichen Konzerten auf und absolvierte Solo-Konzerte in den Bereichen Lied, Oper und Oratorium u. a. in der Laeiszhalle Hamburg und der Nordseehalle Helgoland.

Celina Denden, geboren 1995, erhält seit ihrem 13. Lebensjahr Gesangsunterricht und war 2012 Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert. Seit 2015 studiert sie an der Musikhochschule Lübeck und sammelte hier Bühnenerfahrung als Pamina in der Zauberflöte (W. A. Mozart), als Calisto in La Calisto (Francesco Cavalli) und als Lucia in The Rape of Lucretia (Benjamin Britten).

Britta Just studierte von 2010 bis 2018 Oboe und Englischhorn bei Prof. Diethelm Jonas an der Musikhochschule Lübeck (Bachelor und Master). Sie ergänzte ihre Ausbildung durch Meisterkurse u. a. bei Maurice Bourgue, Nick Deutsch und Thomas Indermühle. Britta Just ist Preisträgerin der Wettbewerbe Jugend musiziert, Karel-Kunc-Duo-Wettbewerb, Concours Européen pour Jeunes Solistes sowie Lions Jugend-Musikpreis. 2013/14 war sie Mitglied der Orchesterakademie des Israel Philharmonic Orchestra in Tel Aviv, spielte dort mehrfach unter der Leitung von Zubin Mehta und erhielt Unterricht bei Dudu Carmel. Heute ist Britta Just selbstständige Musikerin und spielt u. a. als festes Mitglied bei der Hamburger Camerata sowie der Kammerphilharmonie Lübeck.

Die Pianistin Risa Kojima wurde 1993 in Japan geboren und begann ihre Klavierausbildung im Alter von vier Jahren. Sie ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, darunter Kitamoto Piano Competition, Young Artist Piano Concours und Akira Miyoshi 7ème concours de piano (1. Preis und Best Special Award aller Kategorien). Risa Kojima studierte an der Hochschule für Musik Tokyo und besuchte Meisterkurse bei Prof. Nikita Fitenko, Prof. Abo Kuyumjian, Prof. Bernd Goetzke, Prof. Ronan O’Hora und Prof. Olivier Gardon. Ihre Konzerttätigkeit führte sie in renommierte Säle in Japan und Europa. Nach ihrem Abschluss in Japan setzte sie ihre Studien am Hamburger Konservatorium bei Gundel Deckert und Christiane Behn fort. Derzeit ist sie Master-Studentin an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konstanze Eickhorst.


Iuliia Tarasova
© Künstler
Samstag, 15.12.2018 | 15:00 Uhr
Weihnachten mit Brahms
Werke von Schumann, Brahms, Janaček u. a. sowie weihnachtliche Lesung

Info

»Weihnachten mit Brahms« gehört zu den jährlichen Highlights im Veranstaltungskalender des Brahms-Instituts. Am 15. Dezember gestalten wieder herausragende Studierenden und ehemalige Studierende der MHL einen stimmungsvollen musikalischen Adventsnachmittag in der Villa Brahms. Umrahmt werden die musikalischen Beiträge von der Schauspielerin Rachel Behringer aus dem Ensemble des Theater Lübeck, die das Publikum mit Gedichten und Erzählungen auf die Weihnachtszeit einstimmt.

Das preisgekrönte Duo Anouchka und Katharina Hack präsentiert Leos Janačeks kammermusikalische Märchenerzählung Pohadka für Violoncello und Klavier. Gemeinsam mit Mezzosopranistin Iuliia Tarasova interpretieren sie zudem das Geistliche Wiegenlied von Johannes Brahms. Sten Erik Prée verleiht dem Adagio und Allegro op. 70 von Robert Schumann den lyrischen Klang des Horns und wie im Vorjahr sorgt Rachel Behringer mit ihrer Lesung für nachdenkliche Momente und amüsante Auflockerung an diesem Nachmittag.

Parallel zum Konzert ist die Ausstellung des Brahms-Instituts, »Neue Bahnen – Robert Schumann und Johannes Brahms«, zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Köstliche Leckereien zur Adventszeit sind die hausgebackenen Torten und Kuchen von Rosemarie Sellmann, die im Vorfeld der Veranstaltung ab 14 Uhr angeboten werden.


Mitwirkende:

Rachel Behringer Lesung

Anouchka Hack Violoncello

Katharina Hack, Olha Tomyna Klavier

Sten Erik Prée Horn

Iuliia Tarasova Mezzosopran

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Rachel Behringer, geboren 1989, erwarb 2016 ihr Schauspiel-Diplom an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Während des Studiums gastierte sie bereits am Schauspiel Hannover und damit verbunden beim Heidelberger Stückemarkt. Seit der Spielzeit 2016/17 gehört Rachel Behringer fest zum Ensemble des Theater Lübeck. Ihr Debüt gab sie als Jessica in Der Kaufmann von Venedig (Regie: Pit Holzwarth); aktuell spielt sie u. a. die Hauptrolle (Elisabeth) in Glaube Liebe Hoffnung (Regie: Lilja Rupprecht). Den Monolog Ich distanziere mich von allem (und jetzt gut’ Nacht) (Regie: Marie Bues) zeigt sie sowohl in Lübeck als auch am Theater Rampe Stuttgart und am Theaterdiscounter in Berlin.

Katharina Hack, 1994 in Köln und Anouchka Hack, 1996 in Antwerpen geboren, wuchsen in einer Musikerfamilie auf. Nach ihrem Bachelor-Studium an der Musikhochschule Lübeck von 2014 bis 2018 bei Prof. Konstanze Eickhorst und Prof. Troels Svane, setzen sie ihre Studien aktuell in Würzburg und Berlin fort. Mit ihrer musikalischen Frische und Leidenschaft beleben sie seit einigen Jahren die Konzertbühnen, u. a. Beethovenhaus Bonn, Gasteig München, Fondation Louis Vuitton (Paris) und Konzerthaus Dortmund. Als Solistinnen und im Duo sind sie gleichermaßen versiert, spielen die großen Standardwerke des Cello- bzw. Klavier-Repertoires, widmen sich aber auch unbekannteren Stücken und der freien Improvisation. Sie werden als Stipendiatinnen der Deutschen Stiftung Musikleben, des Richard- Wagner-Verbandes und der Artur und Lieselotte Dumcke-Stiftung gefördert. Anouchka Hack spielt als Preisträgerin des Deutschen Musikinstrumentenfonds ein Violoncello von Bartolomeo Tassini, Venedig 1769.

Sten Erik Prée, geboren 2000, erhielt seinen ersten Hornunterricht mit 8 Jahren. Nach dem Abitur am Musikgymnasium Stuttgart und einem Jungstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart wechselte er zum Wintersemester 2017/18 zu Prof. Christoph Eß an die Musikhochschule Lübeck. Sten Erik Prée ist unter anderem mehrfacher (erster) Bundespreisträger von Jugend musiziert und Sonderpreisträger des 4. Positively Brass Wettbewerbs. Er ist zudem Stipendiat der Bertold-Hummel-Stiftung sowie der Live Music Now-Stiftungen Hamburg und Lübeck.

Die 1988 in Kiew geborene Mezzosopranistin Iuliia Tarasova absolvierte mit Auszeichnung ihre Studien an der Musikfachschule Glier in ihrer Heimatstadt und an der nationalen Musikakademie Peter Tschaikowski in Kiew. Von 2015 bis 2017 studierte sie zusätzlich Bühnengesang an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und setzt ihr Studium aktuell an der Musikhochschule Lübeck fort. Iuliia Tarasova trat bereits als Gast am Theater Vorpommern und am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin auf. Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes, der Ad Infinitum Stiftung, der Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now und des Greek opera studios. Seit 2018 ist sie zudem Mitglied des Internationalen Opernelitestudios am Theater Lübeck.


Prof. Ulf Tischbirek
Mittwoch, 28.11.2018 | 19:00 Uhr
Themen-Abend
Cellogeschichten VIII

Info

Im Abendkonzert in der Villa Brahms trifft das »Instrument des Jahres« – Violoncello – auf »Neue Bahnen«, die aktuelle Ausstellung des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck. Die MHL-Professoren Ulf Tischbirek (Violoncello) und Konrad Elser (Klavier) gestalten ein Programm mit zentralen kammermusikalischen Werken von Johannes Brahms und seinem Freund und Förderer Robert Schumann.

»Der männlich ernste Charakter des Instruments« hatte Johannes Brahms seit seinen Hamburger Jugendtagen fasziniert, wo er selbst erfolgreich Cellounterricht nahm. Seine 1. Sonate für das Violoncello, komponiert im Alter von 29 Jahren, gilt als Paradebeispiel einer romantischen Cellosonate. Die Fantasiestücke op. 73 waren von Robert Schumann zunächst als Soiréestücke für Klarinette und Klavier geschrieben worden. Doch der Verleger entschied sich für den bis heute verwendeten Titel und legte der Erstausgabe die Noten für Violine oder Violoncello als Alternative bei. Die Dichterliebe op. 48 zählt zu den bedeutendsten Liederzyklen der Romantik. Konrad Elser und Ulf Tischbirek spielen Schumanns berührende Vertonung dieses Heinrich Heine-Textes in der Bearbeitung für Violoncello und Klavier.

Im Anschluss an das Konzert lädt Musikbibliothekar Stefan Weymar zur Führung durch die aktuelle Ausstellung »Neue Bahnen – Robert Schumann und Johannes Brahms« ein, die das Verhältnis der beiden Komponisten anhand wertvoller Exponate beleuchtet.

Jährlich kürt der Landesmusikrat ein Musikinstrument zum »Instrument des Jahres«. 2018 ist es das Violoncello, das einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. Zehn »Cellogeschichten« veranstaltet die MHL im Laufe des Themenjahres. Sie sind vom Solostück bis hin zu großen Besetzungen jeweils verschiedenen Epochen und thematischen Schwerpunkten gewidmet und stellen das Instrument in all seinen Facetten vor.


Programm:

Robert Schumann Fantasiestücke für Klavier und Violoncello op. 73

Johannes Brahms Sonate e-Moll op. 38

Robert Schumann Dichterliebe op. 48 (Fassung für Violoncello und Klavier)


Mitwirkende:

Prof. Ulf Tischbirek Violoncello

Prof. Konrad Elser Klavier


Weitere Informationen:

Ulf Tischbirek wurde 1955 in Düsseldorf geboren und absolvierte sein Violoncellostudium an der Hochschule für Musik in Hannover bei Prof. Klaus Storck sowie bei Prof. Radu Aldulescu (Nizza/Rom). Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der 25. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler und Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Nach einem mehrjährigen Engagement als 1. Solocellist am Staatstheater Braunschweig lehrt er seit 1986 als Professor für Violoncello und Kammermusik an der Musikhochschule Lübeck. Konzerte sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen führten ihn als Solisten und Kammermusiker durch die ganze Welt. Als Lehrer von internationalen Meisterkursen sowie als Juror von Wettbewerben ist Ulf Tischbirek ebenso gefragt.

Geboren in Schwäbisch Gmünd, studierte der Pianist Konrad Elser zunächst an der Musikhochschule Stuttgart u. a. bei Prof. Oleg Maisenberg, der ihm noch während des Studiums seine Assistenz übertrug. Über viele Jahre konzertierte er mit dem Melos-Quartett, namhaften Künstlern wie David Geringas, dem Tenor James Wagner und dem Trio di clarone mit Sabine Meyer. Bei zahlreichen Wettbewerben erhielt Konrad Elser Preise und Auszeichnungen. Als leidenschaftlicher Pädagoge und Juror hat er sich einen hervorragenden Ruf erworben. Nach seiner Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Stuttgart und der Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen folgte Konrad Elser 1992 dem Ruf an die Musikhochschule Lübeck, an der er als Professor für Klavier und Kammermusik den pianistischen Nachwuchs ausbildet.


Sofja Gülbadamova
© Evgeni Evtyukhov
Samstag, 10.11.2018 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Werke von Schumann, Joachim und Brahms

Info

Mit Werken von Robert Schumann, Johannes Brahms und Joseph Joachim gestaltet die Pianistin Sofja Gülbadamova auch in diesem Jahr wieder einen Herbstnachmittag im Rahmen der Reihe »Musik im Museum«. Die musikalischen Werke stehen in direkter Beziehung zur Sammlung des Brahms-Instituts sowie zur aktuellen Ausstellung »Neue Bahnen – Robert Schumann und Johannes Brahms«, die parallel zum Konzert geöffnet ist.

In Zeiten der Trennung von seiner späteren Frau Clara schrieb 1839 Robert Schumann seine Arabeske C-Dur op. 18 mit der Spielanweisung »leicht und zart« und widmete sie Friederike Serre, die die junge Liebe gegen den Willen von Vater Wieck unterstützte. Der Brahms-Freund Joseph Joachim gehörte zu den bedeutendsten Geigern des 19. Jahrhunderts, dem auch Robert Schumann ein Violinkonzert widmete. Eine seiner zahlreichen eigenen Kompositionen stellt eine Variation über ein irisches Elfenlied dar. Die Vier Klavierstücke op. 119 sind Brahms’ letztes Werk für Klavier solo. Die gut 10 Minuten umfassen ein beeindruckendes Ausdruckspektrum an Emotionen. Seinen bedeutendsten Variationszyklus, die Variationen und Fuge über ein Thema von Händel op. 24, widmete Johannes Brahms im Autograf »eine[r] liebe[n] Freundin« und schenkte sie der inzwischen verwitweten Clara Schumann.


Programm:

Robert Schumann Arabeske C-Dur op. 18

Joseph Joachim Variationen über ein irisches Elfenlied

Johannes Brahms Vier Klavierstücke op. 119

Johannes Brahms Variationen und Fuge über ein Thema von Händel op. 24


Mitwirkende:

Sofja Gülbadamova Klavier

Stefan Weymar M. A. Moderation


Weitere Informationen:

Die Pianistin Sofja Gülbadamova gastiert in regelmäßigen Abständen am Brahms-Institut. Sie studierte bei Prof. James Tocco an der Musikhochschule Lübeck sowie bei Prof. Jacques Rouvier (CNSMD de Paris) und rundete ihre Ausbildung an der Ecole Normale de Cortot in Paris ab. 2018 übernahm sie die künstlerische Leitung des Internationalen Brahmsfestes Mürzzuschlag (Österreich). Zu den wichtigsten Meilensteinen ihrer Karriere zählen u.a. ihre Debüts im Internationalen Musikhaus Moskau und im Staatstheater Sarajevo sowie ihr Konzert mit dem Norrköping Symphonieorchester unter der Leitung von Michail Jurowski. Sofja Gülbadamova ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Ihre jüngste Solo-CD mit den Klavierwerken Ernst von Dohnányis wurde in der Presse ausgezeichnet besprochen.


Robert Schumann in »Melancholikus-Pose«
© Archiv
Samstag, 20.10.2018 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Robert Schumann – Aus dem Spätwerk

Info

Vier Kompositionen aus den letzten Lebensjahren Robert Schumanns stehen im Mittelpunkt des ersten Herbsttermins der Reihe »Musik im Museum«. Interpreten sind die Sopranistin Maike Albrecht und MHL-Professor Hans-Jürgen Schnoor am historischen Blüthner-Flügel aus dem Baujahr 1856, dem Todesjahr Schumanns. Institutsleiter Wolfgang Sandberger beleuchtet in seiner Moderation die Lebensumstände Schumanns und die Entstehung seiner letzten Werke.

Der Klavierzyklus Gesänge der Frühe op. 133 ist der »hohen Dichterin Bettina [von Arnim]« gewidmet und das letzte Klavierwerk, dessen Drucklegung Schumann noch selbst gestaltete und überwachte. In seinen Sechs Gesängen op. 107 vertonte er 1851–1852 unter anderem Texte von Eduard Mörike und Paul Heyse. Den Leidensweg einer Königin zeichnet Schumann in den Gedichten der Königin Maria Stuart op. 135 nach. Thema mit Variationen ist schließlich das letzte Werk Robert Schumanns, das er komponierte bevor er in die Nervenheilanstalt Bonn-Endenich eingeliefert wurde. Es ist seiner Frau Clara gewidmet und weithin unter dem Titel »Geistervariationen« bekannt, welcher jedoch nicht von Schumann stammt.

Der historische Flügel aus der Leipziger Pianoforte-Fabrik Julius Blüthner ist eine Schenkung des Ehepaars Margarete und Hartmut Gothe und befindet sich seit 2012 im Besitz des Brahms-Instituts. In regelmäßigen Abständen erklingt er zu Konzerten in der Villa Brahms. Blüthner war Ende des 19. Jahrhunderts eine der größten Klaviermanufakturen Europas. Bedeutende Komponisten wie Debussy, Mahler, Liszt oder Wagner besaßen einen Flügel aus ihrer Produktion.

Der Wintergarten der Villa Brahms lädt bereits ab 14 Uhr dazu ein, sich bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen auf den Nachmittag einzustimmen. Parallel zum Konzert ist die Ausstellung »Neue Bahnen – Robert Schumann und Johannes Brahms« geöffnet, die die mannigfaltigen Aspekte in der Beziehung des jungen Brahms zum Ehepaar Schumann im Fokus hat.


Mitwirkende:

Maike Albrecht Sopran
Prof. Hans-Jürgen Schnoor Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Maike Albrecht studierte Klavier an der Folkwang-Hochschule Essen, Gesang an der Musikhochschule Lübeck und Lied bei Prof. Breda Zakotnik am Mozarteum Salzburg. Ihre musikalischen Schwerpunkte sind die geistlichen Werke J.S. Bachs, die Opern Mozarts und besonders das Deutsche Lied von Haydn über Schubert, Schumann, Brahms und Wolf, die Komponisten der Neuen Wiener Schule bis hin zu Uraufführungen von Werken Lübecker Komponisten (Döhl, Zipfel).

Hans-Jürgen Schnoor studierte Tasteninstrumente (Klavier, Cembalo, Orgel) und Dirigieren. Er lehrt an der Musikhochschule Lübeck Cembalo und Alte Musik (in Theorie und Praxis) und konzertiert mit einem Repertoire von Monteverdi bis zur Gegenwart, als Kammermusikpartner und als Liedbegleiter. Bach, Mozart und Beethoven sind seine musikalischen Schwerpunkte.


© Markus Bomholt, Münster
Sonntag, 09.09.2018 | 14:00 Uhr
Tag des offenen Denkmals
Baugeschichtliche Führungen in der Villa Brahms

Info

Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals öffnet das Brahms-Institut am 9. September seine Türen für zwei baugeschichtliche Führungen durch die Villa Brahms.

Das vor dem Burgtor Lübecks an der Straße Jerusalemsberg gelegene Sommerhaus wurde um 1800 vom Lübecker Kaufmann Johann Kuhlmann erbaut. Die Entwürfe für den Bau stammten vom dänischen Architekten Christian Frederik Hansen. Grundstück und Landhaus wurden 1886 von Senator Johann Hermann Eschenburg erworben, der für den Park bis heute namensgebend ist und erste größere Umbaumaßnahmen am Haus ausführte.

Nachdem das Gebäude bereits in der Denkmalliste des Lübeckischen Staates von 1921 aufgeführt war, wurde es 1967 als Kulturdenkmal besonderer Bedeutung in das Denkmalbuch der Stadt Lübeck eingetragen. Der Landschaftsgarten ist dementsprechend ebenfalls geschützt.

Am Morgen des 26. September 1998 wurde die Villa Eschenburg, die aufgrund von Schwammbefall bereits leer stand, von einem Brand heimgesucht. Das Land Schleswig-Holstein, die Possehl-Stiftung Lübeck und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ermöglichten die denkmalgerechte Sanierung des Hauses. Die wertvollen Erdgeschossräume Vestibül, Festsaal und Gartensaal sowie der Ende des 19. Jahrhunderts angefügte Wintergarten konnten unter Erhaltung und Restaurierung der originalen Ausstattung wiederhergestellt werden.

Das Gebäude am Jerusalemsberg 4, das inzwischen den Namen »Villa Brahms« trägt, gehört zu den bedeutendsten noch erhaltenen Landhäusern in Lübeck. Mit seiner knappen klassizistischen Formensprache ist es ein hervorragendes Beispiel des norddeutsch-dänischen Klassizismus.

Führungen um 14 und 17 Uhr

Museum geöffnet 14–18 Uhr


Programm:

Dr. Fabian Bergener Führung


Cheon Seul Ki (Klavier)
© Künstlerin
Samstag, 11.08.2018 | 15:00 Uhr
Brahms-Café
Werke von Bach, Brahms, Robert und Clara Schumann

Info

Das zweite Brahms-Café in diesem Jahr widmet sich ganz der Klavierkomposition des Barock und der Romantik: Die südkoreanische Pianistin und ehemalige MHL-Studentin und -Dozentin Seul Ki Cheon spielt die Französische Suite Nr. 5 in G-Dur BWV 816 von J. S. Bach und 4 Klavierstücke op. 119 von Johannes Brahms.

Passend zur aktuellen Ausstellung am Brahms-Institut »Neue Bahnen – Schumann und Brahms« wird das Programm mit Werken des Ehepaars Schumanns abgerundet: Einerseits die 5. Mazurka in G-Dur von Clara Schumann und zum Schluss Robert Schumanns berühmte Davidsbündlertänze op. 6.

Teresa Ramming, Doktorandin und Volontärin am Brahms-Institut, wird mit Moderationen durch das Konzert führen.

Bei schönem Wetter lädt der sommergrüne Eschenburg-Park bereits ab 14 Uhr dazu ein, sich mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen auf den Nachmittag einzustimmen. Bei Regen bietet der Wintergarten der Villa Brahms eine stilvolle Ausweichmöglichkeit. Das Konzert findet bei jedem Wetter im Hansensaal der Villa Brahms statt.


Mitwirkende:

Seul-Ki Cheon Klavier

Teresa Ramming M. A. Moderation


Weitere Informationen:

Als eine Musikerin mit »Reife und einfühlsamer Gestaltungskraft« lobt die Presse die Pianistin Seul Ki Cheon. Sie studierte an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konstanze Eickhorst und war von 2011 bis 2016 auch als Dozentin an der MHL tätig. Seit 2017 unterrichtet sie an der Dong-a University und Seoul National Universität in Korea.

Sie konzertiert international mit Orchestern wie dem Manhattan Chamber Orchestra, Auckland Youth Orchestra, dem Auckland University Orchestra, Roma Nova Amadeus Chamber Orchestra sowie mit dem Symphony Orchestra der Stadt Kiew.

Während des Studiums wurde sie bereits auf mehreren internationalen Wettbewerben ausgezeichnet: So war sie Stipendiatin der Marie-Luise Imbusch-Stiftung, Possehl Musikpreisträgerin, gewann den 1. Preis und den Spezialpreis beim Internationalen Klavierwettbewerb Ile de France sowie den 2. Preis des Internationalen Wettbewerbs Roma 2012 Chopin Prize.


Hornklasse Christoph Eß (2018)
© Bauregger / Seuyun Chung
Samstag, 14.07.2018 | 15:00 Uhr
Brahms-Café
Opera
mit der Hornklasse Prof. Christoph Eß

Info

Am 14. Juli lädt das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck zum ersten Brahms-Café in diesem Sommer ein. Um 15 Uhr entführen zehn Studierende der Lübecker Hornklasse von Prof. Christoph Eß – Anna Bauregger, Mingeun Choi, Alexander Hertel, Raphaela Jend, Karin Knobloch, Anika Knöpfler, Peter Loreck, Sten Erik Prée, Nicolas Reiter und Mana Tabata – in die Welt der Oper.

Bei hoffentlich schönem Wetter findet der Prolog mit zwei Jäger-Chören aus dem Freischütz von Carl Maria von Weber im Eschenburg-Park statt. Im Hansensaal der Villa Brahms schließen sich dann bekannte und beliebte Melodien von Mozart (Zauberflöte), Humperdinck (Hänsel und Gretel), Verdi (Aida) und Wagner (Tannhäuser) an. Hier kommen die lyrisch-gesanglichen Qualitäten des Horns, das im 19. Jahrhundert zum ›Nationalinstrument‹ der deutschen Romantik avanciert, hervorragend zur Geltung.

Das Programm wird moderiert von Stefan Weymar M. A., der anschließend eine Führung durch die aktuelle, am 29. Juni eröffnete Ausstellung »Neue Bahnen – Robert Schumann und Johannes Brahms« anbietet. Der wundervolle Park lädt bereits ab 14 Uhr dazu ein, sich bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen auf den Nachmittag einzustimmen. Das Konzert findet bei jedem Wetter statt.


Mitwirkende:

Anna Bauregger
Mingeun Choi
Alexander Hertel
Raphaela Jend
Karin Knobloch
Anika Knöpfle
Peter Loreck
Sten Erik Prée
Nicolas Reiter
Mana Tabata

Stefan Weymar M. A. Moderation


Robert Schumann in »Melancholikus-Pose«
© Archiv
Samstag, 30.06.2018 | 10:00 Uhr
Symposium
Schumann-Aspekte
Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9–11, 23552 Lübeck

Info

Zum Schumann-Schwerpunkt des Schleswig-Holstein Musik Festival nimmt das gemeinsame Symposium von SHMF und Brahms-Institut den deutschen Romantiker näher in den Blick. Die Vorträge thematisieren die Idee des ›Poetischen‹ bei Schumann, seine psychische Erkrankung, sein Verhältnis zum jungen Brahms sowie seine Essays und Musikkritiken: Schon der junge Schumann sehnt sich nach einer freundschaftlichen Verbindung mit all jenen, die mit ihm das künstlerische Ziel verfolgten, »die Poesie der Kunst« zu Ehren zu bringen.

Schumann selbst figuriert unter den Davidsbündlern als Doppelnatur: einerseits als der feurige, ungestüme Florestan, andererseits als der feinsinnige, milde, auch in seinen Kritiken nie verletzende Eusebius. Der Grenzgänger Schumann ist schließlich ein ambitionierter Musikschriftsteller: Das Spektrum seiner Essays reicht von Lobeshymnen bis hin zu polemischen Verrissen. Doch wo immer sich vielversprechendes Neues an ›poetischer‹ Musik regt, macht er emphatisch darauf aufmerksam: auf Chopin, Berlioz und noch 1853 in seinem letzten, prophetischen Artikel »Neue Bahnen« auf den jungen Johannes Brahms.


Programm:

10:00
Einführung
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger (Lübeck)

10:20
Robert Schumann und die Idee des Poetischen – eine eherne Verbindung?
PD Dr. Christiane Tewinkel (Berlin)

11:00
Zwei Lesarten: Eichendorffs »Mondnacht« bei Schumann und Brahms
Prof. Dr. Friederike Wißmann (Dresden)

12:10
»… Leb wohl, du Liebe! Dein Robert.« Robert und Clara Schumann in Zeugnissen aus Bonn-Endenich
Prof. Dr. Reinhard Steinberg (München)

12:50
Robert Schumann als Musikschriftsteller
Dr. Eleonore Büning (Berlin)


Hanns-Josef Ortheil
© Luchterhand-Verlag
Freitag, 29.06.2018 | 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung
»Neue Bahnen« – Schumann und Brahms

Info

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck eröffnet am Freitag, 29. Juni um 18 Uhr seine neue Ausstellung

»Neue Bahnen – Robert Schumann und Johannes Brahms«.

Zur Ausstellungseröffnung ist der Schriftsteller und Germanist Hanns-Josef Ortheil im Gespräch mit Institutsleiter Wolfgang Sandberger zu erleben. Ortheil, der sich immer wieder mit Schumann beschäftigt hat, gibt im Gespräch unter dem Motto »Mein Leben mit Robert Schumann« Einblick in seine persönliche Sicht auf den Komponisten. Die Kuratoren Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar führen in die Ausstellung ein. Sopranistin Lisa Ziehm und Pianist Viktor Soos stellen u. a. Parallelvertonungen von Schumann und Brahms vor.

Die neue Ausstellung des Brahms-Instituts beleuchtet zum Schumann-Schwerpunkt des SHMF das Verhältnis der beiden Komponisten anhand wertvoller Exponate aus der Institutssammlung. Im Mittelpunkt stehen Schumanns prophetischer Artikel Neue Bahnen sowie die enge Freundschaft von Brahms zum Ehepaar Schumann. Die Auseinandersetzung von Brahms mit der Musik des Mentors spiegelt sich in weiteren Exponaten. Zu den besonderen Kostbarkeiten der Schau gehören die Titelblatt-Illustrationen von Ludwig Richter zu pädagogischen Werken von Schumann. In ihnen und ergänzenden Blättern von Richter wird die »Kinder­welt« des 19. Jahrhunderts in der Ausstellung lebendig.


Programm:

»Mein Leben mit Robert Schumann«
Prof. Dr. Hanns-Josef Ortheil im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Sandberger

Grußworte
Prof. Rico Gubler Präsident der Musikhochschule Lübeck
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck

Einführung in die Ausstellung
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar M. A.

Werke von Schumann und Brahms
Lisa Ziehm Sopran und Viktor Soos Klavier


DeLia Quartett
© Künstler
Samstag, 16.06.2018 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Brahms in Italien

Info

Johannes Brahms steht kaum für die Heiterkeit des Südens. Schon zeitgenössische Kritiker denken bei dieser »eisig, naßkalt und nebeligen Musik« (Hugo Wolf) eher an norddeutsches Schmuddelwetter. Doch Brahms fühlte sich immer wieder von Italien angezogen, ein Land, das er zwischen 1878 und 1893 neun Mal bereiste!

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger nimmt in seiner Moderation diese Italien-Reisen näher in den Blick. Das ›sizilianische‹ Streichquartett op. 51, 1 von Brahms wird vom deutsch-italienischen DeLia Quartett aufgeführt; zwei Romanzen von Giuseppe Martucci entführen in die musikalische Welt des Südens.

Brahms interessierte sich für die einzigartige südliche Landschaft und für die Kunstschätze der Antike und Renaissance. Zu den Musikern, die Brahms in Italien traf, gehörte Giuseppe Martucci, ein Komponist und Dirigent, der sich in Italien sehr für die Musik seines deutschen Kollegen engagierte.

Der Wintergarten der Villa Brahms lädt bereits ab 14 Uhr dazu ein, sich bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen auf den Nachmittag einzustimmen. Parallel zum Konzert ist die Ausstellung »Beziehungszauber. Johannes Brahms – Widmungen, Werke, Weggefährten« zum letzten Mal geöffnet.


Programm:

Werke von Brahms und Martucci


Mitwirkende:

DeLia Quartett
Francesco della Volta Violine
Sophia Maiwald Violine
Daniel Burmeister Viola
Sebastian Chong Violoncello

Mikkel Møller Sørensen Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Das DeLia Quartett wurde 2016 von Francesco della Volta (Violine), Sophia Maiwald (Violine), Daniel Burmeister (Viola) und Sebastian Chong (Violoncello) gegründet.

Die vier Musiker sind Studierende der Musikhochschule Lübeck und werden von Prof. Heime Müller unterrichtet. 2017 waren sie Quartet-in-Residence beim Classical Beat-Festival. 2018 wirkten sie erneut beim Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck mit.

Weitere Erfahrungen sammelten sie in Meisterkursen beim Kammermusik-Campus der Musikhochschule Lübeck mit Eberhard Feltz und bei Fulvio Luciani in Mailand. Das DeLia Quartett ist Stipendiat von Live Music Now.

Der Pianist Mikkel Møller Sørensen studiert bei Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck.

Er ist als Solist u. a. mit dem Symphonieorchester des dänischen Rundfunks und dem Aarhus Symphonieorchester aufgetreten. Seit 2016 hat er einen Lehrauftrag für Klavierbegleitung an der Musikhochschule Lübeck inne.


Alvin Song, Klavier
© privat
Freitag, 11.05.2018 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
Standpunkte am Nachmittag
»Entdeckung des fremden Alten«

Info

Im Rahmen des 27. Brahms-Festivals der Musikhochschule Lübeck, das unter dem Motto »Fremde« steht, nähert sich die Reihe »Standpunkte am Nachmittag« in moderierten kammermusikalischen Konzerten dem vielschichtigen Begriff.

Die Alte Musik ist dem Publikum des 19. Jahrhunderts noch ›fremd‹, selbst Bach und Händel sind ein musikalisches Terrain, das erst allmählich entdeckt worden ist. Zu den Pionieren gehört Johannes Brahms, der sich auf vielfache Weise auf Entdeckungsreise in die fremde Welt der Alten Musik begeben hat: als Sammler, als Pianist und nicht zuletzt auch als Komponist. Das moderierte Konzert spiegelt seine Begeisterung für Bach, Händel und Gluck.


Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Gavotte A-Dur nach Gluck

Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Friedrich Händel B-Dur op. 24

Sonate für Klavier und Violoncello e-Moll op. 38
- Allegro non troppo
- Allegretto quasi Menuetto
- Allegro


Mitwirkende:

Alvin Song Klavier
Katharina Hack Klavier
Anouchka Hack Violoncello

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Alvin Song wurde 1996 in Jakarta, Indonesien geboren. Er erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von acht Jahren und begann ein Jahr später mit dem Besuch der Gitanada School of Music in Jakarta, wo er bei Mario Santoso und Johannes S. Nugroho studierte. Im Jahr 2013 erhielt Alvin Song ein Vollstipendium am Newington College in Sydney (Australien). Seit Oktober 2016 setzt er sein Studium bei Prof. Manfred Aust an der Musikhochschule Lübeck fort, mit einem Teilstipendium der Ad Infinitum Foundation.

2012 gewann er den ersten Preis der CDE Piano Competition und 2015 den dritten Preis der Sydney Eisteddfod International Competition. Er trat u.a. im Goethe-Institut Jakarta auf, gab einen Klavierabend an der Universitas Pelita Harapan (Jakarta) und konzertierte als Kammermusikpartner im Sydney Opera House. In der letzten Zeit gab er Konzerte bei Steinway in Hamburg und im Rahmen der Reihe »Wir in Schleswig-Holstein« in Pinneberg und konnte beim NDR die Étude op. 42 Nr. 5 von Alexander Nikolajewitsch Skrjabin aufnehmen.

Wertvolle künstlerische Impulse erhielt Alvin Song im Rahmen von Meisterkursen bei Tristan Pfaff, Michele Campanella, Kanako Inoue, Ng Chong Lim, Adhi Jacinth, Elwin Hendrijanto, Inge Buniardi, Prof. Nina Tichman und Prof. Josef Anton Scherrer.

Die Schwestern Anouchka Hack (Cello) und Katharina Hack (Klavier) wuchsen in einer Musikerfamilie auf. Nach ihrem Vorstudium an der HfMT Köln studieren sie aktuell im Bachelor of Music bei Prof. Troels Svane und Prof. Konstanze Eickhorst an der Musikhochschule Lübeck.
Das Duo konzertierte u. a. bereits im Gasteig München, dem Konzerthaus Dortmund und der Fondation Louis Vuitton in Paris und war zu Gast beim Festival van Flandern in Gent, beim Euregio Musikfestival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. In der Saison 2017/18 sind Anouchka & Katharina Hack in den Reihen Best of NRW und Young Stars im Beethovenhaus Bonn zu hören.
Im vergangenen Jahr wurden sie beim International Music Festival Buxtehude mit dem Young Artist Award ausgezeichnet und gewannen den zweiten Preis des 54. Possehl-Wettbewerbs. Neben ihrer Duo-Tätigkeit konzertieren beide auch als Solistinnen mit Orchestern, unter anderem mit den Dortmunder Philharmonikern, der Norddeutschen Philharmonie Rostock und der Französischen Kammerphilharmonie. Anouchka Hack ist seit 2018 Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und spielt als Preisträgerin des Deutschen Musikinstrumentenfonds ein Cello von Bartolomeo Tassini, Venedig um 1750.


Viktor Soos, Klavier
© privat
Mittwoch, 09.05.2018 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
Standpunkte am Nachmittag
»Tschaikowsky und Brahms«

Info

Im Rahmen des 27. Brahms-Festivals der Musikhochschule Lübeck, das unter dem Motto »Fremde« steht, nähert sich die Reihe »Standpunkte am Nachmittag« in moderierten kammermusikalischen Konzerten dem vielschichtigen Begriff.

Tschaikowsky und Brahms werden nur selten in einem Atemzug genannt. Und doch gibt es zwischen diesen beiden musikalischen Kontrastfiguren verblüffende Gemeinsamkeiten: Beide sind – zumindest nach westlichem Kalender – an einem 7. Mai geboren, beide waren Mozart- und Schumann-Bewunderer, beide haben ein großes Violinkonzert geschrieben, beide in D-Dur, beide im Jahr 1878. Musikalisch allerdings liegen zwischen den Komponisten Welten, so recht konnte denn auch keiner mit der Musik des anderen etwas anfangen. Brahms hat sich gar nicht zu Tschaikowsky geäußert, Tschaikowsky über die Musik von Brahms nur kritisch. Die Musik des deutschen Kollegen sei von keinem echten Gefühl durchwärmt, sie entbehre jeglicher Poesie – und es fehle vor allem eins: Melodie! Das moderierte Konzert ist den so ›fremden‹ ästhetischen Standpunkten der beiden auf der Spur.


Programm:

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 – 1893)
Mai – Weiße Nächte

aus: Jahreszeiten op. 37 bis

Johannes Brahms (1833 – 1997)
Klarinettentrio a-Moll op. 114
- Allegro
- Adagio
- Andantino grazioso
- Allegro

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 – 1893)
Souvenir d’un lieu cher op. 42
- Meditation
- Scherzo
- Melodie


Mitwirkende:

Hojun Kang Klavier
Ramona Katzenberger Klarinette
Natalie Hahn Violoncello
Viktor Soos Klavier
Ada Schwengebecher Violine

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Die Cellistin Natalie Hahn wurde 1997 in München geboren. Ihren ersten Cellounterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren. 2013 war sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2017 studiert Natalie Hahn an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Troels Svane. Sie besuchte bisher Meisterkurse bei Prof. Wen-Sinn Yang, Prof. Alexander Gebert und Prof. Maria Kliegel und nahm an wichtigen Kammermusikkursen wie Mit Musik-Miteinander teil. Auch zum 49. Deutschen Kammermusikkurs Jugend musiziert erhielt sie eine Einladung. Natalie Hahn ist vierfache Bundespreisträgerin von Jugend musiziert, zudem wurde sie in die Stiftungsfamilie der deutschen Stiftung Musikleben aufgenommen. Ihr erstes Solokonzert mit Orchester gab sie 2009 in Italien. Mit der Aufnahme ins Bundesjugendorchester lernte sie auch weltbekannte Dirigenten wie Alexander Shelley, Patrick Lange und Sir Simon Rattle kennen. Mit dem BJO konzertiert sie in China und Rumänien, in der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin und dem Festspielhaus Baden-Baden.

Ramona Katzenberger, geb. 1996, erhielt ihren ersten Klarinettenunterricht von ihrem Vater, einem Mitglied des Staatsorchester Oldenburg. Im Oktober 2014 nahm sie ihr Studium an der Musikhochschule Lübeck auf, zunächst bei Prof. Reiner Wehle, seit 2015 bei Prof. Sabine Meyer. Seit Oktober studiert sie als Erasmusstudentin bei Prof. Johann Hindler an der Universität für Musik und darstellende Künste Wien. Ramona Katzenberger ist mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbs Jugend musiziert und 1. Preisträgerin des Lions-Musikpreises in Leer. Orchestererfahrungen konnte sie im Niedersächsischen Jugendsinfonieorchester, dem Kammersinfonieorchester Oldenburg und dem Landesjugendorchester Bremen sammeln. Als Solistin durfte sie bereits mit dem Schlossorchester Oldenburg und dem Kammersinfonieorchester Oldenburg auftreten. In ihrem Studium hat sie zudem bei vielen Kammermusikprojekten mitgewirkt.

Der 21-jährige Pianist Viktor Soos war ab 2014 Jungstudent an der Musikhochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Klasse von Prof. Oliver Kern. Seit zwei Jahren studiert er an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser. Meisterkurse besuchte er u. a. bei Andrzej Jasinski, Lilya Zilberstein, Jacques Rouvier, Dmitri Alexeev und Eric le Sage. Viktor Soos ist Stipendiat der Stiftung Live Music Now, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2015 erhielt er den 1. Preis beim internationalen Rotary Klavierwettbewerb in Essen, 2016 folgte der 2. Preis beim Tonali-Wettbewerb in Hamburg. 2017 gewann er der Yamaha Stipendienwettbewerb der YMFE in Rostock sowie den 54. Possehl-Musikpreis. Als Finalist beim Deutschen Musikwettbewerb wurde Viktor Soos in diesem Jahr zudem in die Bundesauswahl junger Künstler aufgenommen. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bisher u. a. nach Chile, Finnland, Frankreich, Italien und Tschechien. Er spielte mit Orchestern wie den Lübecker Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und der Staatskapelle Halle. Hinzu kommen Radioaufnahmen für Deutschlandradio, NDR, MDR, WDR und SWR.


Ambra Quartet, Lugano
© privat
Montag, 07.05.2018 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
Standpunkte am Nachmittag
»Blick in die Komponistenwerkstatt«

Info

Im Rahmen des 27. Brahms-Festivals der Musikhochschule Lübeck, das unter dem Motto »Fremde« steht, nähert sich die Reihe »Standpunkte am Nachmittag« in moderierten kammermusikalischen Konzerten dem vielschichtigen Begriff. Im Mittelpunkt des Konzertes am 7. Mai in der Villa Brahms steht das Klavierquartett op. 26 von Johannes Brahms, dessen originale Handschrift zu den kostbarsten Schätzen des Brahms-Instituts gehört.

Das Autograf bietet faszinierende Einblicke in die Komponistenwerkstatt von Brahms: So sind vom Beginn des langsamen Satzes zwei Fassungen überliefert, die in diesem Gesprächskonzert vorgestellt werden. Aufgeführt wird das Klavierquartett von zwei Formationen, einem Quartett aus Lugano und einem Quartett aus Studierenden der MHL. Zu hören sind außerdem zwei Schubert-Lieder, die von Brahms in diesem Klavierquartett aufgegriffen worden sind.


Programm:

Franz Schubert (1797 – 1828)
Die Stadt (Heinrich Heine)
Am Meer (Heinrich Heine) aus: Schwanengesang D 957

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Klavierquartett A-Dur op. 26
- Allegro non troppo
- Poco adagio
- Scherzo: Poco allegro – Trio
- Finale: Allegro – Animato


Mitwirkende:

Ambra Piano Quartet (Lugano)
Monica Maranelli Klavier
Elisa Spremulli Violine
Chiara Ludovisi Viola
Giacomo Cardelli Violoncello

Danang Dirhamsyah Klavier
Abigail Mc Donagh Violine
Lukas Stubenrauch Viola
Margreta Häfer Violoncello
Daniel Schliewa Tenor

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Das Ambra Quartett setzt sich aus vier jungen italienischen Musiker/innen zusammen, die derzeit am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano studieren: Monica Maranelli (Piano), Elisa Spremulli (Violine), Chiara Ludovisi (Viola) und Giacomo Cardelli (Violoncello).

Zusammen mit ihrer Professorin Saiko Sasaki haben sie im vergangenen Jahr das Klavierquartett op. 26 von Johannes Brahms erarbeitet. Im Rahmen der Hochschulkooperation zwischen der MHL und dem Conservatorio Lugano, die zum Ziel hat, das Klavierquartett im Kontext seiner historischen Quellen zu interpretieren, werden sie das Werk in Lübeck und Lugano präsentieren. Die Mitglieder des Ambra Quartets haben langjährige Erfahrungen im Ensemble-Spiel und haben mit einigen der anerkanntesten Orchester Italiens gearbeitet (z. B. dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchester des Teatro Regio in Turin oder den Orchestern aus Padua und dem Veneto). Auch als Solisten sind die einzelnen Musiker/innen erfolgreich und haben bedeutende nationale und internationale Preise gewonnen. Ihr Pendant auf deutscher Seite ist ein Quartett aus herausragenden Studierenden der MHL, die op. 26 bereits im vergangenen Herbst beim Besuch der italienischen Professoren-Kollegen in Lübeck präsentierten: Danang Dirhamsyah (Klavier), Abigail Mc Donagh (Violine), Lukas Stubenrauch (Viola), Margreta Häfer (Violoncello) haben das Werk unter Leitung von Prof. Heime Müller erarbeitet. Der junge Tenor Daniel Schliewa trägt mit Klavierbegleitung von Danang Dirhamsyah die Schubert-Lieder »Die Stadt« und »Am Meer« vor, die Brahms zu seinem Werk inspiriert haben.


Philipp Alexander Schell, Violine
© Fotostudio Pullig
Samstag, 14.04.2018 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Beziehungszauber
Werke von Clara Schumann und Johannes Brahms

Info

Unter dem Motto »Beziehungszauber« lädt das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck am 14. April zu einer weiteren Veranstaltung in seiner Reihe »Musik im Museum«. Um 15 Uhr musizieren Studierende der MHL in der Villa Brahms Werke von Brahms (Variationen op. 9, Rhapsodien op. 79, drei Lieder) und Clara Schumann (Violinromanzen op. 22). Die Kompositionen spiegeln über ihre Widmungen vielfältig das Thema »Brahms und die Frauen«. Im Mittelpunkt stehen die umschwärmte Clara Schumann, die musikalisch hoch gebildete Elisabeth von Herzogenberg und Brahms‘ kurzzeitige Verlobte Agathe von Siebold, der der Junggeselle drei Liedmanuskripte geschenkt hat: »Vor dem Fenster«, »Ein Sonett« und »Trennung«. Die engste männliche Bezugsperson darf natürlich auch nicht fehlen: der renommierte Geiger Joseph Joachim. Er hatte den 20-jährigen Brahms bei den Schumanns in Düsseldorf eingeführt, ihm sind die Violinromanzen von Clara Schumann zugeeignet.

Der Wintergarten der Villa Brahms lädt bereits ab 14 Uhr dazu ein, sich bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen auf den Nachmittag einzustimmen. Im Anschluss an das Konzert bietet Moderator und Musikbibliothekar Stefan Weymar eine Führung durch die aktuelle Ausstellung »Beziehungszauber. Johannes Brahms – Widmungen, Werke, Weggefährten« an, die das musikalische Programm des Tages mit wertvollen Originaldokumenten illustriert und viele interessante Aspekte des Themas aufzeigt.


Mitwirkende:

Jeremy Almeida Uy Tenor
Demian Martin Klavier
Stefanie Plankl Klavier
Philipp Alexander Schell Violine
Natalija Valentin Sopran

Stefan Weymar M. A. Moderation


Weitere Informationen:

Der in Reinbek geborene junge Tenor Jeremy Almeida Uy sammelte erste musikalische Erfahrungen im Kinder- und Jugendchor seiner Heimatstadt, dem Bergedofer Kammerchor unter der Leitung von Prof. Frank Löhr und dem Landesjugendchor Schleswig-Holstein unter der Leitung von Prof. Matthias Janz. Nach dem Abitur folgte zunächst ein Studium der Musikwissenschaft und der Schulmusik, bevor er ein Gesangsstudium an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Prof. Franz-Josef Einhaus aufnahm. Dort war er u. a. in den Hochschulproduktionen Die Fledermaus (als Dr. Blind) und The Rape of Lucretia (als Junius) zu hören. Musikalische und szenische Arbeiten mit Anthony Pilavachi, Simone Kermes, Ton Koopmann und Eric Whitacre runden seine bisherige Ausbildung ab. Neben seiner regen Konzerttätigkeit ist Jeremy Almeida Uy seit 2015 Mitglied des Chores der Neuen Eutiner Festspiele.

Philipp Alexander Schell, Jahrgang 1992, begann seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren an der Musikschule Kirn. Von 2008 bis 2012 war er Jungstudent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim in der Violinklasse von Prof. Dora Bratchkova und Stipendiat des Netzwerk Amadé. Nach dem Abitur begann er sein Studium an der Musikhochschule Mannheim und setzte es ab dem Wintersemester 2013 an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Maria Egelhof fort. Inzwischen befindet er sich hier im Masterstudium. Die Teilnahme an Meisterkursen u. a. bei Prof. Laetitia Honda-Rosenberg, Prof. Ulrike Dierick, Ivry Gitlis, Nora Chastain, Stephan Picard und Eszter Haffner bereichert seine Ausbildung. Bereits 2007 trat der junge Geiger als Solist beim Moselmusikfestival auf. Von 2006 bis 2009 war er Mitglied der Deutschen Streicherphilharmonie, ab 2010 Mitglied bei den Mannheimer Philharmonikern. Philipp Schell ist mehrfacher Bundespreisträger von Jugend musiziert. 2010 erhielt er den Musikförderpreis der Stadt Idar-Oberstein und den Dr. Noell Preis der Freimaurer Loge Zum Felsentempel“für herausragende musikalische Leistungen. 2015 gewann er den 2. Preis des internationalen Thöne Violin-Wettbewerbs. Seit 2017 spielt er als Stipendiat der Sinfonima Stiftung auf einer Georg Winterling Geige, die um 1909 in Hamburg hergestellt wurde.

Die 1995 in der Ukraine geborene Sopranistin Natalija Valentin konnte sich bereits auf nationaler und internationaler Ebene am Klavier behaupten, ehe sie sich dem Gesang verschrieb. An der Musikhochschule Lübeck studiert sie seit Oktober 2014 Gesang in der Klasse von Birgit Calm. Im Sommer 2015 nahm sie an Meisterkursen bei Prof. Martin Christian Vogel und Prof. Lars Woldt im Rahmen der Detmolder Sommerakademie und bei Prof. Thomas Quasthoff im Rahmen des Rostocker Sommercampus teil. Zudem konzertierte sie mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock unter der Leitung von Wojciech Raiski im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Im Frühjahr 2016 war sie Stipendiatin beim Meisterkurs Operngesang der Münchener Musikakademie bei Prof. Michael Gehrke und Prof. Gerd Uecker. Natalija Valentin war Finalistin beim Bundeswettbewerb Gesang 2016 und beim Podium junger Gesangssolisten 2017.


Joseph Joachim (1831–1907)
© Brahms-Institut
Mittwoch, 21.03.2018 | 19:00 Uhr
Projektpräsentation
Joseph Joachim in die Post geschaut
Konzert und Präsentation des digitalisierten Nachlasses von Joseph Joachim

Info

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck hat die Digitalisierung des Teilnachlasses von Joseph Joachim (1831–1907) abgeschlossen. 4.500 Briefseiten des renommierten Geigers und Brahms-Freundes wurden erschlossen. Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG ermöglichte das Projekt durch eine großzügige Finanzierung im Rahmen des Förderprogramms »Kunst auf Lager«.


Programm:

Grußworte
Prof. Rico Gubler Präsident der Musikhochschule Lübeck
Dr. Sebastian Giesen Geschäftsführer der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG.

Projektpräsentation
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Institutsleiter und
Dr. Fabian Bergener Projektmitarbeiter

Joseph Joachim (1831–1907)
Romanze in C-Dur

Fantasiestück in d-Moll op. 2 Nr. 2

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
aus: Partita Nr. 2 d-Moll für Violine solo, BWV 1004
Ciaccona


Mitwirkende:

Prof. Daniel Sepec Violine
Prof. Manfred Aust Klavier

Prof. Rico Gubler, Dr. Sebastian Giesen Grußworte
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Dr. Fabian Bergener Projektpräsentation


Violetta Khachikyan, Klavier
© Christian Ruvolo
Mittwoch, 17.01.2018 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Humoresken und Romanzen
Präsentation der neuen CD mit Werken von Schumann und Kirchner

Info

Unter dem Titel »Humoresken und Romanzen« präsentieren das Brahms-Institut und die russische Pianistin und MHL-Dozentin Violetta Khachikyan eine reizvolle Gegenüberstellung von Werken der beiden Komponisten Schumann und Kirchner, deren Erstdrucke zur wertvollen Sammlung des Brahms-Instituts gehören. Die gleichnamige, im Dezember erschienene CD stellt das Ergebnis einer engen Verbindung von künstlerischer Praxis und musikwissenschaftlicher Arbeit dar. Dabei werden nicht nur bedeutende romantische Charakterstücke Schumanns in den Blick genommen, sondern mit Kirchners Stücken ein bisher wenig bekannter Schatz gehoben.

Im Rahmen der Reihe »Musik im Museum« spielt Violetta Khachikyan Werke der neuen CD live im historischen Hansensaal der Villa Brahms. Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger beleuchtet in seiner Moderation die Hintergründe der Werkauswahl und gibt Einblick in die zahlreichen Berührungspunkte im Leben der beiden Komponisten Robert Schumann und Theodor Fürchtegott Kirchner.

Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der Villa Brahms dazu ein, sich bei Kaffee und Kuchen auf das Konzert einzustimmen. Die aktuelle Ausstellung »Beziehungszauber«, die parallel zur Veranstaltung geöffnet ist, stellt Johannes Brahms anhand bedeutender Exponate aus der Lübecker Sammlung in seinen vielfältigen Beziehungen zu Freunden und Kollegen aus dem unmittelbaren Umfeld vor.


Mitwirkende:

Violetta Khachikyan Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Die vielseitige Konzertpianistin und gefeierte Kammermusikpartnerin Violetta Khachikyan wurde in Krasnodar (Südrussland) geboren und erhielt mit sechs Jahren ihren ersten Klavierunterricht. Sie studierte unter anderem am renommierten staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt

Petersburger (Abschluss mit Auszeichnung) und an der Musikhochschule Lübeck (MHL) in der Klasse von Prof. Konstanze Eickhorst, wo sie das Konzertexamen und das Kammermusik-Masterstudium mit Bravour absolvierte.

Violetta Khachikyan ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe, unter anderem Gewinnerin des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen, des George-Enescu-Musikwettbewerbs Bukarest, des Maj-Lind-Wettbewerbs Helsinki, des Scottish-International-Piano-Wettbewerbs Glasgow und des Paderewski-International-Piano-Wettbewerbs. 2012 gewann sie den Possehl-Musikpreis Lübeck, wodurch sie Gelegenheit erhielt, mit dem NDR und Deutschlandradio Kultur zusammenzuarbeiten. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie von Willem Brons, Wladimir Tropp, Dmitri Baschkirow, Karl-Heinz Kämmerling, Pawel Gililow, Paul Badura-Skoda und Leon Fleisher.

2007 legte Violetta Khachikyan ihre erste Solo-CD im Rahmen eines Stipendiums des Lion Clubs Deutschland vor. Es folgte eine Einspielung mit Werken von Rachmaninow, Schumann, Scarlatti und Hiller. Sie konzertiert regelmäßig in Europa, Japan und Brasilien und arbeitete unter anderem mit dem BBC-Scottish-Symphony-Orchestra, den Helsinki-Philharmonics, den Bremer Philharmonikern und dem Akademischen Symphonischen Orchester Sankt Petersburg zusammen. Zahlreiche Konzertauftritte führten sie zum Beethovenfest Bonn, zum Aarhus-International-Piano-Festival, zum Komitas-Festival Berlin, zum Weseler Klaviersommer und zum Brahms-Festival Lübeck. Als Kammermusikpartnerin tritt sie regelmäßig mit jungen Ensembles im Konzerthaus Berlin und in der Berliner Philharmonie auf.

Violetta Khachikyan unterrichtet als Lehrbeauftragte an der MHL und der UdK Berlin.


Ton Koopmann, Dirigent, Cembalist
© Eddy Posthuma de Boer
Mittwoch, 10.01.2018 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Ton Koopman

Info

Am 10. Januar 2018 nimmt Prof. Dr. Ton Koopman im Rahmen der Reihe »Zu Gast bei Brahms« auf den weißen Sesseln in der Villa Brahms Platz. Im Gespräch mit Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger wird Koopmann, der als führende Autorität in der historischen Aufführungspraxis gilt, persönliche Einblicke in seine Karriere als Musiker und Forscher geben. Mit seinen Lieblingsstücken am Cembalo rundet er die Veranstaltung ab.

Als Organist und Cembalist ist Ton Koopman an allen bedeutenden Konzerthäusern der Welt zu Gast. Als Dirigent arbeitet er mit den herausragenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Orchestre Philharmonique de Radio France Paris. Seit zwei Jahren ist er Honorarprofessor für Alte Musik an der Musikhochschule Lübeck. Dem Lübecker Publikum ist er zudem als Präsident der Internationalen Dieterich-Buxtehude-Gesellschaft bekannt.


Weitere Informationen:

Ton Koopman wurde im niederländischen Zwolle geboren. Er studierte Orgel, Cembalo und Musikwissenschaft in Amsterdam und wurde in beiden Instrumenten mit dem Prix d’Excellence ausgezeichnet. Fasziniert vom Barock-Zeitalter, von authentischen Musikinstrumenten und der historischen Aufführungspraxis, konzentrierte er sich bereits während des Studiums auf die Barockmusik, im Besonderen auf die Musik Johann Sebastian Bachs.

Im Alter von 25 Jahren gründete Ton Koopman sein erstes Barock-Orchester. 1979 folgte die Gründung des Amsterdam Baroque Orchestra, das sich gemeinsam mit dem Amsterdam Baroque Choir (Gründung 1992) als eines der weltweit führenden Alte-Musik-Ensembles einen Namen gemacht hat. Regelmäßig gastiert es in bedeutenden Konzerthäusern der Welt, u. a. in Berlin, Brüssel, Kopenhagen, Lissabon, London, Madrid, Mailand, München, New York, Paris, Rom, Salzburg, Tokyo und Wien.

Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen, darunter für Erato, Teldec, Sony, Deutsche Grammophon und Philips, dokumentieren Ton Koopmans umfangreiche Tätigkeit als Solist und Dirigent. Seine Gesamtaufnahme aller Kantaten Johann Sebastian Bachs wurde mit dem Deutschen Schallplattenpreis Echo Klassik, dem Prix Hector Berlioz und dem BBC-Award ausgezeichnet sowie für den Grammy Award (USA) und den Gramophone Award (UK) nominiert. Seit Jahren setzt er sich für die Verbreitung des Werkes Dietrich Buxtehudes ein. 2014 schloss er die Einspielung der Buxtehude-Opera-Omnia mit insgesamt 30 CDs ab. 2003 gründete er das Label Antoine Marchand, ein Sub-Label von Challenge Classics.

Ton Koopman ist Autor vieler Fachartikel und Bücher. Er war mit der Edition der gesamten Orgelkonzerte Händels für Breitkopf & Härtel betraut. Kürzlich brachte er Händels Messias sowie Buxtehudes Das Jüngste Gericht im Carus Verlag neu heraus. Er ist zudem Professor an der Universität von Leiden sowie Ehren-Mitglied an der Royal Academy of Music London und künstlerischer Leiter des französischen Festivals Itinéraire Baroque.

Emanuel Geibel
© Archiv
Freitag, 29.09.2017 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
»Emanuel Geibel«
Ulf Bästlein / Hans Wißkirchen

Info

Der Lübecker Dichter Emanuel Geibel (1815-1884) hat Menschen fasziniert wie kaum ein anderer Dichter seiner Zeit – auch Komponisten haben Geibel bewundert. Mit ca. 3600 Liedern ist der Lübecker Lyriker nach Heinrich Heine der am meisten vertonte deutschsprachige Dichter: noch vor Goethe! Viele dieser Geibel-Lieder sind, wie der Autor und fast sein gesamtes Werk, heute jedoch zu Unrecht in Vergessenheit geraten.

Im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe »Zu Gast bei Brahms« nehmen erstmals Gesprächspartner aus dem weiteren Umfeld der Musikhochschule Lübeck auf den weißen Sesseln in der Villa Brahms Platz: Unter der Moderation von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck, werden sich der Bariton und Germanist Prof. Dr. Ulf Bästlein und der Literaturwissenschaftler und Direktor der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck Prof. Dr. Hans Wißkirchen dem »Phänomen Geibel« musikalisch-literarisch annähern.

Ulf Bästlein und Pianist Sascha El Mouissi präsentieren zudem Lieder nach Texten von Geibel. Viele davon sind als Welterstaufnahmen auf ihrer neuen CD »Ich blick’ in mein Herz und ich blick’ in die Welt« erschienen. Der Abend nimmt das Publikum mit auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, warum diese Werke eines der meist geschätzten Schriftsteller seiner Zeit erst jetzt wieder ihren Weg auf das Konzertpodium finden.


Programm:

Lieder nach Texten von Emanuel Geibel (1815–1884)


Mitwirkende:

Ulf Bästlein Gesang und Rezitation
Sascha El Mouissi Klavier



Weitere Informationen:

Prof. Dr. Ulf Bästlein

Der Bass-Bariton Ulf Bästlein studierte und promovierte zunächst in Altphilologie und Germanistik bevor ein Gesangsstudium in Freiburg aufnahm und dieses im Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss.

Er begann seine Bühnenlaufbahn am Stadttheater Heidelberg und war seitdem u.a. in Augsburg, Hannover, Lübeck und Hamburg engagiert. Ulf Bästlein ist häufiger Gast bei verschiedenen internationalen Musik-Festivals und führt Liederabende mit Charles Spencer, Michael Gees, James Tocco, Julius Drake, Axel Bauni, Detlef Kraus und Sascha El Mouissi durch. Der Schwerpunkt seiner zahlreichen CD-Aufnahmen liegt bei Text-Vertonungen u.a. von Heine, Goethe, Storm und Hebbel.

Der Bassbariton lehrte von 1993 bis 2000 an der Musikhochschule Lübeck und ist seit 2000 als Professor für Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz tätig. Dort leitet er außerdem die künstlerisch-wissenschaftlichen Doktoratsschule. In China, Russland, der Türkei und Italien finden regelmäßig Masterclasses unter seiner Leitung statt.

Im Jahr 2000 gründete er das Liedfestival „Liedkunst“ in Husum, in dessen Rahmen ihm auch die Nachwuchsförderung in besonderem Maße am Herzen liegt.

Als Autor zahlreicher Aufsätze hat er sich auch auf wissenschaftlicher Ebene mit dem Deutschen Lied im frühen 19. Jahrhundert beschäftigt.


Prof. Dr. Hans Wißkirchen

Hans Wißkirchen wurde 1955 in Düsseldorf geboren und studierte Germanistik und Philosophie. Von 1993 bis 2006 war er Leiter des Buddenbrookhauses und seit 2001 als Direktor der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck auch für das Günter Grass-Haus verantwortlich. Seit 2006 ist er Leitender Direktor aller Lübecker Museen und Honorarprofessor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität zu Lübeck.

Darüber hinaus ist Hans Wißkirchen Vorstandssprecher der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten in Berlin, Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, Vizepräsident der Heinrich Mann-Gesellschaft und Sprecher des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck.

Seine zahlreichen Publikationen widmen sich schwerpunktmäßig Heinrich und Thomas Mann, der Familie Mann, Günter Grass, dem deutschen Vormärz, Fragen der Literaturmuseen sowie der Wechselbeziehung von Wissenschaft und Literatur in den Epochen der Klassik und Romantik.


Prof. Dr. Wolfgang Sandberger

Wolfgang Sandberger, Prof. Dr. phil., geboren 1961, ist Professor für Musikwissenschaft und Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck. Er studierte Violoncello bei Eckart Stahl am Konservatorium Osnabrück/Musikhochschule Hannover (Diplom 1986) sowie Musikwissenschaft, Philosophie und Geschichte in Münster und Hamburg (Magister artium) und promovierte mit einer Arbeit über Das Bach-Bild Philipp Spittas (Hannelore Greve-Preis der Joachim Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften).

Wolfgang Sandberger arbeitet auch als Autor und Moderator für verschiedene ARD-Anstalten. Darüber hinaus ist er u.a. Präsident der Göttinger Händel-Gesellschaft, Stellvertretender Vorsitzender der Musikgeschichtlichen Kommission, Vorstandsmitglied der Johannes Brahms Gesamtausgabe und Projektleiter des Brahms-Festivals an der Musikhochschule Lübeck.

Seine Forschungsgebiete sind neben Brahms und dessen Umfeld rezeptionshistorische und wissenschaftsgeschichtliche Themen. Von Wolfgang Sandberger sind zahlreiche Publikationen zur Musikgeschichte des 17. bis 21. Jahrhunderts erschienen, außerdem ist er Mitherausgeber des Jahrbuchs Göttinger Händel-Beträge.


Sascha El Mouissi

Der Pianist Sascha El Mouissi, geboren in Frankfurt am Main, studierte Klavier an der Musikhochschule Mainz und Klavier-Vokalbegleitung an der Musikuniversitat Wien bei Charles Spencer.

Konzertreisen führten ihn bisher nach England, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Tschechien, in die Schweiz, Türkei und nach Nordafrika. Er trat u.a. im Rahmen des LondonArtsFestivals, bei der Beethoven Society of Europe, dem Arnold Schönberg Center Wien, dem Istanbul Musik Festival, den Salzburger Festspielen, an der Oper Nizza und bei den Salzburger Schlosskonzerten auf. Ferner gastierte er an renommierten Häusern wie dem Konzerthaus Wien und dem Salzburger Mozarteum.

Sascha El Mouissi konzertiert mit renommierten Sängerinnen und Sängern wie Ulf Bästlein, Wolfgang Brendel, Alice Ferrière, Rafael Fingerlos, Angelika Kirchschlager, Ildikó Raimondi, Sophie Rennert, Wolfgang Resch. Verschiedene Rundfunk - und Fernsehaufnahmen sind u. a. für den SWR, Radio Bremen, BR und den ORF entstanden, CD-Aufnahmen für Gramola, Toccata Classics und Coviello Classics.

Neben zahlreichen anderen Preisen wurde Sascha El Mouissi zuletzt mit dem Johannes Gutenberg-Preis der Universität Mainz, dem Liedpreis des Ministeriums für Kultur des Landes Schleswig-Holstein und dem Theodor-Storm-Klavierpreis ausgezeichnet.




Konstanze Eickhorst, Klavier
© Marco Borggreve
Mittwoch, 31.05.2017 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Konstanze Eickhorst

Info

Unter dem Motto »Zu Gast bei Brahms« stellt Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger abwechselnd Dozenten der Musikhochschule Lübeck vor. Am 31. Mai nimmt die Pianistin Prof. Konstanze Eickhorst zum Gespräch auf dem weißen Sessel Platz. Anschließend wird sie das Publikum mit ihrem Lieblingsstück überraschen.

Für Konstanze Eickhorst begann die internationale Konzerttätigkeit nach dem Gewinn der Wettbewerbe Clara Haskil und Geza Anda sowie vorderen Platzierungen beim Bach-Wettbewerb in Toronto und beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel. Die Pianistin wird als Solistin und Kammermusikerin in die Musikmetropolen der Welt eingeladen, gastiert unter anderem bei den Salzburger Festspielen, den Luzerner Festspielen und spielt mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Toronto Symphony oder dem Royal Philharmonic Orchestra London. Seit vielen Jahren ist Konstanze Eickhorst Mitglied des Linos-Ensemble, das in Besetzungen von Duo bis Septett ein breites Repertoire pflegt. Cpo, Capriccio, Genuin und weitere CD-Lables produzieren mit Konstanze Eickhorst.

Sie studierte bei Karl-Heinz Kämmerling und Vlado Perlemuter. Als 28-jährige zur Professorin in Hannover ernannt, folgte sie einige Jahre darauf einem Ruf an die Musikhochschule Lübeck. Konstanze Eickhorst leitet Meisterkurse für Solisten und Ensembles und wird als Jurorin zu internationalen Wettbewerben eingeladen. Seit mehreren Jahren führt sie den Juryvorsitz des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen und arbeitet im künstlerischen Ausschuss.


Diethelm Jonas, Oboe
© Musikhochschule Lübeck
Mittwoch, 19.04.2017 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Diethelm Jonas

Info

Prof. Dr. Sandberger lädt heute Prof. Diethelm Jonas ein, auf dem weißen Sessel Platz zu nehmen. Jonas folgte einem Ruf an die Musikhochschule Lübeck, nachdem er seit 1980 einen Lehrstuhl für Oboe an der Musikhochschule Trossingen inne hatte. Der 1953 in Recklinghausen geborene Musiker studierte in Essen (Folkwang Hochschule), London (Royal Academy) in der Meisterklasse von Lady Evelyn Rothwell-Barbirolli und in Freiburg bei Heinz Holliger. Er war 1. Solo-Oboist der Sinfonieorchester Essen, des Bayerischen und des Süddeutschen Rundfunks. Er wurde vielfach mit internationalen und nationalen Preisen bedacht.

Rege Konzerttätigkeit, auch als Mitglied des Aulos Bläserquintett und des Bläserquintett Sabine Meyer führte ihn in zahlreiche Länder Europas, nach Japan und in die USA, wo er u. a. mit so bedeutenden Dirigenten wie Kubelik, Celebidache, Bernstein, Solti, Leinsdorf, Böhm, Previn, Marriner und Sinopoli konzertierte. Vielfach mit nationalen und internationalen Preisen bedacht, führt ihn seine rege Konzert- und Kurstätigkeit (z. B. zweijährige Gastprofessur an der Staatl. Universität Simon Boliver in Caracas/Venezuela), auch als Mitglied des Aulos Bläserquintett und des Bläserensemble Sabine Meyer in zahlreiche Länder Europas, nach Japan, Korea und in die USA. In den vergangenen 20 Jahren war Jonas der internationalen Bach-Akademie und dem Bach-Kollegium unter Helmut Rilling eng verbunden. Er konzertiert solistisch weiterhin mit dem Stuttgarter und vor allem dem Münchner Kammerorchester und wird in den letzten Jahren auch als Dirigent nachgefragt. Während der letzten 30 Jahre entstanden mehr als 20 Schallplatten und CD-Einspielungen, die unter anderem mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet wurden.


Angela Firkins
© firkins.de / Giorgia Bertazzi
Mittwoch, 08.02.2017 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Angela Firkins

Info

Angela Firkins, geb. Tetzlaff, studierte bei J.-C. Gérard (Hamburg), bei W. Bennett (Freiburg) und bei P. Meisen (München). Nach mehreren ersten Preisen im Wettbewerb "Jugend musiziert" erhielt sie 1985 einen Preis beim Deutschen Musikwettbewerb und 1986 den 1. Preis beim Wettbewerb der Deutschen Hochschulen. Als Mitglied des Albert-Schweitzer-Quintetts wurde sie Preisträgerin bei zahlreichen Wettbewerben (Deutscher Musikwettbewerb, ARD-Wettbewerb u.a.). Sie erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik, produzierte verschiedene CDs sowie Rundfunkaufnahmen und konzertiert im In- und Ausland. Nachdem sie lange Zeit Mitglied im Bundesjugendorchester, in der Jungen Deutschen Philharmonie und im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft war, wurde sie von 1988 bis 1993 Soloflötistin der Hamburger Symphoniker und 1994 Soloflötistin der Radiophilharmonie Hannover des NDR. 1997 folgte die Berufung als Professorin an die Musikhochschule Lübeck.


Rico Gubler
© Musikhochschule Lübeck
Mittwoch, 25.01.2017 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Rico Gubler

Info

Prof. Rico Gubler trat am 1. März 2014 sein Amt als Präsident der MHL an. Der gelernte Jurist, Saxophonist und Komponist studierte zunächst klassisches Saxophon bei Iwan Roth in Basel, bei Marcus Weiss in Zürich und bei Jean-Michel Goury in Paris. Während seines Musikstudiums spezialisierte er sich auf zeitgenössische Musik, freie Improvisation und Live-Elektronische-Aufführungen. Als Schweizer Nachwuchsmusiker erhielt er 1997 und 1998 den begehrten Studienpreis des Migros Genossenschaftsbundes und der Ernst Göhner Stiftung. Neben seiner Ausbildung zum Saxophonisten studierte Rico Gubler Komposition bei Balz Trümpy in Basel und Salvatore Sciarrino in Florenz. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen folgten: So erhielt er für sein Schaffen 1998 den Prix du Club de mécénat suisse en France, ein Jahr später die kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich. Im Jahr 2001 war er Stipendiat auf dem Künstlerhof Schreyahn, und von 2001 bis 2002 förderte ihn die Stiftung Landis & Gyr in London. Es folgte ein Stipendium der Dr. Robert und Lina Thyll-Dürr Stiftung. Die Stadt Zürich förderte ihn gleich zwei Mal mit einem Werkjahr: 2004 für Komposition und 2005 für Interpretation. Neben seinem musikalischen Schaffen absolvierte Rico Gubler ein Jurastudium in Zürich, welches er mit dem Lizenziat II abschloss. Von 2004 bis 2014 unterrichtete er Saxophon und Kammermusik an der Musikhochschule Lugano, von 2010 bis 2014 war er Studiengangsleiter und Mitglied der Leitung der Hochschule für Musik in Basel.


Manuela Uhl, Gesang
© privat
Mittwoch, 07.12.2016 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Manuela Uhl

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Die in Schleswig-Holstein lebende Sopranistin hat in Salzburg und Zürich studiert. Schon bald war sie auf den internationalen Konzertpodien ständiger Gast. Konzerte mit Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, Orchestra dell’Academia di Santa Cecilia, Berliner Philharmoniker, Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela, Gewandhausorchester Leipzig, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, New Japan Philharmonic in Tokio führten zu Stätten wie Accademia di Santa Cecilia in Rom, Suntoryhall Tokio, Disney Hall Los Angeles, Konzertsaal Verbotene Stadt Peking, Goldener Saal Wien, Culturalcentre Hongkong, Gasteig München u.v.m.. Seit 2011 ist die Sängerin, nach langjährigem Festangagement an der Deutschen Oper Berlin, freischaffend tätig und gehört heute zu den international gefragtesten Interpretinnen der Werke von Strauss und Wagner. Weltweit singt sie die großen Sopranpartien des jugendlich-dramatischen Faches. Renommierte Dirigenten wie Thielemann, Chailly, Pappano, Dudamel, Nagano, Bychkov, Maazel, de Burgos, Weigle und Cobos arbeiten regelmäßig mit ihr zusammen in Berlin, München, Dresden, Buenos Aires, Madrid, Kopenhagen, Hongkong, Budapest, Wien, Amsterdam und Tokyo. In vielen Rundfunk und Fernsehübertragungen war die Sängerin bisher zu erleben. Sie hat zahlreiche CDs und DVDs veröffentlicht.


Daniel Sepec, Violine
© privat
Mittwoch, 02.11.2016 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Daniel Sepec

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Daniel Sepec, 1965 in Frankfurt am Main geboren, studierte bei Dieter Vorholz in Frankfurt und Gerhard Schulz in Wien. Als Solist und Kammermusiker konzertierte er mit vielen renommierten Künstlern und Ensembles. So war er viele Jahre Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter Leitung von Thomas Hengelbrock. Er trat unter anderem mit der Academy of Ancient Music unter Christopher Hogwood, der Wiener Akademie unter Martin Haselböck und dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe auf. Zusammen mit Antje Weithaas, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras gründete Sepec 2004 das Arcanto-Quartett. Seine 2010 erschienene Aufnahme der Rosenkranz-Sonaten von Biber, die er zusammen mit der Gambistin Hille Perl, Lee Santana an der Laute und Michael Behringer an der Orgel aufnahm, erhielt den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Bis zu seinem Ruf nach Lübeck lehrte er als Professor an der Musikhochschule in Basel.


Jörg Linowitzki, Kontrabass
© F. W. Oehlers
Freitag, 07.10.2016 | 19:00 Uhr
Zu Gast bei Brahms
Jörg Linowitzki

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Im Gespräch wird Jörg Linowitzki, Professor für Kontrabass und Kammermusik an der MHL, persönliche und musikalische Einblicke gewähren. Dabei kann es ebenso um Linowitzkis Werdegang wie um seine musikalischen Vorlieben oder seine persönliche Einschätzung zu kulturpolitischen Fragen gehen. Wolfgang Sandberger: „Die neue Reihe soll unterhalten, informieren und einen persönlichen Blick auf unseren Gast ermöglichen.“ Die Interviewpartner werden auch ein aktuelles Lieblingsstück mitbringen und dem Publikum abschließend zu Gehör bringen. Was jeweils auf dem Programm steht, bleibt eine Überraschung.

Jörg Linowitzki arbeitete mit zahlreichen renommierten Dirigenten zusammen und war stellvertretender Solobassist im NDR-Sinfonieorchester. Er erhielt 1995 den Ruf an die MHL, wo er von 1996 bis 2011 auch Vizepräsident war. Er gibt Meisterkurse in Deutschland, Europa und in Japan und engagiert sich auch auf internationaler Ebene für die Musikausbildung. Als Gründungsmitglied des Linos Ensembles bringt er seit 40 Jahren Kammermusik auf die Bühne und ist Gast internationaler Festivals. Mit seiner Familie wohnt er in Lübeck.

Der Kontrabass steht auch drei Tage später wieder im Mittelpunkt: Studierende der Klasse Prof. Jörg Linowitzki und Gäste präsentieren sich am Samstag, 8. Oktober in der Reihe »Musik im Museum« mit Werken aus mehreren Jahrhunderten. Auf dem Programm stehen Solostücke und Kammermusik, unter anderem die „Sinfonia Concertante“ für Viola, Kontrabass und Klavier von Dittersdorf sowie das „Grand-Duo“ für Violine und Kontrabass von Bottesini. Am Klavier begleitet Christian Ruvolo.

Neben dem Konzertbesuch besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Kontinuitäten?“ des Brahms-Instituts zum diesjährigen Haydn-Schwerpunkt des Schleswig-Holstein Musik-Festivals (SHMF) zu besuchen. Sie beleuchtet mit Briefen, Drucken, Programmzetteln, Büsten und Fotografien Brahms‘ Auseinandersetzung mit Haydn, einem der größten europäischen Komponisten. Im Wintergarten der klassizistischen Villa Brahms ist außerdem eine Installation mit dem Deckengemälde aus der Tonhalle Zürich von 1895 zu sehen, die Haydn und Brahms gemeinsam im „Komponistenhimmel“ zeigt.


Vorderseite Villa Brahms mit Haupteingang
© Markus Bomholt, Münster
Freitag, 22.04.2016 | 18:00 Uhr
Festakt
25-jähriges Jubiläum des Brahms-Instituts

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Rico Gubler, Präsident der Musikhochschule Lübeck, Kurt Hofmann, Gründer des Brahms-Instituts, der heutige Institutsleiter Wolfgang Sandberger und Otto Biba, der Archivdirektor der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, würdigten im Festakt am Freitag, 22. April die Forschungsarbeit des Instituts, das seit 2002 in der repräsentativen klassizistischen Villa Eschenburg am Rand der Lübecker Altstadt beheimatet ist.

Im Anschluss fand eine Brahms-Auktion mit 25 Lots in Beziehung zu Brahms statt: von einem handsignierten Brahms-Handbuch über ein Hauskonzert mit der Pianistin Violetta Khachikyan oder dem Philos-Quartett, einer Führung „Auf Brahms‘ Spuren in Wien“ mit Otto Biba bis hin zu einer Klarinettenstunde bei Weltstar Sabine Meyer. Der Erlös kommt der Institutssammlung zugute.


Mitwirkende:

Prof. Rico Gubler Präsident der Musikhochschule Lübeck
Prof. Kurt Hofmann Gründer des Brahms-Instituts
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Institutsleiter

Festvortrag: Prof. Dr. Otto Biba (Wien)


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